Pallade Veneta - Höhere Staatsausgaben ließen Staatsquote 2024 auf 49,5 Prozent steigen

Höhere Staatsausgaben ließen Staatsquote 2024 auf 49,5 Prozent steigen


Höhere Staatsausgaben ließen Staatsquote 2024 auf 49,5 Prozent steigen
Höhere Staatsausgaben ließen Staatsquote 2024 auf 49,5 Prozent steigen / Foto: MIGUEL MEDINA - AFP/Archiv

Höhere Staatsausgaben haben im Jahr 2024 zu einem Anstieg der Staatsquote geführt. Die Staatsquote betrug im vergangenen Jahr 49,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Das entsprach einem Plus von 1,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Die Staatsquote gibt an, wie hoch die Staatsausgaben im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung sind.

Textgröße ändern:

Der aktuelle Anstieg sei vor allem auf deutlich gestiegene Sozialleistungen zurückzuführen, erklärten die Bundesstatistiker weiter. Darunter fallen etwa Renten, Pflege- oder Bürgergeld sowie höhere soziale Sachleistungen wie für Klinikbehandlungen oder Pflege.

Die Staatsquote lag damit im vergangenen Jahr um 2,2 Prozentpunkte über dem langjährigen Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2024, der 47,3 Prozent beträgt. Den höchsten Wert in den vergangenen Jahren seit 1991 hatte die Staatsquote 1995 mit 55,2 Prozent erreicht. Dieser Höchststand war vor allem auf die Übernahme der Schulden der Treuhandanstalt durch das vereinigte Deutschland zurückzuführen. Weitere Höchstwerte wurden während der Coronapandemie verzeichnet, vor allem durch die Beschaffung und Abhaltung von Tests und Impfungen sowie Wirtschaftshilfen.

Im Vergleich mit den übrigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union lag die Staatsquote in Deutschland zuletzt im Mittelfeld. Der EU-Durchschnitt betrug im vergangenen Jahr 49,2 Prozent. Am höchsten lag die Quote nach Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat in Finnland mit 57,6 Prozent. Dahinter folgten Frankreich mit 57,1 und Österreich mit 56,3 Prozent.

Die niedrigste Staatsquote in der EU wies Irland mit 23,5 Prozent auf, das als Sitz bedeutender multinationaler Konzerne in den vergangenen zehn Jahren ein deutliches Wirtschaftswachstum verzeichnet hatte. Vergleichsweise niedrige Staatsquoten hatten 2024 auch Malta mit 38,3 und Litauen 39,5 Prozent.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Protest gegen Mileis Arbeitsmarktreform: Zusammenstöße in Argentinien

In Argentinien ist es bei Protesten gegen die geplante Arbeitsmarktreform von Präsident Javier Milei zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Beim vierten Generalstreik seit Mileis Amtsantritt versammelten sich am Donnerstag mehrere tausend Menschen vor dem Parlament in Buenos Aires. Einige Dutzend Demonstranten bewarfen Polizeibeamte mit Flaschen und Steinen. Die Beamten setzten Tränengas, Wasserwerfer und Gummigeschosse ein und nahmen mindestens ein Dutzend Menschen fest.

Stimmungstest für Merz: CDU-Parteitag soll Kanzler den Rücken stärken

Gut neun Monate ist Friedrich Merz als Kanzler im Amt - nun kommt für ihn ein wichtiger Stimmungstest in der eigenen Partei: Am Freitag startet in Stuttgart der CDU-Parteitag, der nicht nur eine Reihe kontroverser Themen diskutieren wird, sondern auch Merz als Vorsitzenden der Christdemokraten bestätigen soll. Generalsekretär Carsten Linnemann zeigte sich zuversichtlich, dass Merz trotz vieler Reibereien in der schwarz-roten Koalition ein "gutes Ergebnis" bekommt.

Trump setzt Iran Frist von 15 Tagen für Atomabkommen

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran für den Fall eines Scheiterns der laufenden Atomverhandlungen mit militärischer Gewalt binnen Wochen gedroht. "Wir müssen ein sinnvolles Abkommen schließen, sonst passieren schlimme Dinge", sagte Trump am Donnerstag in Washington. Er räumte dem Iran dafür eine Frist von zehn bis 15 Tagen ein.

Linnemann: CDU-Parteitag wird Merz den Rücken stärken

Beim CDU-Parteitag erwartet Generalsekretär Carsten Linnemann, dass die Delegierten sich klar hinter Kanzler Friedrich Merz stellen. "Wir werden ihm den Rücken stärken in unglaublich schwierigen Zeiten", sagte Linnemann am Donnerstag vor dem Parteitag in Stuttgart. Der Generalsekretär wollte sich bei der geplanten Wiederwahl von Merz am Freitag aber nicht auf einen Prozentsatz festlegen. Er gehe jedoch davon aus, dass es "ein gutes Ergebnis" werde.

Textgröße ändern: