Pallade Veneta - Milliardär Mikati wieder mit Regierungsbildung im Libanon beauftragt

Milliardär Mikati wieder mit Regierungsbildung im Libanon beauftragt


Milliardär Mikati wieder mit Regierungsbildung im Libanon beauftragt
Milliardär Mikati wieder mit Regierungsbildung im Libanon beauftragt / Foto: Anwar AMRO - AFP

Der bisherige libanesische Regierungschef Nadschif Mikati ist erneut mit der Regierungsbildung beauftragt worden. Im Parlament in Beirut entfielen auf den 66-jährigen Milliardär am Donnerstag 54 Stimmen. Sein wichtigster Kontrahent, der frühere UN-Botschafter Nawaf Salam, bekam 25 Stimmen. Präsident Michel Aoun übertrug dem sunnitischen Muslim Mikati daraufhin formell die Aufgabe der Regierungsbildung.

Textgröße ändern:

Die Parlamentswahl im Libanon von Mitte Mai hatte keine klare Mehrheit ergeben. Das politische Lager um die schiitische Hisbollah-Partei büßte ihre Mehrheit ein. Bei der Abstimmung am Donnerstag bekam Mikati die Unterstützung der Hisbollah.

Das Amt des Regierungschefs ist im Libanon traditionell für einen Sunniten reserviert. Das Amt des Präsidenten wird von einem maronitischen Christen ausgeübt, das Amt des Parlamentspräsidenten von einem schiitischen Muslim. Die bisherige Regierung unter Mikati war im September vergangenen Jahres erst nach monatelangem Tauziehen um die Macht zustande gekommen. 13 Monate lang war das Land damals ohne Regierung gewesen.

Der Libanon leidet unter einer schweren Wirtschaftskrise, die durch die Explosionskatastrophe im Hafen von Beirut vom August 2020 verschärft worden war.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Trump: Putin will Nato nicht angreifen - Gesandte mit Ukraine-Plan unterwegs

US-Präsident Donald Trump hält nach den deutschen Vorwürfen gegen Russland wegen des versuchten Drohnen-Anschlags am Flughafen Leipzig an seiner Einschätzung fest, dass Kreml-Chef Wladimir Putin keinen Angriff auf Nato-Gebiet plant. "Ich spreche mit ihm. Ich kenne ihn sehr gut. Putin will kein Nato-Gebiet angreifen", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus auf die Frage eines AFP-Reporters.

Vor Abschied bei der UNO: Baerbock fordert erneut UN-Generalsekretärin

Die frühere Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat sich wenige Tage vor ihrem Ausscheiden als Präsidentin der UN-Generalversammlung noch einmal für eine Frau an der Spitze der Vereinten Nationen stark gemacht. Dies sei ein "Testfall für die Glaubwürdigkeit der Organisation", erklärte Baerbock am Freitag in New York. Bislang waren ausschließlich Männer UN-Generalsekretär.

Meloni feiert Amtszeit-Rekord und stimmt auf Wahlkampf 2027 ein

Mit einer Kundgebung in der Hafenstadt Bari hat die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni den Amtszeit-Rekord ihrer Regierung gefeiert und zugleich den Blick auf die Parlamentswahl 2027 gerichtet. "Stabilität ist kein Rekord, den man zur Schau stellt, sondern die Voraussetzung dafür, dass eine Nation planen, entscheiden, ihre Verpflichtungen einhalten und respektiert werden kann", erklärte die 49-jährige Vorsitzende der ultrarechten Fratelli d'Italia (FdI) im Onlinedienst X.

Angriff am helllichten Tag: Russische Drohne trifft Geheimdienst-Zentrale in Kiew

Am helllichten Tag ist der Sitz des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU im Zentrum von Kiew von einer russischen Drohne getroffen worden. Der Angriff am Freitag habe "direkt" auf das Büro des Geheimdienstchefs gezielt, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Onlinedienst Telegram. Nach Behördenangaben wurden zwölf Menschen verletzt. Der Angriff erfolgte kurz vor einem Besuch der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Kiew.

Textgröße ändern: