Pallade Veneta - Witkoff: Hamas-Reaktion auf US-Waffenruhe-Vorschlag "völlig inakzeptabel"

Witkoff: Hamas-Reaktion auf US-Waffenruhe-Vorschlag "völlig inakzeptabel"


Witkoff: Hamas-Reaktion auf US-Waffenruhe-Vorschlag "völlig inakzeptabel"
Witkoff: Hamas-Reaktion auf US-Waffenruhe-Vorschlag "völlig inakzeptabel" / Foto: Jim WATSON - AFP

Der Nahost-Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, hat die Reaktion der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas auf einen US-Vorschlag für eine Waffenruhe im Gaza-Krieg als "völlig inakzeptabel" verurteilt. Die Hamas-Reaktion gefährde das Inkrafttreten einer zweimonatigen Feuerpause und behindere damit auch Verhandlungen über eine dauerhafte Waffenruhe, erklärte Witkoff am Samstag im Onlinedienst X.

Textgröße ändern:

"Das ist völlig inakzeptabel und bedeutet einen Rückschritt", schrieb Witkoff. Die Hamas solle den US-Vorschlag annehmen, der als Grundlage für baldige Waffenruhe-Gespräche dienen solle. Diese könnten bereits "kommende Woche" beginnen.

"Das ist der einzige Weg, in den kommenden eine Vereinbarung über eine 60-tägige Waffenruhe zu schließen, mit der die Hälfte der lebenden Geiseln und die Hälfte der Gestorbenen zu ihren Familien zurückkehren werden", mahnte Witkoff. Außerdem könne damit die Grundlage gelegt werden für "substantielle Verhandlungen in gutem Glauben, um zu versuchen, einen dauerhaften Waffenstillstand zu erzielen", erklärte der Nahost-Gesandte der USA.

Israel hatte nach Angaben des Weißen Hauses bereits am Donnerstag dem US-Vorschlag für eine Waffenruhe im Gazastreifen zugestimmt. Die im Gazastreifen herrschende Hamas äußerte sich jedoch zunächst kritisch. Am Samstag kündigte sie allerdings wie von den USA gefordert die Übergabe von zehn lebenden Geiseln und 18 toten Geiseln im Rahmen des geplanten Waffenruhe-Abkommens an. Im Gegenzug soll Israel demnach palästinensische Häftlinge freilassen.

Aus Hamas-Kreisen verlautete, die Palästinenserorganisation habe die Vermittler über ihre offizielle schriftliche Antwort auf den US-Vorschlag informiert. Demnach fiel die Antwort positiv aus, enthielt aber zugleich die Forderung nach der Garantie einer permanenten Waffenruhe und einem "vollständigen Abzug" Israels aus dem Gazastreifen. Die israelische Regierung verlangt hingegen eine Vertreibung der Hamas aus dem Gazastreifen und die Entwaffnung des Palästinensergebietes - für die Hamas unannehmbare Forderungen.

Nach israelischen Angaben werden derzeit noch 57 Geiseln von den Islamisten festgehalten, 34 von ihnen sind demnach aber tot. Der Gaza-Krieg war am 7. Oktober 2023 durch den Großangriff der Hamas auf Israel ausgelöst worden. Seitdem geht Israel massiv militärisch in dem Palästinensergebiet vor.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Organspende: Bundestagspräsidentin Klöckner will gegen Widerspruchslösung stimmen

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) will im Bundestag gegen die Einführung der Widerspruchslösung bei der Organspende stimmen. Sie sei für die Organspende, aber "gegen die Einführung der Widerspruchslösung", sagte Klöckner nach Angaben vom Dienstag im Podcast "Meine schwerste Entscheidung" der Funke Medien. "Es ist schon ein Unterschied, ob ich proaktiv aus freien Stücken zu etwas zustimme oder ob der Staat für mich erstmal eine Entscheidung trifft, generisch: Du bist erstmal Organspender."

Trump bestreitet Waffenangebot an China

US-Präsident Donald Trump hat bestritten, dem chinesischen Staatschef Xi Jinping den Verkauf von US-Waffen angeboten zu haben. Trump wies am Montag Angaben des US-Botschafters in China, David Perdue, zurück. Er habe mit Xi nicht über Rüstungsgeschäfte gesprochen, sagte der Präsident.

Putin ordnet weitere Aufstockung der russischen Armee an

Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Montag ein Dekret unterzeichnet, das die Personalstärke der Armee um weitere 15.500 Soldaten erhöht. "Die zulässige Personalstärke der russischen Streitkräfte wird auf 2.441.630 Menschen festgesetzt, darunter 1.550.500 Militärangehörige", hieß es in dem Dekret. Einen Grund nannte Putin nicht. Er hatte bereits im März, Juni und Juli eine Aufstockung der Armee verkündet.

USA: Keine Pläne für Waffenverkauf an China

Die USA halten nach Angaben aus Washington an ihrem langjährigen Waffenembargo gegen China fest. "Die US-Regierung hat keine Pläne, Waffen an China zu verkaufen", sagte ein Regierungsvertreter am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Er wies damit Angaben des US-Botschafters in China, David Perdue, zurück.

Textgröße ändern: