Pallade Veneta - Papst Leo XIV. bietet Vermittlung des Vatikan zwischen Kriegsparteien an

Papst Leo XIV. bietet Vermittlung des Vatikan zwischen Kriegsparteien an


Papst Leo XIV. bietet Vermittlung des Vatikan zwischen Kriegsparteien an
Papst Leo XIV. bietet Vermittlung des Vatikan zwischen Kriegsparteien an / Foto: Alberto PIZZOLI - AFP

Der neue Papst Leo XIV. hat bei einem Treffen mit Vertretern der katholischen Ostkirchen eine Vermittlung zwischen Kriegsparteien angeboten. "Der Heilige Stuhl steht immer bereit, um Feinde zusammenzubringen, von Angesicht zu Angesicht, damit sie miteinander sprechen", sagte das Kirchenoberhaupt am Mittwoch im Vatikan. Dabei gehe es darum, "dass die Menschen überall wieder Hoffnung schöpfen und die Würde wiederfinden können, die sie verdienen, die Würde des Friedens".

Textgröße ändern:

Er werde persönlich "alles dafür tun, dass dieser Frieden herrscht", fügte der Papst hinzu. "Die Menschen in unserer Welt wünschen sich Frieden", sagte Leo weiter. "Ihre Anführer bitte ich von ganzem Herzen: Lasst uns uns treffen, lasst uns miteinander sprechen, lasst uns verhandeln!"

Der Papst forderte zudem den Schutz christlicher Minderheiten in Ländern des Nahen Ostens. "Christen müssen die Möglichkeit erhalten, in ihren Heimatländern zu bleiben, mit allen Rechten, die es für eine sichere Existenz braucht", sagte er. Die Zusicherung dieser Rechte dürften nicht nur Lippenbekenntnisse sein. Er rief die Christen in den Ländern des Nahen Ostens dazu auf, ihre Heimat nicht aufzugeben und "der Versuchung, diese zu verlassen" nicht nachzugeben.

"Wer könnte besser als ihr sogar angesichts von abgrundtiefer Gewalt ein Lied der Hoffnung singen?", sagte Leo an die Vertreter der Ostkirchen aus Osteuropa, dem Nahen Osten, Indien und Teilen Afrikas gewandt. Das Treffen war im Vorfeld der Feierlichkeiten zum Heiligen Jahr einberufen worden.

Der in Chicago geborene Augustiner Robert Prevost war am Donnerstag vergangener Woche zum 267. Papst gewählt worden. Er hatte bereits das Gebet am Sonntag genutzt, um vor zehntausenden Menschen auf dem Petersplatz zur Beendigung aller Kriege aufzurufen. Am kommenden Sonntag wird auf dem Petersplatz die feierliche Inthronisierung des neuen katholischen Kirchenoberhaupts zelebriert.

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Sondersitzung von Innenausschuss in Berliner Abgeordnetenhaus nach CSD-Anschlag

Nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) kommt der Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses am Mittwoch zu einer Sondersitzung zusammen. Auf der am Dienstag veröffentlichten Tagesordnung stehen Anträge aller Fraktionen zu dem Thema. CDU und SPD sowie die Oppositionsfraktionen Grüne und Linke stellten jeweils Anträge, wonach der Anschlag im Allgemeinen besprochen werden soll. Die AfD, die ebenfalls der Opposition angehört, will über islamistische Gefährder und IS-Netzwerke in Berlin sprechen.

SPD-Innenpolitiker: Nach CSD-Anschlag müssen alle Instrumentarien auf den Tisch

Nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin hat sich der SPD-Innenpolitiker Sebastian Fiedler dafür ausgesprochen, alle Instrumentarien "auf den Tisch" zu legen. Es gehöre jetzt ernsthaft alles in die Debatte, "was die Situation verbessern kann und was das Risiko noch weiter herunterfährt, dass es tatsächlich zu Taten kommt", sagte Fiedler am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin".

Netanjahu trifft Trump in Washington

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu kommt am Dienstag nach Angaben seines Büros mit US-Präsident Donald Trump in Washington zusammen. Es wäre das siebte Treffen der beiden Politiker seit dem Wiedereinzug des US-Präsidenten ins Weiße Haus im Januar 2025. Die Beziehung zwischen Netanjahu und Trump hatte sich zuletzt wegen unterschiedlicher Vorstellungen im Iran-Krieg abgekühlt.

Trump empfängt Selenskyj im Weißen Haus

US-Präsident Donald Trump empfängt am Dienstag den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus. Dabei geht es um die aktuelle Lage in dem mehr als vierjährigen russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die Beziehungen zwischen Trump und Selenskyj hatten sich in den vergangenen Monaten deutlich verbessert. Der US-Präsident lobte den Ukrainer als "mutig".

Textgröße ändern: