Pallade Veneta - Ärzte und Bundesgesundheitsministerin Warken versichern einander Unterstützung

Ärzte und Bundesgesundheitsministerin Warken versichern einander Unterstützung


Ärzte und Bundesgesundheitsministerin Warken versichern einander Unterstützung
Ärzte und Bundesgesundheitsministerin Warken versichern einander Unterstützung / Foto: Ebrahim Noroozi - POOL/AFP

Die Ärzteschaft und die neue Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) haben einander Unterstützung bei den in dieser Legislaturperiode geplanten gesundheitspolitischen Reformen zugesagt. Zum Auftakt des Ärztetags in Leipzig sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt am Dienstag, die Herausforderungen nähmen in der Summe "ein mehr als bedenkliches Ausmaß an". Er fügte an: "Lösungen werden wir nur noch gemeinsam finden können."

Textgröße ändern:

Warken sagte, ihr seien eine gute Kommunikation und ein guter Austausch mit der Ärzteschaft wichtig. Von den im Koalitionsvertrag geplanten Vorhaben hob sie den angekündigten Bürokratieabbau hervor. "Mir ist es wirklich auch ernst damit", sagte die CDU-Politikerin. Dazu könne gehören, mit der Einführung von Bagatellgrenzen den bürokratischen Aufwand für Arztpraxen zu verringern. "Wir werden dabei auch und gerade ihre Anregungen aufgreifen", kündigte sie gemeinsame Absprachen an.

Warken stellte auch ihre Pläne vor, nach denen Patientinnen und Patienten in Zukunft zuerst zum Hausarzt gehen sollen, bevor sie einen Facharzt aufsuchen. Auch hier sei ihr besonders wichtig, sich mit der Ärzteschaft abzusprechen, "dass wir von Beginn an gemeinsam in den Reformprozess einsteigen".

Ärztepräsident Reinhardt sagte, es müsse ein gemeinsames Verständnis davon entwickelt werden, wie sich das Gesundheitssystem in Deutschland weiterentwickeln solle. "Die Politik muss anerkennen, dass das Gesundheitswesen kein reiner Kostenfaktor ist", sagte Reinhardt. Sparbemühungen müssten auch immer einer kritischen Langfristbetrachtung unterzogen werden.

Die geplante Steuerung der Patientinnen und Patienten über die Hausarztpraxen nannte Reinhardt richtig. Ein solches System müsse aber intelligent angelegt sein, hier gebe es bereits Vorschläge der Ärzteschaft. Die in den Koalitionsvertrag aufgenommene geplante gesetzliche Termingarantie kritisierte der Ärztepräsident scharf als "Behandlungskoordination mit der Brechstange". Um den geplanten Bürokratieabbau wirksam anzugehen, sei eine "Vertrauenskultur" nötig, sagte Reinhardt.

Der Ärztetag dauert bis Freitag. Die dort versammelten Mediziner wollen auch über die Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen beraten. "Künstliche Intelligenz bietet große Chancen", sagte Reinhardt. Die Mediziner müssten sich auch der Frage stellen, in welchen Bereichen ärztliche Aufgaben dadurch unterstützt oder sogar ersetzt werden könnten.

Y.Destro--PV

Empfohlen

Bier und Molke aus Kanada: Neue US-Einfuhrsperre in Kraft

Die USA haben die Einfuhr bestimmter kanadischer Produkte bis auf Weiteres gestoppt. Am Dienstag (06.00 Uhr MESZ) trat ein Importembargo für alkoholische Getränke sowie einige Milchprodukte in Kraft. Betroffen sind unter anderem Bier, Schaumwein und Molke, aber auch PS-starke Motorräder.

Bundestagspräsidentin Klöckner kritisiert Verhalten von AfD und Linken im Parlament

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat das Verhalten der Abgeordneten von AfD und Linken im Plenum scharf kritisiert. "Das schaukelt sich so dermaßen hoch", sagte Klöckner nach Angaben vom Dienstag im Podcast "Meine schwerste Entscheidung" der Funke Medien. "Die beiden Fraktionen haben die meisten Ordnungsrufe mit Abstand. Die AfD die meisten, aber die Linken ziehen nach. Und diese Polarisierung, da müssen wir achtgeben."

Bundeskanzler Merz empfängt Kasachstans Präsidenten Tokajew

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) empfängt am Dienstag Kasachstans Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew im Bundeskanzleramt in Berlin (16.00 Uhr). Bei dem Treffen werden nach Angaben eines Regierungssprechers Themen wie der Ausbau der bilateralen Energie- und Rohstoffpartnerschaft, Fragen der regionalen Zusammenarbeit sowie die internationale Sicherheitspolitik im Mittelpunkt stehen. Für 17.00 Uhr ist eine gemeinsame Pressekonferenz geplant.

Wadephul reist in die Slowakei und zum Europarat nach Straßburg

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) reist am Dienstag zu einem Besuch in die Slowakei. In der Hauptstadt Bratislava will Wadephul mit seinem slowakischen Kollegen Juraj Blanar und Ministerpräsident Robert Fico zusammenkommen. Bei den Gesprächen soll es unter anderem um den Krieg in der Ukraine gehen. Fico pflegt als einer der wenigen Regierungschefs der EU gute Kontakte nach Moskau und steht Sanktionen gegen Russland skeptisch gegenüber.

Textgröße ändern: