Pallade Veneta - Merz nach Berliner Urteil: Werden weiter Zurückweisungen vornehmen

Merz nach Berliner Urteil: Werden weiter Zurückweisungen vornehmen


Merz nach Berliner Urteil: Werden weiter Zurückweisungen vornehmen
Merz nach Berliner Urteil: Werden weiter Zurückweisungen vornehmen / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Nach dem Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts zu Zurückweisungen an der deutschen Grenze hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) klargestellt, an der Praxis festhalten zu wollen. "Wir wissen, dass wir nach wie vor Zurückweisungen vornehmen können", sagte er am Dienstag beim Kommunalkongress des Deutschen Städte- und Gemeindebunds. "Wir werden es tun, auch um die öffentliche Sicherheit und Ordnung in unserem Lande zu schützen und die Städte und Gemeinden vor Überlastung zu bewahren."

Textgröße ändern:

Merz sprach von einer "vorläufigen Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin", welche "die Spielräume hier möglicherweise noch einmal etwas einengt". Er fügte indes an: "Aber die Spielräume sind nach wie vor da." Grundsätzlich gehe es darum, die EU-Außengrenzen besser zu schützen. "Aber bis die Lage an den Außengrenzen mithilfe von neuen europäischen Regeln deutlich verbessert ist, werden wir die Kontrollen an den Binnengrenzen aufrecht erhalten müssen."

Das Berliner Verwaltungsgericht hatte am Montag im Eilverfahren drei Menschen aus Somalia Recht gegeben, die sich gegen ihre Zurückweisung ohne Dublin-Verfahren wehrten. Das Gericht erklärte ihre Zurückweisung nun für rechtswidrig. Die Eilentscheidungen gelten nur für die drei Somalier, das Gericht machte aber deutlich, dass es die Zurückweisungen bei Grenzkontrollen in solchen Fällen allgemein für rechtswidrig hält.

Auch Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte am Montag nach Bekanntwerden des Urteils bereits bekräftigt, trotzdem an den Zurückweisungen festzuhalten. Am Dienstag sagte er bei einer Pressekonferenz, er sei überzeugt, dass die Zurückweisungen "im Einklang mit dem Recht sind". Daher sei es so, "dass wir den Sachverhalt durchaus anders sehen", sagte Dobrindt mit Blick auf die Justizentscheidung.

Seiner Kenntnis nach sei außerdem ein Hauptsacheverfahren in dem Fall anhängig, fuhr Dobrindt fort. Dort werde dann eine Entscheidung angestrebt. "Wir werden daran arbeiten, dass wir eine ausreichende Begründung liefern", ergänzte der Innenminister.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

Trump will "bald" über Waffenlieferungen an Taiwan entscheiden

US-Präsident Donald Trump hat eine baldige Entscheidung über weitere US-Waffenlieferungen an Taiwan angekündigt. Er habe mit Chinas Staatschef Xi Jinping ein "gutes Gespräch" geführt und werde "ziemlich bald eine Entscheidung treffen", sagte Trump am Montag (Ortszeit) vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. Vor knapp zwei Wochen hatte Xi Trump zur Vorsicht beim Thema Taiwan gemahnt.

Trump hält US-Militäreinsatz gegen kubanische Regierung für nicht notwendig

US-Präsident Donald Trump hält einen US-Militäreinsatz gegen die Regierung in Kuba für nicht notwendig. Auf die Frage, ob Washington die kubanische Regierung ähnlich wie die venezolanische Anfang des Jahres mit einem Militäreinsatz absetzen werde, antwortete Trump am Montag (Ortszeit) vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One: "Ich glaube nicht, dass das notwendig sein wird."

Trump drängt Ukraine zu baldiger Einigung mit Russland

Im Vorfeld der Gespräche zwischen Vertretern der Ukraine und Russlands unter Vermittlung der USA über eine Beendigung des Krieges in der Ukraine hat US-Präsident Donald Trump Kiew zu einer baldigen Einigung mit Moskau gedrängt. "Die Ukraine sollte besser schnell an den Verhandlungstisch kommen", sagte Trump am Montag (Ortszeit) vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One.

Vertreter Moskaus, Kiews und der USA sprechen in Genf über Ende des Ukraine-Krieges

Vertreter der Ukraine und Russlands treffen sich am Dienstag in Genf zu zweitägigen Gesprächen unter Vermittlung der USA, um über eine Beendigung des Krieges in der Ukraine zu verhandeln. Zwei vorherige Gesprächsrunden in Abu Dhabi hatten kein Ergebnis gebracht. In zentralen Fragen liegen Moskau und Kiew weiterhin weit auseinander. Moskau fordert als Voraussetzung für ein Ende des Krieges einen vollständigen Rückzug Kiews aus der Industrieregion Donbass. Die Ukraine lehnt dies ab.

Textgröße ändern: