Pallade Veneta - Landesminister Pegel fordert Einblick in AfD-Gutachten für Bundesländer

Landesminister Pegel fordert Einblick in AfD-Gutachten für Bundesländer


Landesminister Pegel fordert Einblick in AfD-Gutachten für Bundesländer
Landesminister Pegel fordert Einblick in AfD-Gutachten für Bundesländer / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Christian Pegel (SPD) hat vom Verfassungsschutz Einblick für alle Bundesländer in das neuerliche Gutachten zur Einstufung der AfD gefordert. Er würde gerne beim Bundesamt zunächst selbst in das Gutachten schauen dürfen, sagte er am Freitag dem NDR. "Das gilt für alle Bundesländer." Bisher würden alle lediglich "die Schlagzeilen" kennen.

Textgröße ändern:

"Ich glaube, dass wir jetzt achtgeben müssen, dass nicht der Eindruck entsteht 'Wir haben zwar Gründe, aber wir nennen sie nicht'", führte Pegel aus. Es werde am Ende darum gehen, "dass man zumindest die harten Fakten, die dieses Ergebnis begründen, auch nennen darf".

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte am Freitagvormittag mitgeteilt, dass es die AfD fortan insgesamt als gesichert rechtsextremistisch einstuft. Dem war eine rund dreijährige Überprüfung vorausgegangen. Das komplette Gutachten dazu veröffentlichte die Behörde zunächst nicht.

Von dem Bochumer Politikwissenschaftler Oliver Lembcke kam Kritik an der Geheimhaltung. "Es ist verständlich, dass das BfV vorsichtig agiert – und aufgrund der Sensibilität des Themas und der Daten auch agieren muss", sagte er der "Welt am Sonntag". Jedoch werde diese Entscheidung "die öffentliche Debatte massiv beeinflussen".

"Wenn die Bürgerschaft sich ein Bild über die Lage und die Konsequenzen eines Verbots oder Verbleibs der AfD im deutschen Parteiensystem machen soll, dann reicht die Einstufung durch eine Behörde nicht aus", fuhr der Politologe fort. "Die staatlichen Akteure werden einen Ausgleich zwischen Quellenschutz und Entscheidungstransparenz finden müssen." Andernfalls wachse die Polarisierung.

C.Grillo--PV

Empfohlen

Erste Sitzung von Trumps "Friedensrat" begonnen: Hilfszusagen für Gaza erwartet

In Washington hat die erste Sitzung des sogenannten Friedensrats unter Vorsitz von US-Präsident Donald Trump begonnen. Das Wort Frieden sei einfach auszusprechen, Frieden sei aber schwer zu erreichen, sagte Trump am Donnerstag in seiner Eröffnungsansprache. Dabei behauptete er erneut, er habe acht Kriege beendet. Dazu zählt Trump unter anderem den russischen Angriffskrieg in der Ukraine.

Kampfdrohnen-Deal für Bundeswehr trifft parteiübergreifend auf Vorbehalte

Die geplante milliardenschwere Beschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr stößt parteiübergreifend auf Vorbehalte. Kritik gibt es unter anderem an der Beteiligung des Trump-Vertrauten Peter Thiel an einem der beiden beauftragten deutschen Rüstungs-Startups. Die Grünen-Verteidigungspolitikerin Sara Nanni warnte am Donnerstag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP vor einem versteckten Einfluss des umstrittenen US-Tech-Milliardärs. Bedenken gibt es auch bei SPD und Linken.

UNO: Vorgehen der RSF-Miliz im Sudan weist "Merkmale eines Völkermords" auf

Die paramilitärische RSF-Miliz im Sudan hat einer Untersuchung der UNO zufolge bei der Eroberung der Stadt Al-Faschir "Merkmale eines Völkermords" erfüllt. Bei ihrer Offensive auf die Provinzhauptstadt in der Region Darfur Ende Oktober habe die Miliz "drei Tage des absoluten Grauens" verursacht, für das die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden müssten, erklärte die UN-Untersuchungsmission für den Sudan am Donnerstag. Die RSF-Miliz kämpft seit April 2023 gegen die sudanesische Armee um Kontrolle in dem Land.

USA verstärken Angriffsdrohung gegen den Iran - Teheran pocht auf Urananreicherung

Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran droht eine weitere Eskalation: Während die US-Regierung ihre Angriffsdrohungen aufrecht hielt, bekräftigte der Iran seinen Anspruch auf Urananreicherung. Die Bundeswehr zog angesichts der Spannungen in der Region weitere Soldaten auf dem Nordirak ab. Polen rief seine Staatsbürger zur sofortigen Ausreise aus dem Iran auf. Die Gefahr eines militärischen Konflikts sei "sehr real", erklärte der polnische Regierungschef Donald Tusk.

Textgröße ändern: