Pallade Veneta - Israels Armee meldet Tötung von Irans ranghöchstem Militärkommandeur Schadmani

Israels Armee meldet Tötung von Irans ranghöchstem Militärkommandeur Schadmani


Israels Armee meldet Tötung von Irans ranghöchstem Militärkommandeur Schadmani
Israels Armee meldet Tötung von Irans ranghöchstem Militärkommandeur Schadmani / Foto: - - KHAMENEI.IR/AFP

Vier Tage nach dem Beginn des Großangriffs Israels auf den Iran hat die israelische Armee nach eigenen Angaben den ranghöchsten Kommandeur des iranischen Militärs getötet. Ali Schadmani sei bei einem Luftangriff in Teheran "eliminiert" worden, teilte die Armee am Dienstag mit. Derweil riefen die G7-Staaten zur Deeskalation auf und benannten zugleich Teheran als "größten Verursacher von Instabilität und Terrorismus in der Region". Wegen der Lage im Nahen Osten verließ US-Präsident Donald Trump das Treffen vorzeitig.

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Der israelische Armee zufolge bot sich in der Nacht zum Dienstag "eine plötzliche Gelegenheit" für einen Luftangriff gegen Schadmani, den "Stabschef in Kriegszeiten, ranghöchsten Militärkommandeur und die Person, die dem iranischen Obersten Führer Ali Chamenei am nächsten steht", wie es in einer Erklärung der Armee hieß. Schadmani sei zugleich Befehlshaber der Revolutionsgarden und der iranischen Streitkräfte gewesen.

Bei ihrer am Freitag gestarteten Angriffswelle hatte die israelische Armee zuvor bereits mehrere ranghohe iranische Militärvertreter getötet. Dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zufolge strebt Israel an, die militärische Führung des Iran auszuschalten. "Wir löschen sie aus, einen nach dem anderen", hatte er am Montag gesagt.

Auch eine Tötung von Chamenei schloss Netanjahu nicht aus. "Das würde den Konflikt nicht eskalieren, das würde den Konflikt beenden", sagte er in einem Interview mit dem US-Sender ABC News. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus US-Regierungskreisen erfuhr, hielt Trump Netanjahu jedoch davon ab, das geistliche Oberhaupt des Iran töten zu lassen.

Der US-Präsident sagte am Dienstag, er strebe eine endgültige Beilegung des Konflikts mit dem Iran an. "Ich will keine Waffenruhe, wir wollen etwas Besseres als einen Waffenstillstand", sagte er auf der Rückreise von dem G7-Gipfel in Kanada zu Journalisten. Sein Ziel sei die "vollständige Aufgabe" des Iran.

Trump hatte das Treffen der westlichen Industriestaaten nach dem ersten Gipfeltag am Montag wegen der Eskalation im Nahen Osten vorzeitig verlassen. "Ich wäre gerne geblieben", sagte er. Es gebe aber "große Dinge", die seine unverzügliche Rückkehr nach Washington erforderten.

Trump und die weiteren Staats- und Regierungschefs der G7-Länder forderten in ihrer am ersten Gipfeltag veröffentlichten Erklärung, im Konflikt zwischen dem Iran und Israel müsse eine Lösung gefunden werden, die zu "einer Deeskalation" führe. Dies müsse auch einen Waffenstillstand im Krieg zwischen Israel und der mit dem Iran verbündeten radikalislamischen Hamas beinhalten. Die G7-Staaten erklärten überdies: "Wir haben immer deutlich gemacht, dass der Iran nie in den Besitz einer Atomwaffe kommen darf."

Westliche Staaten und Israel werfen dem Iran vor, die Urananreicherung hochgefahren zu haben, um eine Atombombe zu bauen. Netanjahu nannte am Montag drei "Hauptziele" der Angriffe: "die Beseitigung des (iranischen) Atomprogramms, die Beseitigung der Produktionskapazitäten für ballistische Raketen und die Beseitigung der Achse des Terrors". Sein Land werde hierfür "alles Notwendige tun" und sei dabei "gut mit den USA abgestimmt", sagte der israelische Regierungschef.

Die USA sind der wichtigste militärische Unterstützer Israels, hatten zuletzt aber auch ihre diplomatischen Bemühungen im Konflikt mit Teheran verstärkt. Vertreter der USA und des Irans trafen sich mehrfach zu Gesprächen über das iranische Atomprogramm.

Angesichts der Eskalation erklärte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth am Montag, er habe angeordnet, "zusätzliche Ressourcen" in das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Central Command zu schicken, um die "Verteidigungsposition" der USA in der Region zu verstärken. Zudem wird der US-Flugzeugträger "USS Nimitz" in die Region verlegt. Das Schiff verließ am Montag Südostasien und befand sich Medienberichten zufolge auf dem Weg in den Nahen Osten.

Indes griffen Israel und der Iran nach eigenen Angaben am Dienstag erneut militärische Infrastruktur des Gegners an. Die israelische Armee meldete "großangelegte Angriffe" auf Raketen- und Drohnenlager sowie Abschussanlagen im Westiran.

Der Iran traf in der Nacht zum Dienstag "strategische Ziele" in Tel Aviv und Haifa, wie der iranische General Kiumars Heidari laut iranischem Staatsfernsehen erklärte. Zudem berichtete das Staatsfernsehen, die Revolutionsgarden hätten eine Zentrale des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad in Tel Aviv getroffen.

Die israelischen Armee erklärte, in mehreren Regionen in Israel sei Sirenenalarm ausgelöst worden, nachdem Drohnen aus dem Iran in Richtung Israel identifiziert worden seien. Zu iranischen Angriffen auf strategische Ziele äußerte sich die Armee zunächst nicht.

Israel und der Iran liefern sich derzeit den schwersten militärischen Konflikt ihrer Geschichte. In Israel wurden durch die iranischen Angriffen nach israelischen Angaben seit Freitag mindestens 24 Menschen getötet. Im Iran wurden nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums mindestens 224 Menschen getötet.

D.Vanacore--PV

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