Pallade Veneta - AFP-Fotograf in Los Angeles durch Gummigeschosse verletzt

AFP-Fotograf in Los Angeles durch Gummigeschosse verletzt


AFP-Fotograf in Los Angeles durch Gummigeschosse verletzt
AFP-Fotograf in Los Angeles durch Gummigeschosse verletzt / Foto: Robyn Beck - AFP/Archiv

In Los Angeles ist ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP durch Gummigeschosse verletzt worden. Der Journalist wurde nach eigenen Angaben im Gesicht und am Bein getroffen, als er am Samstag bei Protesten gegen US-Präsident Donald Trump im Zentrum der kalifornischen Stadt fotografierte. Der Fotograf, der anonym bleiben will, erholte sich am Montag von seinen Verletzungen. Zeitweise musste er deswegen im Krankenhaus behandelt werden.

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Er habe sich etwa 30 Meter von den Polizisten entfernt aufgehalten, als ihn "ein Gummigeschoss ins Gesicht und ein weiteres am rechten Arm" getroffen habe, sagte der AFP-Fotograf. "Ich habe mit zwei Kameras gearbeitet, hatte einen Helm mit AFP-Aufkleber und einen großen Presse-Aufnäher auf der Brust."

Unter dem Motto "No Kings" (Keine Könige) hatten in Los Angeles und anderen US-Städten hunderttausende Menschen gegen Trump demonstriert. Der Vorfall ereignete sich, als Sicherheitskräfte begannen, die Demonstranten auseinanderzutreiben.

Die Polizei der kalifornischen Stadt bestätigte den Einsatz "nicht-tödlicher Munition", wie Gummigeschosse in den USA genannt werden. Journalisten seien aber nicht ins Visier genommen worden. Ermittler werteten derweil Videoaufnahmen aus. Die Behörden begründen das Vorgehen damit, dass Demonstranten Steine und Flaschen auf die Sicherheitskräfte geworfen hätten.

Die Kundgebungen gegen Trump am Samstag verliefen überwiegend friedlich. Anlass war eine Militärparade zum 250-jährigen Bestehen der US-Armee in Washington, die Trump sich gewünscht hatte und die mit seinem 79. Geburtstag zusammenfiel.

In Los Angeles hatte es in der vergangenen Woche zudem Proteste gegen das von Trump angeordnete harte Vorgehen gegen irreguläre Einwanderer gegeben, bei denen es teils zu Ausschreitungen kam. Auf Befehl des Präsidenten wurden Nationalgardisten und Soldaten in der Stadt eingesetzt. Dabei wurden ebenfalls Medienvertreter durch Gummigeschosse verletzt - unter anderem Reporter der britischen Zeitung "The Guardian" und der "New York Post".

F.M.Ferrentino--PV

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