Pallade Veneta - Israels Armeechef kündigt Ausweitung von Offensive im Gazastreifen an

Israels Armeechef kündigt Ausweitung von Offensive im Gazastreifen an


Israels Armeechef kündigt Ausweitung von Offensive im Gazastreifen an
Israels Armeechef kündigt Ausweitung von Offensive im Gazastreifen an / Foto: Menahem Kahana - AFP

Der israelische Armeechef Ejal Samir hat eine Ausweitung des Militäreinsatzes gegen die radikalislamische Hamas im Gazastreifen angekündigt. In den kommenden Tagen würden zehntausende Einberufungsbescheide an Reservisten verschickt, "um unseren Einsatz im Gazastreifen zu intensivieren und auszuweiten", erklärte Samir am Sonntag. Israel erhöhe den Druck, um die israelischen Geiseln nach Hause zu holen und die Hamas zu besiegen. Das israelische Sicherheitskabinett wollte am Abend über die Pläne beraten.

Textgröße ändern:

Die Armee werde im Gazastreifen in "weiteren Zonen" vorgehen und die gesamte Infrastruktur der islamistischen Hamas in dem Palästinensergebiet sowohl über als auch unter der Erde zerstören, kündigte Armeechef Samir an. Laut Medienberichten sollen die nun einberufenen Reservisten in Israel und im besetzten Westjordanland stationierte Soldaten ersetzen, damit diese zum Kampf in den Gazastreifen geschickt werden können.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu drohte am Sonntag unterdessen dem Iran und der Huthi-Miliz im Jemen mit Vergeltung, nachdem eine vom Jemen aus abgefeuerte Rakete auf dem Gelände des Flughafens von Tel Aviv eingeschlagen war und sechs Menschen verletzt hatte.

"Die Angriffe der Huthis gehen vom Iran aus", schrieb Netanjahu im Onlinedienst X. "Israel wird auf den Angriff der Huthis auf unseren Hauptflughafen reagieren und zu gegebener Zeit und an einem Ort unserer Wahl auf ihre iranischen Terrorherren."

Die Huthi-Miliz gehört neben der Hisbollah im Libanon und der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Palästinenserorganisation Hamas zu der vom Iran angeführten und gegen Israel und die USA gerichteten "Achse des Widerstands". Seit Beginn des Gaza-Kriegs feuerten die Huthis mehrfach Raketen auf Israel ab - nach eigener Darstellung "aus Solidarität" mit der Hamas.

Nach dem Angriff auf den Flughafen von Tel Aviv setzten die Lufthansa und mehrere weitere Fluggesellschaften ihre Flüge von und nach Tel Aviv vorerst aus.

Auslöser des Gaza-Kriegs war der Großangriff der radikalislamischen Hamas und verbündeter Kämpfer auf Israel am 7. Oktober 2023. Dabei wurden rund 1200 Menschen getötet und 251 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Israel startete als Reaktion einen Militäreinsatz im Gazastreifen. Dabei wurden nach von unabhängiger Seite nicht überprüfbaren Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörden bislang mehr als 52.500 Menschen getötet.

D.Bruno--PV

Empfohlen

Urteil: Abschiebung in Herkunftsland trotz Schutzstatus in Griechenland möglich

Abgelehnten Asylbewerbern, denen zuvor in Griechenland Schutz gewährt wurde, darf die Abschiebung in ihr Herkunftsland angedroht werden. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschied am Donnerstag über solche Fälle. Die Betroffenen durften wegen einer dort drohenden unmenschlichen Behandlung nicht nach Griechenland zurückgebracht werden. (Az. 1 C 24.25 und 1 C 16.25)

Studie: Zustimmung zu Idee der Demokratie ist riesig - aber Kritik an Umsetzung

Die allermeisten Menschen in Deutschland stimmen der Idee der Demokratie zu - doch nur 60 Prozent sind derzeit mit dem Funktionieren der Demokratie zufrieden. In Ostdeutschland sagt das mit 51 Prozent sogar nur etwas mehr als die Hälfte, wie der am Donnerstag vorgestellte "Deutschland-Monitor 2025" ergab. Zugleich ergab die Studie, dass rund ein Fünftel zumindest in Teilen für autoritäre Ideen empfänglich ist - im Osten sogar ein Viertel.

Von der Leyen plant Grönland-Besuch im März

Nach der vorläufigen Entschärfung des Grönland-Streits mit US-Präsident Donald Trump will EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im kommenden Monat die Arktisinsel besuchen. Von der Leyen plane "im März einen Besuch in der Arktisregion, einschließlich Grönland", sagte ihre Sprecherin Paula Pinho am Donnerstag in Brüssel. Ein konkretes Datum oder weitere Details stünden noch nicht fest, fügte Pinho hinzu.

Gericht erlaubt AfD-Termin in Ettlingen und verbietet vorsorglich Auftritt Sellners

Die Stadt Ettlingen in Baden-Württemberg muss der AfD für eine Wahlkampfveranstaltung einen Saal zur Verfügung stellen. Der österreichische Rechtsextremist Martin Sellner darf aber nicht auftreten, wie das Verwaltungsgericht Karlsruhe nach Angaben vom Donnerstag entschied. Im Vorfeld war darüber spekuliert worden, dass Sellner bei dem sogenannten Bürgerdialog unter dem Titel "Remigration Theorie und Praxis" auftauchen könnte.

Textgröße ändern: