Pallade Veneta - Merz: Von Trump vorgeschlagene Waffenruhe ist "eine sehr gute Entwicklung"

Merz: Von Trump vorgeschlagene Waffenruhe ist "eine sehr gute Entwicklung"


Merz: Von Trump vorgeschlagene Waffenruhe ist "eine sehr gute Entwicklung"
Merz: Von Trump vorgeschlagene Waffenruhe ist "eine sehr gute Entwicklung" / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die von US-Präsident Donald Trump verkündete Waffenruhe im Krieg zwischen dem Iran und Israel begrüßt. "Gelingt dieser Waffenstillstand nach den entscheidenden Militärschlägen der USA gegen die iranischen Nuklearanlagen, ist das eine sehr gute Entwicklung", schrieb Merz am Dienstag im Onlinedienst X. "Sie wird den Nahen Osten und die Welt sicherer machen."

Textgröße ändern:

"Ich appelliere sowohl an Iran als auch an Israel, diesem Aufruf zu folgen", erklärte Merz weiter. Dem Kanzler zufolge soll die Waffenruhe auch Thema am Rande des am Dienstag beginnenden Nato-Gipfels in Den Haag sein. Dort werde mit "den amerikanischen und europäischen Partnern" beraten, "wie die Lage nun weiter stabilisiert werden kann".

Trump hatte in der Nacht verkündet, dass Israel und der Iran einer stufenweisen Waffenruhe zugestimmt hätten. Zunächst werde der Iran die Waffen schweigen lassen und dann Israel, bis nach 24 Stunden ein Ende des Krieges erreicht sei. Dienstagfrüh erklärte der US-Präsident dann in seinem Onlinedienst Truth Social, dass die Feuerpause "jetzt in Kraft" sei.

Nachdem zunächst eine Bestätigung der Waffenruhe-Vereinbarung durch Israel und den Iran fehlte, signalisierte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Dienstagfrüh in Onlinenetzwerken die Bereitschaft seines Landes, seine Attacken auf Israel einzustellen. Die israelische Regierung erklärte später am Dienstagmorgen, dass sie der Feuerpause zugestimmt habe, nachdem "alle Ziele" erreicht und die "doppelte existenzielle Bedrohung" durch das iranische Atom- und Raketenprogramm beseitigt worden sei.

Israel hatte am 13. Juni einen Großangriff auf den Iran gestartet und bombardierte seitdem insbesondere Atomanlagen und militärische Einrichtungen in dem Land. Der Iran attackierte Israel seitdem mit Raketen und Drohnen.

Die USA griffen in der Nacht zum Sonntag in den Krieg ein, indem sie die drei iranischen Atomanlagen Fordo, Natans und Isfahan bombardierten. Kurz vor Trumps Ankündigung einer Waffenruhe hatte der Iran den US-Stützpunkt Al-Udeid in Katar angegriffen. Die dortigen Soldaten waren nach Warnungen jedoch in Sicherheit gebracht worden, es gab weder Tote noch Verletzte.

A.Saggese--PV

Empfohlen

Ungarns Oppositionsführer Magyar prangert Korruption von Orbans Regierung an

Ungarns Oppositionsführer Peter Magyar hat angesichts der im April anstehenden Parlamentswahl versprochen, die Korruption im Land zu bekämpfen, die Wirtschaft anzukurbeln und sich für eine Stärkung der bürgerlichen Freiheiten einzusetzen. "Es ist an der Zeit, Korruption bei ihrem Namen zu nennen: Diebstahl", sagte Magyar am Sonntag vor hunderten Anhängern in Budapest. Bei der Wahlkampfveranstaltung in der ungarischen Hauptstadt beschuldigte er die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban, Milliarden Euro veruntreut zu haben und zivile Freiheiten zu beschneiden.

Ghana fordert UN-Anerkennung des Sklavenhandels als "schwerstes Verbrechen"

Ghanas Präsident John Dramani Mahama will eine Resolution bei den Vereinten Nationen einbringen, um den Sklavenhandel als "schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit" einzustufen. Die Welt müsse endlich anerkennen, dass es in der Geschichte "keine schwerwiegendere Ungerechtigkeit gegen die Menschheit gegeben hat als den transatlantischen Sklavenhandel", erklärte Mahama am Sonntag zum Abschluss eines Gipfeltreffens der Afrikanischen Union (AU) in Addis Abeba.

Transatlantisches Verhältnis und Ukraine-Krieg prägen Münchner Sicherheitskonferenz

Die Erschütterungen im transatlantischen Bündnis und der Ukraine-Krieg haben die 62. Ausgabe der Münchner Sicherheitskonferenz geprägt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) äußerten deutliche Kritik an der US-Regierung, US-Außenminister Marco Rubio verband Worte der Verbundenheit zu Europa mit der Forderung nach der Bekämpfung irregulärer Einwanderung. Während des dreitägigen Treffens mit mehr als 60 Staats- und Regierungschefs sorgten zudem eine Großkundgebung der iranischen Exil-Opposition und Enthüllungen zum Gifttod des russischen Kreml-Kritikers Alexej Nawalny in russischer Haft für Aufsehen.

Lettlands Geheimdienstchef warnt vor russischer Aggression auch nach Ende des Ukraine-Krieges

Lettlands Geheimdienstchef Egils Zviedris hat angesichts der auf Krieg eingestellten russischen Wirtschaft vor einer fortgesetzten Aggression Moskaus über die Ukraine hinaus gewarnt. "Die potenzielle Aggressivität Russlands nach Beendigung des Ukraine-Krieges wird von vielen Faktoren abhängen", sagte Zviedris am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas forderte derweil, Russland am Verhandlungstisch nicht mehr zuzugestehen als an der Front.

Textgröße ändern: