Pallade Veneta - DR Kongo: Human Rights Watch wirft M23-Miliz Verschleppung von Zivilisten vor

DR Kongo: Human Rights Watch wirft M23-Miliz Verschleppung von Zivilisten vor


DR Kongo: Human Rights Watch wirft M23-Miliz Verschleppung von Zivilisten vor
DR Kongo: Human Rights Watch wirft M23-Miliz Verschleppung von Zivilisten vor / Foto: Jospin Mwisha - AFP/Archiv

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat der M23-Miliz vorgeworfen, mehr als 1500 Zivilisten aus der Demokratischen Republik Kongo nach Ruanda verschleppt zu haben. HRW sprach in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht von einem "Kriegsverbrechen". Die Miliz und Ruanda, das M23 unterstützt, müssten aufhören, Bürger der DR Kongo oder ruandische Flüchtlinge, die im Kongo leben, zu verschleppen.

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Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation sind die Handlungen der M23-Miliz vermutlich Teil des Vorgehens gegen angebliche Mitglieder der FDLR-Miliz im Osten des Kongo. Die FDLR-Miliz wurde von Ruandern geschaffen, die nach dem Völkermord 1994 aus ihrem Heimatland geflohen waren. Ihr Ziel ist der Sturz der heutigen Regierung in Ruanda.

Die M23-Miliz hatte seit Januar mit Unterstützung ruandischer Soldaten große Gebiete im Osten der Demokratischen Republik Kongo eingenommen, darunter die Provinzhauptstädte Goma und Bukavu. Nach UN-Angaben unterstützt Ruanda die M23-Miliz mit tausenden Soldaten.

Die kongolesische Regierung wirft dem Nachbarland Ruanda vor, die Bodenschätze der östlichen Provinzen Nord- und Süd-Kivu ausbeuten zu wollen. Ruanda bestreitet das und gibt an, im Osten der Demokratischen Republik Kongo bewaffnete Gruppen bekämpfen zu wollen, in denen es eine Gefahr für das eigene Gebiet sieht.

F.M.Ferrentino--PV

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