Pallade Veneta - Chinesen gegen hohe Zahlungen eingeschleust: Festnahmen in Schleswig-Holstein

Chinesen gegen hohe Zahlungen eingeschleust: Festnahmen in Schleswig-Holstein


Chinesen gegen hohe Zahlungen eingeschleust: Festnahmen in Schleswig-Holstein
Chinesen gegen hohe Zahlungen eingeschleust: Festnahmen in Schleswig-Holstein / Foto: Michaela STACHE - AFP/Archiv

Bei einer großangelegten Razzia sind drei Mitglieder einer Schleuserbande aus Schleswig-Holstein festgenommen worden. Gegen einen 44-jährigen Mann aus der Gemeinde Harrislee sowie gegen eine 52-jährige Frau einen 67-jährigen Mann aus Husum seien Haftbefehle vollstreckt worden, teilten die Staatsanwaltschaft Flensburg und die Bundespolizei in Rostock am Mittwoch gemeinsam mit. Die drei sollen eine Vielzahl chinesischer Staatsbürger eingeschleust haben.

Textgröße ändern:

Den Behörden zufolge warben die Schleuser online mit der Immigration im Rahmen des beschleunigten Fachkräfteverfahrens. Pro Geschleustem verlangten sie bis zu 230.000 Euro. Sie stellten die Anwärter zum Schein an, damit sie als Fachkraft in einem deutschen Unternehmen mit unbefristetem Arbeitsvertrag eine sogenannte Blaue Karte EU bekamen. Diese berechtigt zu einem nahezu bedingungslosen Aufenthalt von vier Jahren in der EU.

Die angeblichen Gehaltszahlungen fanden zwar statt und landeten auf Konten der Eingeschleusten, allerdings hatten lediglich die Beschuldigten Zugriff auf diese Konten. Die Geschleusten mussten hingegen eine sechsstellige stille Einlage als Investition in die Firma der Beschuldigten beziehungsweise in Firmen von eingeweihten Geschäftspartnern zahlen.

Der Hauptbeschuldigte aus Harrislee an der deutsch-dänischen Grenze verantwortete aus Sicht der Ermittler in dem Unternehmen die Bereiche Mitarbeiterführung, Finanzplanung, Investment, Rechnungswesen und Buchführung. Der Mann und die Frau aus Husum sollen sich nach der Anwerbung der chinesischen Investoren unter anderem um Verträge, Vollmachten und Anmeldungen sowie den letztendlichen Erhalt der Niederlassungserlaubnis gekümmert haben.

Bei der Razzia, an der 750 Beamte der Bundespolizei mitwirkten, wurden insgesamt 38 Wohnungen und Geschäftsräume sowohl der Beschuldigten als auch von Geschleusten durchsucht. Diese befanden sich in den Bundesländern Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Bayern, Hessen, Baden-Württemberg, Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Es wurden Beweismittel und Bargeld beschlagnahmt sowie Vermögen in Höhe von mehr als fünf Millionen Euro gesichert.

P.Colombo--PV

Empfohlen

Merz stellt Zusammenarbeit mit Frankreich bei Luftkampfsystem FCAS in Frage

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat das geplante deutsch-französische Luftkampfsystem FCAS in Frage gestellt. Es gebe "ein echtes Problem im Anforderungsprofil", sagte Merz dem Podcast Machtwechsel in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview. "Wenn wir das nicht lösen können, dann können wir das Projekt nicht aufrechterhalten", fügte er hinzu.

Nach Protesten in München: Teheran bestellt deutschen Botschafter ein

Nach einer Großdemonstration gegen die iranische Regierung am Samstag in München hat Teheran den deutschen Botschafter einbestellt. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin bestätigte der Nachrichtenagentur AFP die Einbestellung des Botschafters am Dienstag, nannte jedoch keine Details.

Neun Festnahmen nach gewaltsamem Tod eines Ultrarechten in Frankreich

Nach dem gewaltsamen Tod eines jungen Rechtsradikalen in Frankreich sind neun Verdächtige festgenommen worden. Dies teilte am Dienstagabend die zuständige Staatsanwaltschaft in Lyon mit. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Ermittlerkreisen erfuhr, ist unter den Festgenommenen auch ein Mitarbeiter eines Abgeordneten der linkspopulistischen Partei La France Insoumise (LFI).

Sieben Präsidenten in zehn Jahren: Perus Parlament setzt Übergangspräsident Jerí ab

In Peru hat das Parlament den erst seit Oktober amtierenden Übergangspräsidenten José Jerí seines Amtes enthoben. Wie Interims-Parlamentspräsident Fernando Rospigliosi mitteilte, stimmte am Dienstag eine Mehrheit der Abgeordneten für die Absetzung des 39-Jährigen, der bereits das siebte peruanische Staatsoberhaupt in zehn Jahren war.

Textgröße ändern: