Pallade Veneta - Sieben Iraner in Großbritannien unter Terrorverdacht festgenommen

Sieben Iraner in Großbritannien unter Terrorverdacht festgenommen


Sieben Iraner in Großbritannien unter Terrorverdacht festgenommen
Sieben Iraner in Großbritannien unter Terrorverdacht festgenommen / Foto: Daniel LEAL - AFP/Archiv

Sieben Iraner und ein weiterer Mann sind in Großbritannien unter Terrorverdacht festgenommen worden. Wie die Polizei am Sonntag berichtete, erfolgten die Festnahmen im Zuge zweier getrennter Ermittlungsverfahren. Demnach wurden vier Iraner und ein weiterer Verdächtiger am Samstag wegen eines mutmaßlichen Anschlagsplans "gegen ein spezifisches Gebäude" festgenommen. Ebenfalls am Samstag wurden zudem drei Iraner in London gefasst.

Textgröße ändern:

Innenministerin Yvette Cooper sprach von "schwerwiegenden Vorfällen". Diese zeigten die Notwendigkeit, "unsere Reaktion auf Bedrohungen der nationalen Sicherheit ständig anzupassen", sagte Cooper der Nachrichtenagentur PA.

Es werde geprüft, ob weiterhin eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe, sagte der für Terrorabwehr zuständige Abteilungsleiter der Metropolitan Police, Dominic Murphy. Die Ermittlungen befänden sich noch in einem frühen Stadium.

Die britische Regierung beobachtet das Vorgehen iranischer Vertreter auf britischem Boden mit besonderem Misstrauen. Großbritannien hatte den Iran im März im Rahmen eines neu eingerichteten Bewertungssystems als erstes Land als besondere Bedrohung eingestuft.

Die Regierung hatte das System geschaffen, um nach eigenen Worten besser gegen "verdeckte ausländische Einflussnahme" vorgehen zu können. Alle Iraner, die in Großbritannien für den Iran, dessen Geheimdienste oder die Iranischen Revolutionswächter arbeiten, müssen sich damit bei den britischen Behörden registrieren, andernfalls droht Gefängnis.

Zwischen 2022 und Oktober vergangenen Jahres vereitelten die britischen Behörden nach Angaben des Inlandsgeheimdienstes MI5 insgesamt 20 vom Iran unterstütze Anschlagspläne, die eine "potenziell tödliche Bedrohung" darstellten.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

Urteil: Abschiebung in Herkunftsland trotz Schutzstatus in Griechenland möglich

Abgelehnten Asylbewerbern, denen zuvor in Griechenland Schutz gewährt wurde, darf die Abschiebung in ihr Herkunftsland angedroht werden. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschied am Donnerstag über solche Fälle. Die Betroffenen durften wegen einer dort drohenden unmenschlichen Behandlung nicht nach Griechenland zurückgebracht werden. (Az. 1 C 24.25 und 1 C 16.25)

Studie: Zustimmung zu Idee der Demokratie ist riesig - aber Kritik an Umsetzung

Die allermeisten Menschen in Deutschland stimmen der Idee der Demokratie zu - doch nur 60 Prozent sind derzeit mit dem Funktionieren der Demokratie zufrieden. In Ostdeutschland sagt das mit 51 Prozent sogar nur etwas mehr als die Hälfte, wie der am Donnerstag vorgestellte "Deutschland-Monitor 2025" ergab. Zugleich ergab die Studie, dass rund ein Fünftel zumindest in Teilen für autoritäre Ideen empfänglich ist - im Osten sogar ein Viertel.

Von der Leyen plant Grönland-Besuch im März

Nach der vorläufigen Entschärfung des Grönland-Streits mit US-Präsident Donald Trump will EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im kommenden Monat die Arktisinsel besuchen. Von der Leyen plane "im März einen Besuch in der Arktisregion, einschließlich Grönland", sagte ihre Sprecherin Paula Pinho am Donnerstag in Brüssel. Ein konkretes Datum oder weitere Details stünden noch nicht fest, fügte Pinho hinzu.

Gericht erlaubt AfD-Termin in Ettlingen und verbietet vorsorglich Auftritt Sellners

Die Stadt Ettlingen in Baden-Württemberg muss der AfD für eine Wahlkampfveranstaltung einen Saal zur Verfügung stellen. Der österreichische Rechtsextremist Martin Sellner darf aber nicht auftreten, wie das Verwaltungsgericht Karlsruhe nach Angaben vom Donnerstag entschied. Im Vorfeld war darüber spekuliert worden, dass Sellner bei dem sogenannten Bürgerdialog unter dem Titel "Remigration Theorie und Praxis" auftauchen könnte.

Textgröße ändern: