Pallade Veneta - Beteiligung der Bundeswehr an Unifil-Mission in Libanon soll verlängert werden

Beteiligung der Bundeswehr an Unifil-Mission in Libanon soll verlängert werden


Beteiligung der Bundeswehr an Unifil-Mission in Libanon soll verlängert werden
Beteiligung der Bundeswehr an Unifil-Mission in Libanon soll verlängert werden / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Die Beteiligung der Bundeswehr an der internationalen Unifil-Mission in Libanon und vor der Küste des Landes soll um ein weiteres Jahr verlängert werden. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) warb am Donnerstag im Bundestag um die Zustimmung der Abgeordneten zu dem Antrag der Bundesregierung. Demnach sollen weiterhin bis zu 300 deutsche Soldatinnen und Soldaten im Rahmen der UN-Mission eingesetzt werden können.

Textgröße ändern:

Das bisherige Mandat würde Ende Juni auslaufen. Eine Aufgabe der Mission ist das Verhindern von Waffenschmuggel in den Libanon. Weitere Aufgaben sind die See- und Luftraumüberwachung sowie die Ausbildung der libanesischen Streitkräfte. Die deutschen Soldaten sind vor allem auf See im Einsatz, außerdem im Unifil-Hauptquartier in Libanon sowie zu Ausbildungsmaßnahmen. Beteiligt ist auch die Fregatte "Brandenburg" der Deutschen Marine.

Wadephul räumte ein, dass es auch durch den Unifil-Einsatz bisher nicht gelungen sei, die Region zu befrieden oder zu stabilisieren. Vielmehr habe es im vergangenen Jahr durch die Kampfhandlungen zwischen Israel und der radikalislamischen Hisbollah-Miliz eine neue Eskalation gegeben. Der daraufhin geschlossene Waffenstillstand halte jedoch weitgehend, und es gebe wieder Hoffnungen für den Libanon.

"Nur eine weitere Stärkung der libanesischen Streitkräfte kann dazu führen, dass diese im gesamten Libanon einschließlich des Südens des Landes die volle Sicherheitsverantwortung übernehmen", mahnte Wadephul. Erfolge seien die Übernahme von Hisbollah-Stützpunkten dort durch die libanesische Armee sowie Räumung zahlreicher Waffenverstecke. Diese Erfolge müssten jetzt auch durch die Fortsetzung der Unifil-Mission gefestigt werden.

Der Antrag auf Mandatsverlängerung soll nun zunächst in den zuständigen Ausschüssen des Bundestages weiter beraten werden. Die UN-Mission läuft bereits seit rund 40 Jahren, wurde aber in diesem Zeitraum wiederholt verändert.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Öffentliche Schulden im zweiten Quartal 2026 um 1,0 Prozent gestiegen

Die öffentlichen Schulden sind im zweiten Quartal dieses Jahres um 1,0 Prozent gestiegen. Insgesamt waren die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden, Gemeindeverbänden und Sozialversicherung inklusive aller Extrahaushalte mit 2753,5 Milliarden Euro verschuldet, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Die Schulden des Bundes stiegen im Vergleich zum ersten Quartal um 1,1 Prozent auf 1907,1 Milliarden Euro.

Rettungskräfte: Zahl der Toten bei Angriff der Armee auf Markt in Myanmar auf 50 gestiegen

Die Zahl der Todesopfer bei einem Luftangriff der myanmarischen Armee auf einen Markt im Bundesstaat Rakhine ist nach Angaben von Rettungskräften auf 50 gestiegen. Zudem seien bei dem Angriff am Montag in der Stadt Kyauktaw 58 Menschen verletzt worden, erklärten die Rettungskräfte am Dienstag. Demnach könnte die Zahl der Toten noch steigen, da einige Leichen in Bränden nach dem Angriff verloren gegangen seien.

Nach Explosion in Grenzgebiet: Südkorea wirft Norden Verletzung von Waffenstillstand vor

Nach einer vermutlich durch eine nordkoreanische Mine ausgelösten Explosion im Grenzgebiet zwischen Nord- und Südkorea vergangene Woche hat Seoul dem Nachbarland einen Verstoß gegen das Waffenstillstandsabkommen vorgeworfen und Konsequenzen angekündigt. "Dies ist eine klare Verletzung des Waffenstillstandsabkommens, und da Nordkorea die Verantwortung trägt, werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen", sagte Südkoreas Verteidigungsminister Kang Shin Chul am Dienstag vor dem Parlament. Bei dem Vorfall waren drei südkoreanische Offiziere schwer verletzt worden, einer verlor seinen Fuß.

SPD-Politiker Pantazis zuversichtlich bei Einigung zur Pflegereform

Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Christos Pantazis, ist zuversichtlich, dass rechtzeitig eine Einigung zwischen Union und SPD bei der geplanten Pflegereform gelingt. "Noch ist kein weißer Rauch aufgestiegen", sagte Pantazis am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin" zu den am Montag angesetzten Gesprächen. Er sei aber guter Dinge, dass eine Einigung gelingen werde. Die Reform soll eigentlich am Mittwoch ins Kabinett.

Textgröße ändern: