Pallade Veneta - Erneut Toter bei Protesten gegen die Regierung in Ecuador

Erneut Toter bei Protesten gegen die Regierung in Ecuador


Erneut Toter bei Protesten gegen die Regierung in Ecuador
Erneut Toter bei Protesten gegen die Regierung in Ecuador / Foto: Veronica LOMBEIDA - AFP

Bei den Protesten tausender Indigener gegen die Regierung in Ecuador ist ein Mensch getötet worden. Ein Angehöriger der Quechua sei am Dienstag in der Ortschaft Puyo "offenbar von einer Tränengasbombe ins Gesicht getroffen" worden, sagte die Anwältin Lina María Espinosa von der Allianz der Menschenrechtsorganisationen der Nachrichtenagentur AFP. Die Proteste insbesondere gegen die hohen Spritpreise dauern bereits seit neun Tagen an.

Textgröße ändern:

Insbesondere in der Hauptstadt Quito kam es während der Demonstrationen am Dienstag zu heftigen Zusammenstößen mit der Polizei. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Wasserwerfer ein.

In der Nacht von Montag auf Dienstag war bereits ein Mann ums Leben gekommen, als er während der Proteste in eine Schlucht stürzte. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts ein.

Zu den Protesten aufgerufen hat die Indigenen-Organisation Conaie. Sie fordert eine Senkung des Kraftstoffpreises und darüber hinaus eine Diskussion über geltende Preiskontrollen für landwirtschaftliche Produkte zulasten der Landwirte sowie über Bergbaukonzessionen, die in indigenen Gebieten vergeben werden.

Präsident Guillermo Lasso hat wegen der anhaltenden Unruhen den Ausnahmezustand für mehrere Provinzen ausgerufen. Am Dienstag erklärte er auf Twitter, die Regierung sei bereit zu einem "offenen und respektvollen Dialog mit der Conaie und anderen zivilen Organisationen".

Conaie-Chef Leonidas Iza stellte am Dienstagabend Bedingungen für einen Dialog mit den Behörden. Er forderte ein Ende der "repressiven Maßnahmen" sowie die Aufhebung des Ausnahmezustands und den Abzug des Militärs aus einem Park in Quito, in dem sich die Indigenen gewöhnlich sammeln.

Seit Beginn der Proteste wurden nach offiziellen Angaben 101 Sicherheitskräfte verletzt. Die Allianz der Menschenrechtsorganisationen meldete zudem mindestens 90 verletzte Zivilisten und 87 Festnahmen.

Das erdölproduzierende südamerikanische Land leidet unter starker Inflation, Arbeitslosigkeit und Armut, die Probleme wurden durch die Corona-Pandemie noch verschärft. Seit 2020 sind die Kraftstoffpreise stark gestiegen.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Trump rückt vor den US-Zwischenwahlen die Sanierung des Reflecting Pool in den Mittelpunkt

Die Amerikaner plagen hohe Preise, teurer Sprit, die Republikaner drohen, die Mehrheit im Kongress zu verlieren – aber ihr Präsident spricht lieber über den Reflecting Pool in Washington. Er lässt einen Mitarbeiter Fotos hereinreichen von den Reparaturarbeiten.

Prien: Interessen jüngerer Menschen stärker berücksichtigen

Nach den "GenZ"-Protesten vom Wochenende hat Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) dazu aufgerufen, die Interessen jüngerer Menschen stärker zu berücksichtigen. "Das sind genau die Debatten, die wir jetzt führen müssen, die auch die jungen Menschen sehr zurecht einfordern", sagte Prien am Montag im Sender RBB. Sie wies darauf hin, dass dafür auch ältere Generationen etwas abgeben müssten.

Trump zeigt sich von Sieg seiner Republikaner bei US-Kongresswahlen überzeugt

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat sich US-Präsident Donald Trump überzeugt von einem Sieg seiner Republikaner gezeigt. "Wir werden gewinnen", sagte er am Sonntag (Ortszeit). Die Demokraten seien "extreme und gefährliche Radikale", sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Sie würden den Wohlstand der Bürger "stehlen" und Migranten ins Land lassen, die dann "plündern, vergewaltigen und brandschatzen" würden.

Zwei Tage vor US-Kongresswahlen: Trump bekräftigt Drohung gegen Iran

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat Präsident Donald Trump seine Drohung bekräftigt, die Angriffe gegen den Iran wieder aufzunehmen. "Der einzige Grund, warum ich mit dem Iran noch nicht fertig bin, ist, dass ich nett sein will", sagte Trump am Sonntag vor Anhängern bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Er wolle "all diese Leben retten". "Aber irgendwann werden wir ihnen einen harten Schlag versetzen müssen."

Textgröße ändern: