Pallade Veneta - Kriegswaffen und Bunker: Mutmaßlicher Reichsbürger in Niedersachsen festgenommen

Kriegswaffen und Bunker: Mutmaßlicher Reichsbürger in Niedersachsen festgenommen


Kriegswaffen und Bunker: Mutmaßlicher Reichsbürger in Niedersachsen festgenommen
Kriegswaffen und Bunker: Mutmaßlicher Reichsbürger in Niedersachsen festgenommen / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

In Niedersachsen hat die Polizei bei einem mutmaßlichen Reichsbürger ein Waffenlager samt Bunkeranlage entdeckt. Die Beamten fanden bei der Durchsuchung ein Arsenal unter anderem mit umgebauten Kriegswaffen und vollautomatischen Gewehren, wie die Polizei in Lingen am Mittwoch mitteilte. Der 57-jährige Verdächtige wurde in Untersuchungshaft genommen.

Textgröße ändern:

Der Mann wird den Angaben zufolge einer Gruppe namens Vereinte Nation wenea zugerechnet. Laut Verfassungsschutz gilt sie als Reichsbürgervereinigung. Die Gruppe will mit politischen und rechtlichen Strukturen eine eigene Staatsform errichten.

Der Mann geriet demnach in den Verdacht, der Gruppierung anzugehören und sich bewaffnet zu haben. Bei der Durchsuchung seines privaten Wohn- und Gewerbegrundstücks in Lohne im Kreis Grafschaft Bentheim in der vergangenen Woche entdeckte die Polizei dann unterhalb einer dortigen Gewerbehalle eine ausgestattete Bunkeranlage.

Zudem wurden zahlreiche Schusswaffen, Munition und weitere Beweise beschlagnahmt. Der 57-Jährige war polizeilich bislang nicht in Erscheinung getreten. Ihm werden nun mehrere Verstöße gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen. Ein Haftrichter erließ Untersuchungshaftbefehl.

Die Reichsbürgerszene besteht aus diversen Gruppen und unorganisierten Einzelvertretern. Ihre Mitglieder erkennen die Bundesrepublik nicht als legitimen Staat an. Es gibt Überschneidungen mit Rechtsextremisten und Anhängern von Verschwörungsideologien, Teile der Reichsbürgerszene gelten als gewaltbereit.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

Slowakei droht Ukraine wegen blockierter Pipeline mit Gegenmaßnahmen

Die slowakische Regierung hat der von Russland angegriffenen Ukraine mit der Einstellung von Stromlieferungen gedroht, falls das Nachbarland nicht wieder eine Pipeline in Betrieb nimmt, durch die russisches Öl in die Slowakei und nach Ungarn gelangt. Zudem rief Ministerpräsident Robert Fico am Mittwoch den Notstand für die Ölversorgung aus. 250.000 Tonnen aus der Notreserve sollten freigegeben werden, sagte er bei einer Pressekonferenz.

SPD und Grüne offen für Nicht-Politiker im Schloss Bellevue

SPD und Grüne haben sich offen für eine neue Bundespräsidentin oder einen neuen Bundespräsidenten ohne politische Erfahrung gezeigt. Zwar sei es hilfreich, wenn die Kandidatin oder der Kandidat zuvor in der Politik gewesen sei, das sei aber "keine zwingende Voraussetzung und sollte auch nicht die Vorgabe sein", sagte SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese dem ZDF.

Tod eines Ultrarechten: In Frankreich wächst der Druck auf Linkspopulisten

Nach dem tödlichen Angriff mutmaßlicher Linksextremisten auf einen ultrarechten Aktivisten in Frankreich gerät die linkspopulistische Partei La France Insoumise (LFI) zunehmend unter Druck. Die Regierung forderte den vorläufigen Fraktionsausschluss eines LFI-Abgeordneten mit Verbindungen zur linksextremen Szene. Am Mittwoch musste zudem die LFI-Parteizentrale nach einer Bombendrohung zeitweise geräumt werden.

Luftkampfsystem FCAS auf der Kippe: Merz stellt Projekt in Frage

Das geplante deutsch-französische Luftkampfsystem FCAS steht auf der Kippe: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) stellte das 100-Milliarden-Euro-Projekt erstmals offen in Frage. In dem am Mittwoch veröffentlichten Podcast "Machtwechsel" verwies Merz auf die unterschiedlichen Anforderungen an ein Kampfjet der neuen Generation in Frankreich und Deutschland. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bekräftigte seinerseits sein Festhalten an dem Vorhaben.

Textgröße ändern: