Pallade Veneta - Weidel kritisiert Migrationspolitik von Schwarz-Rot als unzureichend

Weidel kritisiert Migrationspolitik von Schwarz-Rot als unzureichend


Weidel kritisiert Migrationspolitik von Schwarz-Rot als unzureichend
Weidel kritisiert Migrationspolitik von Schwarz-Rot als unzureichend / Foto: John MACDOUGALL - AFP

AfD-Chefin Alice Weidel hat die Migrationspolitik der neuen Bundesregierung als unzureichend und nicht zielführend kritisiert. Die in der vergangenen Wochen angeordneten verschärften Grenzkontrollen müssten "lückenlos und dauerhaft" fortgeführt werden, sagte Weidel am Mittwoch im Bundestag nach der Regierungserklärung von Kanzler Friedrich Merz (CDU). Die "illegale Einwanderung nach Deutschland und in die deutschen Sozialsysteme muss auf Null zurückgefahren werden", sagte Weidel weiter.

Textgröße ändern:

Die von Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) angekündigten Zurückweisungen sollten "nur ein erster Schritt" dahin sein, betonte Weidel. Darüber hinaus müssten "Migrationsmagneten" abgestellt werden, forderte die AfD-Chefin. Sie nannte das Bürgergeld und den Familiennachzug. Weidel warf Merz vor, seine Wahlversprechen von mehr Rückführungen nicht umsetzen zu können, weil er mit der SPD koaliere und sich dem "Dogma der antidemokratischen Brandmauer" zur AfD unterworfen habe.

Die AfD-Chefin sagte, das zuletzt fertiggestellte Gutachten des Verfassungsschutzes "zementiert dieses Dogma willkürlich und missbräuchlich". Sie sprach damit die Hochstufung ihrer Partei zur gesichert rechtsextremistischen Bestrebung durch den Verfassungsschutz Anfang Mai an.

"Die Diffamierung des Verfassungsschutzes" sei "aberwitzig", betonte Weidel. Gegen die Hochstufung hatte die AfD Klage eingereicht. Der Verfassungsschutz setzte daraufhin die Hochstufung vorerst auf Eis und führt die Partei bis auf Weiteres wieder nur als Verdachtsfall. Inhaltlich hält die Behörde aber an ihrer Einschätzung fest.

Weidel nannte Merz im Bundestag mit Blick auf dessen gescheiterten ersten Wahlgang am vergangenen Dienstag einen "Kanzler zweiter Wahl". In Richtung von Merz sagte sie: "Diesen Makel werden Sie nicht mehr los." Sie kritisierte zudem erneut das mit den Mehrheiten des alten Bundestags beschlossene Schuldenpaket für Verteidigung und Infrastruktur.

D.Bruno--PV

Empfohlen

Slowakei droht Ukraine wegen blockierter Pipeline mit Gegenmaßnahmen

Die slowakische Regierung hat der von Russland angegriffenen Ukraine mit der Einstellung von Stromlieferungen gedroht, falls das Nachbarland nicht wieder eine Pipeline in Betrieb nimmt, durch die russisches Öl in die Slowakei und nach Ungarn gelangt. Zudem rief Ministerpräsident Robert Fico am Mittwoch den Notstand für die Ölversorgung aus. 250.000 Tonnen aus der Notreserve sollten freigegeben werden, sagte er bei einer Pressekonferenz.

SPD und Grüne offen für Nicht-Politiker im Schloss Bellevue

SPD und Grüne haben sich offen für eine neue Bundespräsidentin oder einen neuen Bundespräsidenten ohne politische Erfahrung gezeigt. Zwar sei es hilfreich, wenn die Kandidatin oder der Kandidat zuvor in der Politik gewesen sei, das sei aber "keine zwingende Voraussetzung und sollte auch nicht die Vorgabe sein", sagte SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese dem ZDF.

Tod eines Ultrarechten: In Frankreich wächst der Druck auf Linkspopulisten

Nach dem tödlichen Angriff mutmaßlicher Linksextremisten auf einen ultrarechten Aktivisten in Frankreich gerät die linkspopulistische Partei La France Insoumise (LFI) zunehmend unter Druck. Die Regierung forderte den vorläufigen Fraktionsausschluss eines LFI-Abgeordneten mit Verbindungen zur linksextremen Szene. Am Mittwoch musste zudem die LFI-Parteizentrale nach einer Bombendrohung zeitweise geräumt werden.

Luftkampfsystem FCAS auf der Kippe: Merz stellt Projekt in Frage

Das geplante deutsch-französische Luftkampfsystem FCAS steht auf der Kippe: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) stellte das 100-Milliarden-Euro-Projekt erstmals offen in Frage. In dem am Mittwoch veröffentlichten Podcast "Machtwechsel" verwies Merz auf die unterschiedlichen Anforderungen an ein Kampfjet der neuen Generation in Frankreich und Deutschland. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bekräftigte seinerseits sein Festhalten an dem Vorhaben.

Textgröße ändern: