Pallade Veneta - Deutsche Harvard-Studierende: Auswärtiges Amt will zügige Gespräche mit US-Partnern

Deutsche Harvard-Studierende: Auswärtiges Amt will zügige Gespräche mit US-Partnern


Deutsche Harvard-Studierende: Auswärtiges Amt will zügige Gespräche mit US-Partnern
Deutsche Harvard-Studierende: Auswärtiges Amt will zügige Gespräche mit US-Partnern / Foto: Joseph Prezioso - AFP/Archiv

Das Auswärtige Amt hat mit Blick auf die Situation von deutschen Harvard-Studierenden zügige Gespräche mit Partnern vor Ort angekündigt. Das Ministerium wisse "von einer dreistelligen Zahl Deutscher, die in Harvard studiert", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Freitag in Berlin. "Insofern werden wir zügig mit den Partnern in den USA Gespräche aufnehmen."

Textgröße ändern:

"Wir nehmen das als dringende Angelegenheit war", betonte der Außenamtssprecher weiter. Diese solle "jetzt sehr rasch" thematisiert werden. Viele konkrete Dinge seien noch nicht so klar, müssten jetzt aber schnell geklärt werden.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump verbot am Donnerstag der Harvard-Universität die Aufnahme ausländischer Studenten. Die Eliteuniversität nahe Boston habe dieses "Privileg verloren", schrieb Heimatschutzministerin Kristi Noem an die Hochschule.

In den vom Auswärtigen Amt angekündigten Gesprächen soll es dem Sprecher zufolge um die Auswirkungen der Entscheidung auf die deutschen Studierenden gehen. "Wir bringen natürlich in diesen Gesprächen dann auch die Erwartung zum Ausdruck, dass die Belange und Interessen deutscher Studierender angemessen berücksichtigt werden."

"Eine freie Wissenschaft gehört zum Kern liberaler demokratischer Gesellschaften und ist fester Bestandteil unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung", sagte in Berlin der stellvertretende Sprecher der Bundesregierung, Sebastian Hille. "Freiheit der Wissenschaft und auch der internationale Austausch sind entscheidende Grundlagen für den wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt. Einschränkungen der Wissenschaftsfreiheit sind Einschränkungen der Demokratie selbst."

Eine Sprecherin des Bundesforschungsministeriums verwies auf Aussagen von Ministerin Dorothee Bär (CSU), wonach die "dramatische Entscheidung" der US-Regierung Verlierer auf allen Seiten schaffe. Europa sei und bleibe ein attraktiver Ort der garantierten Wissenschaftsfreiheit, dazu müsse auf europäischer Ebene eng zusammengearbeitet werden, zitierte die Sprecherin die Ministerin weiter.

Ansprechpartner für deutsche Harvard-Studierende seien "Mittlerorganisationen vor Ort" - nicht aber das Forschungsministerium selbst, betonte die Sprecherin zudem.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Nach Protesten in München: Teheran bestellt deutschen Botschafter ein

Nach einer Großdemonstration gegen die iranische Regierung am Samstag in München hat Teheran den deutschen Botschafter einbestellt. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin bestätigte der Nachrichtenagentur AFP die Einbestellung des Botschafters am Dienstag, nannte jedoch keine Details.

Neun Festnahmen nach gewaltsamem Tod eines Ultrarechten in Frankreich

Nach dem gewaltsamen Tod eines jungen Rechtsradikalen in Frankreich sind neun Verdächtige festgenommen worden. Dies teilte am Dienstagabend die zuständige Staatsanwaltschaft in Lyon mit. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Ermittlerkreisen erfuhr, ist unter den Festgenommenen auch ein Mitarbeiter eines Abgeordneten der linkspopulistischen Partei La France Insoumise (LFI).

Sieben Präsidenten in zehn Jahren: Perus Parlament setzt Übergangspräsident Jerí ab

In Peru hat das Parlament den erst seit Oktober amtierenden Übergangspräsidenten José Jerí seines Amtes enthoben. Wie Interims-Parlamentspräsident Fernando Rospigliosi mitteilte, stimmte am Dienstag eine Mehrheit der Abgeordneten für die Absetzung des 39-Jährigen, der bereits das siebte peruanische Staatsoberhaupt in zehn Jahren war.

Kanada will mit umfangreichem Verteidigungsplan Abhängigkeit von USA reduzieren

Kanadas Premierminister Mark Carney hat einen milliardenschweren Plan für die Verteidigungsindustrie vorgestellt, der die kanadische Armee stärken und die Abhängigkeit von den USA verringern soll. Kanada habe sich beim Schutz des Landes "zu sehr auf unsere geografische Lage und andere verlassen", sagte Carney am Dienstag in einer Ansprache mit Blick auf das Nachbarland. "Dies hat zu einer Verletzlichkeit geführt, die wir uns nicht mehr leisten können, und zu Abhängigkeiten, die wir nicht mehr aufrechterhalten können", fügte er hinzu.

Textgröße ändern: