Pallade Veneta - Gewerkschaften fordern Verbesserung von Finanzierung und Bedingungen in der Pflege

Gewerkschaften fordern Verbesserung von Finanzierung und Bedingungen in der Pflege


Gewerkschaften fordern Verbesserung von Finanzierung und Bedingungen in der Pflege
Gewerkschaften fordern Verbesserung von Finanzierung und Bedingungen in der Pflege / Foto: JOEL SAGET - AFP/Archiv

Zum Internationalen Tag der Pflegenden am Montag fordern die Gewerkschaften die Bundesregierung auf, gegen Personalmangel und Unterfinanzierung in der Pflege vorzugehen. Sowohl der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) als auch die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi warnten am Sonntag vor einem drohenden "Kollaps" in der Pflege. Der DGB kündigte zusammen eine Petition mit mehr als 100.000 Unterschriften an.

Textgröße ändern:

Diese entstand im Bündnis mit anderen Organisationen wie etwa dem Paritätischen Gesamtverband und dem Sozialverband Deutschland und soll am Montag übergeben werden. Die neue Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) müsse "sofort die Eigenanteile deckeln und eine Pflegevollversicherung einführen", forderte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel.

Die Pflegeversicherung soll dem DGB zufolge durch einen dynamisierten steuerlichen Bundeszuschuss gestärkt werden. Versicherungsfremde Leistungen sollten künftig aus Steuermitteln finanziert werden. Perspektivisch sollten außerdem alle in die soziale Pflegeversicherung einbezogen werden.

Verdi forderte gute Rahmenbedingungen in der Kranken- und Altenpflege. "Ständige Überlastung und das schlechte Gewissen, kranke und pflegebedürftige Menschen nicht professionell versorgen zu können, treibt nach wie vor viele Pflegekräfte aus diesem wunderbaren Beruf", erklärte Vorstandsmitglied Sylvia Bühler. Die neue Bundesregierung müsse "bedarfsgerechte und verbindliche Vorgaben zur Personalausstattung machen, um den Teufelskreis von Personalnot, hoher Belastung und Berufsflucht zu durchbrechen."

Verdi sprach sich dafür aus, die Beiträge zur Pflegeversicherung nicht nur auf Löhne, sondern zum Beispiel auch auf Aktiengewinne und Mieteinnahmen zu erheben.

Der Sozialverband VdK plädierte für eine bessere Unterstützung pflegender Angehöriger. "Wir fordern einen Pflegelohn, der die wichtige und wertvolle Arbeit von Angehörigen anerkennt und finanziell würdigt", erklärte VdK-Präsidentin Verena Bentele.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

Thüringen: Prozess gegen Iraker wegen mutmaßlicher IS-Mitgliedschaft

Vor dem Thüringer Oberlandesgericht in Jena muss sich seit Dienstag ein Iraker wegen Mitgliedschaft in der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verantworten. Laut Anklage soll sich der im Jahr 1960 geborene Angeklagte im Irak freiwillig dem IS angeschlossen und in verschiedenen Funktionen für die Miliz tätig gewesen sein, unter anderem in leitender Position im Bereich Propaganda sowie als Kämpfer.

Autoanschlag auf Verdi-Demonstration in München: Anklage fordert lebenslange Haft

Die Menschen flogen wie beim Bowling: Mit erschütternden Details aus den Zeugenvernehmungen hat die Bundesanwaltschaft am Dienstag ihr Plädoyer im Prozess um den Autoanschlag auf die Verdi-Demonstration im Februar 2025 in München untermauert. Vor dem Oberlandesgericht München forderten die Ankläger für den aus Afghanistan stammenden Farhad N. wegen zweifachen Mordes und 22-fachen versuchten Mordes eine lebenslange Haftstrafe und außerdem die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld.

CSU rechnet mit gutem Wahlergebnis für neuen Unionsfraktionschef Frei

Die CSU im Bundestag rechnet bei der Wahl des designierten Unionsfraktionschefs Thorsten Frei (CDU) mit großer Unterstützung. "Dieser Vorschlag hat sehr viel Wohlwollen und Zustimmung ausgelöst", sagte CSU-Landesgruppen Alexander Hoffmann im Bayerischen Rundfunk. Er glaube deshalb, dass es für den bisherigen Kanzleramtsminister am Mittwoch "ein gutes Ergebnis geben wird".

UN-Generalsekretär in Zypern: Gespräche mit griechischer und türkischer Seite

UN-Generalsekretär António Guterres hält sich zu Gesprächen mit der griechischen und türkischen Seite in Zypern auf. Er befinde sich auf der Mittelmeerinsel, um seinen Einsatz für die "Suche nach einer umfassenden und nachhaltigen Lösung der Zypernfrage zu bekunden", erklärte Guterres am Dienstag im Onlinedienst X. Es ist der erste Besuch eines UN-Generalsekretärs auf der geteilten Insel seit 2010.

Textgröße ändern: