Pallade Veneta - Kreml: Putin spricht mit Sultan von Oman über iranisches Atomprogramm

Kreml: Putin spricht mit Sultan von Oman über iranisches Atomprogramm


Kreml: Putin spricht mit Sultan von Oman über iranisches Atomprogramm
Kreml: Putin spricht mit Sultan von Oman über iranisches Atomprogramm / Foto: Kristina Kormilitsyna - POOL/AFP

Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Dienstag in Moskau mit dem Sultan von Oman, Haitham bin Tarik, Gespräche über das iranische Atomprogramm geführt. Das Thema sei bei einem Besuch bin Tariks im Zusammenhang mit den Vermittlungsbemühungen des Oman angeschnitten worden, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow vor Journalisten.

Textgröße ändern:

Der Besuch bin Tariks erfolgte inmitten von Gesprächen zwischen den USA und dem Iran über das iranische Atomprogramm, bei denen der Golfstaat Oman vermittelt. Moskau begrüßt die Gespräche.

"Russland ist bereit, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um zu einem fruchtbaren und aktiven Abschluss dieser Gespräche beizutragen", sagte Peskow am Dienstag. Russland hat in den vergangenen drei Jahren seine Beziehungen zum Iran verstärkt und sich bereit erklärt, in den Verhandlungen "jede Rolle zu spielen, die nützlich sein wird".

Am Samstag hatten erneut vom Oman vermittelte Gespräche in Rom stattgefunden - es war die zweite Gesprächsrunde innerhalb von sieben Tagen. Am kommenden Samstag soll es dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi zufolge eine dritte Gesprächsrunde zu dem Thema im Oman geben.

US-Präsident Donald Trump hatte den Iran zur Aufnahme von Verhandlungen über die Einschränkung seines Atomwaffenprogramms gedrängt, nachdem die USA während seiner ersten Amtszeit aus dem internationalen Atomabkommen mit Teheran ausgestiegen waren. Der Westen wirft dem Iran vor, nach Atomwaffen zu streben. Teheran weist dies zurück und erklärt, es nutze Kernenergie für zivile Zwecke.

Putin kündigte beim Besuch bin Tariks auch ein Gipfeltreffen mit den Staaten der Arabischen Liga an. "Wir planen, in diesem Jahr ein Gipfeltreffen zwischen Russland und den arabischen Ländern abzuhalten. Viele unserer Freunde in der arabischen Welt unterstützen diese Idee", sagte Putin und lud bin Tarik zu dem Gipfel ein. Einen Ort oder Zeitpunkt nannte Putin nicht.

Vor dem Hintergrund der seit drei Jahren andauernden Offensive in der Ukraine und der in der Folge vom Westen gegen Russland verhängten Sanktionen ist Moskau auf der Suche nach neuen Partnern.

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

CDU-Parteitag in Stuttgart startet am Freitag - Stimmungstest für Merz

Die CDU kommt am Freitag zu ihrem ersten Parteitag seit dem Amtsantritt von Kanzler Friedrich Merz zusammen (10.30 Uhr). Das zweitägige Treffen in Stuttgart dient der Positionsbestimmung vor wichtigen Reformentscheidungen in diesem Jahr. Am Freitagnachmittag soll auch Merz als CDU-Parteivorsitzender bestätigt werden. Die Abstimmung der rund tausend Delegierten gilt als Stimmungstest zur Arbeit des Kanzlers nach gut neun Monaten schwarz-roter Koalition.

Verteidigungsminister beraten in Krakau im E5-Format

Im polnischen Krakau kommen am Freitag die Verteidigungsminister der sogenannten E5-Staaten zusammen, um unter anderem über hybride Bedrohungen und den Krieg in der Ukraine zu beraten (Pressekonferenz gegen 12.00 Uhr). Die E5-Gruppe (Group of Five) setzt sich aus den Ländern Deutschland, Frankreich, Polen, Italien und Großbritannien zusammen.

Protest gegen Mileis Arbeitsmarktreform: Zusammenstöße in Argentinien

In Argentinien ist es bei Protesten gegen die geplante Arbeitsmarktreform von Präsident Javier Milei zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Beim vierten Generalstreik seit Mileis Amtsantritt versammelten sich am Donnerstag mehrere tausend Menschen vor dem Parlament in Buenos Aires. Einige Dutzend Demonstranten bewarfen Polizeibeamte mit Flaschen und Steinen. Die Beamten setzten Tränengas, Wasserwerfer und Gummigeschosse ein und nahmen mindestens ein Dutzend Menschen fest.

Stimmungstest für Merz: CDU-Parteitag soll Kanzler den Rücken stärken

Gut neun Monate ist Friedrich Merz als Kanzler im Amt - nun kommt für ihn ein wichtiger Stimmungstest in der eigenen Partei: Am Freitag startet in Stuttgart der CDU-Parteitag, der nicht nur eine Reihe kontroverser Themen diskutieren wird, sondern auch Merz als Vorsitzenden der Christdemokraten bestätigen soll. Generalsekretär Carsten Linnemann zeigte sich zuversichtlich, dass Merz trotz vieler Reibereien in der schwarz-roten Koalition ein "gutes Ergebnis" bekommt.

Textgröße ändern: