Pallade Veneta - Steinmeier will Israel zu Mäßigung aufrufen - Besuch in kommender Woche

Steinmeier will Israel zu Mäßigung aufrufen - Besuch in kommender Woche


Steinmeier will Israel zu Mäßigung aufrufen - Besuch in kommender Woche
Steinmeier will Israel zu Mäßigung aufrufen - Besuch in kommender Woche / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will die israelische Regierung bei seinem Besuch in der kommenden Woche zur Mäßigung im Umgang mit den Palästinensern aufrufen. Angesichts der aktuellen Eskalation der Lage wolle Steinmeier "seine israelischen Gesprächspartner erneut aufrufen, die Zivilbevölkerung in Gaza zu schützen und das humanitäre Völkerrecht zu achten", hieß es am Mittwoch aus dem Bundespräsidialamt.

Textgröße ändern:

Er wolle Israel zudem "dringend" zu einem Einstieg in diplomatische Verhandlungen mit den arabischen Nachbarn ermuntern. "Wir schauen mit größter Sorge auf Israel", hieß es aus Steinmeiers Umfeld. "Wir schauen mit größter Sorge auf das Leiden der Zivilbevölkerung im Gazastreifen."

Bei seinen Besuchen in arabischen Ländern habe der Bundespräsident den Eindruck gewonnen, "dass die Bereitschaft, den Einstieg in diplomatische Lösungen zu finden, auf Seiten der regionalen Akteure sehr groß ist, vielleicht groß wie selten zuvor". Steinmeiers Eindruck sei, "dass Israel diese Möglichkeit dringend nutzen muss, da der Krieg ein Ende finden muss".

Bereits am Wochenende, kurz vor Steinmeiers Besuch, soll der neue Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) Israel besuchen. Dies kündigte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Dienstagabend in der ARD an.

Am kommenden Montag jährt sich die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel zum 60. Mal. Israels Präsident Isaac Herzog wird am Montag aus diesem Anlass nach Berlin kommen. Am Dienstag und Mittwoch bereisen Herzog und Steinmeier jeweils mit Ehefrauen dann gemeinsam Israel.

Es sei eine Premiere, dass "beide Präsidentenpaare beide Länder gemeinsam bereisen werden", hieß es dazu aus dem Bundespräsidialamt. "Dieser Doppelbesuch ist ein Ausdruck der Freundschaft der beiden Länder, aber auch der beiden Präsidenten zueinander."

Deutschland und Israel hatten am 12. Mai 1965 diplomatische Beziehungen aufgenommen. Angesichts der deutschen Verbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus war der Beginn der Annäherung schwierig. Letztlich endete sie aber in einer besonderen Freundschaft beider Länder. Diese ist jedoch aktuell wegen des Vorgehens Israels im Gazastreifen einer großen politischen Belastung ausgesetzt.

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Netanjahu trifft Trump inmitten von Iran-Krieg - Weißes Haus: "Positive" Gespräche

Mitten im Iran-Krieg ist Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu zu Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump in Washington zusammengetroffen. Die Begegnung der beiden Politiker fand am Dienstag hinter verschlossenen Türen statt und dauerte rund anderthalb Stunden, wie das Weiße Haus mitteilte. Beide Seiten äußerten sich im Anschluss zufrieden über das Treffen, nachdem es in den vergangenen Monaten deutliche Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Politikern gegeben hatte.

Patriot-Lizenzen: Selenskyj lobt "gutes Treffen" mit Trump

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich nach seinem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump in Washington zufrieden gezeigt. Es sei ein "gutes Treffen" gewesen, erklärte Selenskyj am Dienstag im Onlinedienst X. Er habe mit Trump unter anderem "über Lizenzen für die Produktion von Patriot-Abfangraketen" verhandelt. Ein weiteres Thema seien die Friedensbemühungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs gewesen. "Es ist wichtig, dass der diplomatische Prozess wiederbelebt wird", schrieb Selenskyj.

UN-Generalsekretär Guterres: "Sehr konstruktive Treffen" auf geteilter Insel Zypern

Neun Jahre nach gescheiterten Friedensgesprächen unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen hat UN-Generalsekretär António Guterres auf der geteilten Mittelmeerinsel Zypern neue Gespräche auf beiden Seiten geführt. Er sprach am Dienstag von "zwei sehr konstruktiven Treffen". Das Präsidialamt der griechischsprachigen Republik Zypern erklärte, Ziel bleibe eine zweiteilige Föderation. Der Präsident der Türkischen Republik Nordzypern, Tufan Erhürman, warb um "Vertrauen". Er befürwortet anders als der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan eine Wiedervereinigung auf der Insel.

Netanjahu am Weißen Haus eingetroffen

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu ist am Dienstag am Weißen Haus in Washington eingetroffen. Er wollte dort zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs vor sechs Monaten persönlich mit US-Präsident Donald Trump über die Lage beraten. Die Beziehung zwischen Netanjahu und Trump hatte sich wegen unterschiedlicher Vorstellungen zuletzt abgekühlt.

Textgröße ändern: