Pallade Veneta - CDU-Politiker stellt sich hinter Vorstoß für Überprüfung von Menschenrechtskonvention

CDU-Politiker stellt sich hinter Vorstoß für Überprüfung von Menschenrechtskonvention


CDU-Politiker stellt sich hinter Vorstoß für Überprüfung von Menschenrechtskonvention
CDU-Politiker stellt sich hinter Vorstoß für Überprüfung von Menschenrechtskonvention / Foto: Frederick FLORIN - AFP/Archiv

Unions-Fraktionsvize Günter Krings hat sich trotz Kritik im In- und Ausland hinter den Vorstoß einiger EU-Staaten für eine Überprüfung der Europäischen Menchenrechtskonvention im Bereich Migration gestellt. "Die aktuelle Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) macht es an einigen Stellen faktisch unmöglich, irreguläre Migration rechtssicher zu steuern", sagte der CDU-Politiker der Zeitung "Die Welt" (Dienstagausgabe).

Textgröße ändern:

Er könne daher "sehr gut nachvollziehen", dass mehrere EU-Staaten "eine Diskussion über die Auslegungsspielräume der Europäischen Menschenrechtskonvention anstoßen wollen", sagte Krings. Es gehe hier "um eine Rückführung der Rechtsprechung auf das Fundament der Vertragsdokumente".

Der Vorstoß von insgesamt neun EU-Staaten war von Italien und Dänemark ausgegangen. Der Europarat hatte daraufhin vor einer Schwächung der Europäischen Menschenrechtskonvention gewarnt und sich dagegen verwahrt, die Unabhängigkeit des EGMR in Frage zu stellen. In Deutschland gab es Kritik an dem Vorstoß aus SPD, Grünen und Linkspartei. "Politik muss sich an Menschenrechten orientieren, nicht umgekehrt", sagte der SPD-Politiker Ralf Stegner der "Welt". Auch die Bundesregierung hatte sich den Vorstoß ausdrücklich nicht zu eigen gemacht.

Krings forderte zusätzliche Abschiebeflüge. "Wir müssen diese Flüge intensivieren", sagte der CDU-Politiker am Montag dem Sender Welt TV. Das Asylrecht habe zwei Seiten: "Wir wollen Schutz gewähren denjenigen, die den Schutz brauchen - aber auch die wieder außer Landes bringen, die diesen Schutz nicht brauchen oder sogar ihn verwirkt haben, indem sie Gewalttaten verübt haben." Krings äußerte sich anlässlich eines Abschiebeflugs nach Kosovo und Albanien.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

Parteikreise: CDU-Bundesvorstand wählt Hoppermann einstimmig zur Generalsekretärin

Die Hamburger Bundestagsabgeordnete Franziska Hoppermann wird neue CDU-Generalsekretärin. Der CDU-Bundesvorstand wählte die 44-Jährige am Montag einstimmig auf Vorschlag von Parteichef und Kanzler Friedrich Merz, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Parteikreisen erfuhr. Hoppermann löst Carsten Linnemann ab, der im Zuge einer Kabinettsumbildung nun das Amt des Bundesgesundheitsministers übernimmt. Merz will sich in Kürze in der Parteizentrale zu der Personalie äußern.

Abfällige Äußerungen Mileis lösen Eklat zwischen Argentinien und Brasilien aus

Abfällige Äußerungen des argentinischen Präsidenten Javier Milei über Brasiliens Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva haben für einen diplomatischen Eklat zwischen Argentinien und Brasilien gesorgt. Die brasilianische Regierung rief am Sonntag ihren Botschafter in Buenos Aires zurück. Auch bestellte sie den argentinischen Botschafter ein, um ihre "Empörung" über Mileis Äußerungen über Lula und andere Amtsträger zu übermitteln.

Gedenken nach Anschlag bei Berliner CSD: Mahnwachen in vielen deutschen Städten

Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag beim Berliner Christopher Street Day (CSD) haben am Sonntagabend deutschlandweit zahlreiche Menschen der Opfer gedacht. Mahnwachen und Spontandemonstrationen gab es nach Angaben von Polizei und von CSD-Vereinen in etlichen Städten vom rheinland-pfälzischen Mainz über Erfurt in Thüringen bis ins sächsische Dresden.

Äußerungen Mileis lösen diplomatische Krise zwischen Argentinien und Brasilien aus

Nach abfälligen Äußerungen des argentinischen Präsidenten Javier Milei über Brasiliens Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva und weitere Amtsträger ist zwischen Argentinien und Brasilien eine diplomatische Krise ausgebrochen. Die brasilianische Regierung rief ihren Botschafter in Buenos Aires zurück und bestellte den argentinischen Botschafter ein, um ihm ihre "Empörung" zu übermitteln und Erklärungen zu verlangen.

Textgröße ändern: