Pallade Veneta - Tausende bei Europride-Parade in Lissabon

Tausende bei Europride-Parade in Lissabon


Tausende bei Europride-Parade in Lissabon
Tausende bei Europride-Parade in Lissabon / Foto: FILIPE AMORIM - AFP

Tausende Menschen aller Altersgruppen haben am Samstag an der Europride-Parade in Lissabon teilgenommen. Teilnehmer aus mehreren europäischen Ländern zogen mit Plakaten, bunten Luftballons und Regenbogenfahnen beim Pride March durch die zentrale Avenida de la Liberdade in der portugiesischen Hauptstadt. Es sei wichtig, angesichts der Bedrohung der "Grundrechte" in einer sich schnell verändernden Welt "wachsam" zu bleiben, erklärten die Organisatoren in einer Pressemitteilung.

Textgröße ändern:

Portugal gilt hinsichtlich der Rechte sexueller Minderheiten als eines der fortschrittlichsten Länder Europas. Dennoch wächst seit dem Erfolg der rechtsextremen Partei Chega ("Genug") bei der jüngsten Parlamentswahl die Sorge, dass damit bald Schluss sein könnte.

"Die extreme Rechte greift immer zuerst die Minderheiten an", sagte der Pride-Marsch-Teilnehmer Stéphane Fanucchi. Die 29-jährige Claudia Trindade hält es für "wichtig, hier zu sein, um unseren Rechten Gehör zu verschaffen und für unsere Anerkennung zu kämpfen". Denn die Freiheit könne "jederzeit verloren gehen".

Der Pride March in Lissabon bildete den Höhepunkt der Europride, die seit 1992 jedes Jahr in einer anderen europäischen Stadt stattfindet. Der Pride March am vorletzten Tag der Veranstaltungswoche ist mit der Parade zum Christopher Street Day vergleichbar. Die Europride war einige Tage zuvor mit Ausstellungen, Konzerten und Konferenzen eröffnet worden.

In Portugal wurde Homosexualität bis 1982 als Straftat behandelt. Obwohl Portugal stark vom Katholizismus geprägt ist, hat sich das Land seitdem zu einem Vorreiter in Sachen LGBTQ-Rechte entwickelt. So war Portugal 2010 eines der ersten Länder in Europa, das die gleichgeschlechtliche Ehe legalisierte. Es folgten ein Gesetz, das Homosexuellen die Adoption erlaubt, sowie Gesetze gegen die Diskriminierung von Transgender-Personen. Die englische Abkürzung LGBTQ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Venezolanische Oppositionsvertreterin Macero in ihre Heimat zurückgekehrt

Die venezolanische Oppositionsvertreterin Claudia Macero ist aus dem zweijährigen Exil in ihre Heimat zurückgekehrt. Macero wurde am Sonntagabend am Flughafen in Caracas von hunderten Anhängern empfangen, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP feststellte. Die 34-Jährige gilt als wichtigste Stellvertreterin der Oppositionsführerin María Corina Machado.

Wadephul reist zu Antrittsbesuch in die Niederlande

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) reist am Montag zu seinem Antrittsbesuch in die Niederlande. In Den Haag trifft er zunächst seinen niederländischen Kollegen Tom Berendsen zu Gesprächen über den EU-Haushalt, die weitere Unterstützung der Ukraine sowie die bilaterale militärische Zusammenarbeit. Danach ist am Nachmittag gegen 16.30 Uhr eine Preesekonferenz geplant. Das Deutsch-Niederländische Korps hatte kürzlich eine Führungsrolle in der Nato-Verteidigungsplanung für Estland und Lettland übernommen.

EU-Verteidigungsminister beraten über Patriot-Raketen für die Ukraine

Die Verteidigungsminister der EU beraten am Montag in Brüssel unter anderem darüber, wie die Ukraine mit mehr Raketen des US-Luftabwehrsystems Patriot ausgestattet werden kann. Ein Vorschlag sieht nach Angaben eines ranghohen EU-Beamten vor, dass Mitgliedstaaten ihren Platz in der Warteschlange für Bestellungen mit der Ukraine tauschen. Das Patriot-System spielt eine zentrale Rolle beim Schutz vor ballistischen Raketen aus Russland.

CDU-Generalsekretärin Hoppermann warnt SPD und Grüne vor Koalition mit Linker in Berlin

Nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann Grüne und SPD in scharfer Form vor einer Koalition mit der Linken gewarnt - und diese zu einem Bündnis mit ihrer Partei aufgefordert. "Es gibt eine andere Mehrheit mit der Union. SPD und Grüne müssen nun für sich entscheiden, ob sie sich zum Steigbügelhalter von linken Extremisten machen wollen", sagte Hoppermann der "Rheinische Post" vom Montag. Die Berliner Linke sei radikal und antisemitisch.

Textgröße ändern: