Pallade Veneta - Linken-Chefin: Wir müssen wieder ein Klassenbewusstsein entwickeln

Linken-Chefin: Wir müssen wieder ein Klassenbewusstsein entwickeln


Linken-Chefin: Wir müssen wieder ein Klassenbewusstsein entwickeln
Linken-Chefin: Wir müssen wieder ein Klassenbewusstsein entwickeln / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Die Linken-Spitze will ihre Neuausrichtung entlang eines neuen Klassenbewusstseins gestalten. "Wir sollten nicht mehr in Tarnbegriffen reden, sondern von Klasse und demokratischem Sozialismus", sagte Ko-Chefin Ines Schwerdtner der "Welt" vom Montag. Die Linke sei keine bloße Ansammlung verschiedener Kleinstinteressen. Das müsse die Partei wieder stärker betonen. Die Linke trifft sich am kommenden Freitag und Samstag zu einem Parteitag in Chemnitz.

Textgröße ändern:

Um ihre Ausrichtung stärker zu betonen, "müssen wir ein Klassenbewusstsein entwickeln, das uns auch im Wahlkampf schon stark gemacht hat", fuhr Schwerdtner fort. "In unserer Gesellschaft gibt es ein Oben und ein Unten, es gibt Reiche und die breite Bevölkerung."

Für den Parteitag veröffentlichte die Parteispitze um Schwerdtner und Ko-Chef Jan van Aken einen Leitantrag, der sich mit der Weiterentwicklung der Linken als "sozialistische Mitgliederpartei" beschäftigt, um in den kommenden Jahren eine "wirksame" Opposition sein zu können. Dabei versteht sich die Partei auch als Bollwerk gegen die erstarkte AfD.

Die Linke will außerdem einen Umgang mit ihren vielen Neumitgliedern finden, im vergangenen Jahr konnte die Partei ihre Mitglieder auf 120.000 verdoppeln. Die Neuzugänge würden nun geschult, sagte Schwerdtner der "Welt". "Der großen Masse der Neumitglieder müssen wir Grundlagen vermitteln: ABC des Marxismus, Organisation eines Kreisverbands, wie geht Wahlkampf." Der Partei seien vor allem junge Frauen beigetreten und die Linke sei nun eine völlig neue Partei.

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

Nach einigen Tagen Ruhe: USA melden Abwehr von neuen iranischen Raketenangriffen

Nach einigen Tagen ohne gegenseitige Attacken hat die US-Armee neue Raketenangriffe des Iran gemeldet. Die Truppen Teherans hätten einen "Überraschungsangriff auf im Nahen Osten stationierte US-Streitkräfte" versucht, erklärte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am Dienstagabend (Ortszeit). "Alle iranischen Raketen wurden erfolgreich abgefangen."

Baerbock fordert eine Generalsekretärin an der Spitze der Vereinten Nationen

Die scheidende Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock (Grüne), hat sich explizit für eine Nachfolgerin von UN-Generalsekretär António Guterres ausgesprochen. "Es ist Zeit für eine Frau", sagte Baerbock der "Süddeutschen Zeitung" vom Mittwoch. Bislang hatten ausschließlich Männer das mächtigste Amt bei den Vereinten Nationen inne.

Nach CSD-Anschlag: Grüne kritisieren Dobrindts Pläne für härteres Strafrecht

Der Grünen-Innenpolitiker Konstantin von Notz hat Pläne von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) zur Verschärfung des Strafrechts nach dem Berliner CSD-Anschlag kritisiert. In der Vergangenheit sei bereits die Erfahrung gemacht worden, "dass schwerste Straftaten auch von Menschen, die eine Fußfessel trugen, begangen worden sind", sagte von Notz der "Rheinischen Post" vom Mittwoch.

Trauerfeier: Trump würdigt Lindsey Graham als respektierten Staatsmann

Gut zwei Wochen nach dem Tod des US-Senators Lindsey Graham hat Präsident Donald Trump den Republikaner als respektierten Staatsmann gewürdigt. Trump sagte am Dienstag bei der Trauermesse in der Nationalkathedrale in Washington, Graham habe es aus einfachen Verhältnissen zu weltweiter Anerkennung gebracht. An der Gedenkfeier nahmen unter anderem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu teil.

Textgröße ändern: