Pallade Veneta - Konflikt nach Anschlag in Kaschmir: Indien schließt Luftraum für pakistanische Flugzeuge

Konflikt nach Anschlag in Kaschmir: Indien schließt Luftraum für pakistanische Flugzeuge


Konflikt nach Anschlag in Kaschmir: Indien schließt Luftraum für pakistanische Flugzeuge
Konflikt nach Anschlag in Kaschmir: Indien schließt Luftraum für pakistanische Flugzeuge / Foto: Tauseef MUSTAFA - AFP

Indien hat im Konflikt mit Pakistan den Luftraum für Flugzeuge aus dem Nachbarland geschlossen. Das Verbot gelte für alle in Pakistan registrierten oder angemieteten Flugzeuge und schließe auch militärische Flugzeuge ein, hieß es in einer Mitteilung der indischen Behörden an die Fluggesellschaften vom Mittwoch. Die Maßnahme gelte zunächst bis zum 23. Mai.

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Zuvor hatte Pakistan seinen Luftraum für Flugzeuge aus Indien gesperrt - eine von mehreren Strafmaßnahmen, mit denen sich die verfeindeten Atommächte seit dem tödlichen Angriff auf Touristen im indisch kontrollierten Teil von Kaschmir vom 22. März überzogen.

Der Konflikt könnte womöglich weiter eskalieren. Pakistans Informationsminister Attaullah Tarar hatte am frühen Mittwochmorgen erklärt, die Regierung verfüge über "glaubwürdige Geheimdienstinformationen", die besagten, "dass Indien innerhalb der nächsten 24 bis 36 Stunden einen Militärschlag ausführen will".

Am Dienstag hatte der indische Premierminister Narendra Modi seiner Armee "vollkommene operative Freiheit" gewährt, um auf "den Terrorangriff auf Zivilisten in Kaschmir" zu reagieren, wie es aus Regierungskreisen hieß. Seine Regierung hatte Pakistan vorgeworfen, den "grenzüberschreitenden Terror" zu unterstützen.

Am Mittwochmorgen meldete die indische Armee zudem in der sechsten Nacht in Folge Schusswechsel zwischen pakistanischen und indischen Soldaten an der Demarkationslinie in Kaschmir. Das pakistanische Militär bestätigte die Angaben nicht. Aus pakistanischen Sicherheitskreisen hieß es jedoch, zwei in den pakistanischen Luftraum eingedrungene Drohnen aus Indien seien abgeschossen worden.

Mindestens drei Männer hatten bei dem Angriff in Pahalgam im indisch kontrollierten Teil von Kaschmir 26 Touristen erschossen. Nach Angaben der indischen Polizei waren unter den flüchtigen Tätern zwei pakistanische Staatsbürger.

Die Region Kaschmir im nördlichen Himalaya mit rund 15 Millionen mehrheitlich muslimischen Einwohnern ist seit der Unabhängigkeit Indiens und Pakistans im Jahr 1947 geteilt. Beide Länder beanspruchen das Gebiet vollständig für sich und haben bereits zwei Kriege um die Kontrolle der Bergregion geführt.

L.Barone--PV

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