Pallade Veneta - Israels Außenminister: "Ich glaube nicht besonders an Diplomatie mit dem Iran"

Israels Außenminister: "Ich glaube nicht besonders an Diplomatie mit dem Iran"


Israels Außenminister: "Ich glaube nicht besonders an Diplomatie mit dem Iran"
Israels Außenminister: "Ich glaube nicht besonders an Diplomatie mit dem Iran" / Foto: Menahem KAHANA - AFP

Der israelische Außenminister Gideon Saar sieht keine großen Erfolgschancen für die derzeitigen Bemühungen um eine diplomatische Lösung des militärischen Konflikts zwischen seinem Land und dem Iran. "Ich glaube nicht besonders an Diplomatie mit dem Iran", sagte Saar der "Bild"-Zeitung vom Samstag. "Alle diplomatischen Bemühungen bisher waren nicht erfolgreich."

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Die Iraner würden die Gespräche "in der Regel" nutzen, "um zu täuschen, um Zeit zu gewinnen und Fortschritte zu machen - und ich glaube nicht, dass sie ihr Wesen verändert haben", sagte der Minister.

Teheran müsse bereit sein, die Urananreicherung aufzugeben. Er glaube aber nicht an die Bereitschaft des Iran, "wirklich auf die Bedenken und Erwartungen der internationalen Gemeinschaft einzugehen und das Nuklearprogramm aufzugeben, das die Welt gefährdet und Israel existenziell bedroht".

"Ich habe bisher kein konkretes Angebot von den Iranern gesehen, das zeigt, dass sie ihre Meinung geändert haben", sagte der Außenminister weiter. "Derzeit kooperieren sie nicht einmal mit der (Internationalen Atomenergiebehörde) IAEA. Die Inspektion funktioniert derzeit nicht."

In Genf begannen am Freitag Gespräche mehrerer europäischer Außenminister mit dem iranischen Chefdiplomaten Abbas Araghtschi. Ziel war eine Rückkehr zu einer Verhandlungslösung eine Woche nach Beginn des Kriegs zwischen Israel und dem Iran.

Saar sagte der "Bild"-Zeitung und anderen Axel-Springer-Medien, dass er vor Beginn der Genfer Gespräche mit seinem französischen Kollegen Jean-Noël Barrot einen Meinungsaustausch gehabt habe und möglicherweise im Laufe des Tages mit Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sprechen werde.

Der israelische Vertreter bei den Vereinten Nationen in Genf, Daniel Meron, sagte im Vorfeld der Gespräche, die europäischen Außenminister müssten gegenüber dem Iran eine "harte Haltung" einnehmen. Der Iran müsse sein Atomprogramm komplett zurückfahren, seine ballistischen Raketen zerstören und seine "regionalen terroristischen Aktivitäten" und die Unterstützung für "terroristische" Verbündete beenden.

R.Zaccone--PV

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