Pallade Veneta - UN-Entwicklungskonferenz geht mit Aufruf zu mehr Zusammenarbeit zu Ende

UN-Entwicklungskonferenz geht mit Aufruf zu mehr Zusammenarbeit zu Ende


UN-Entwicklungskonferenz geht mit Aufruf zu mehr Zusammenarbeit zu Ende
UN-Entwicklungskonferenz geht mit Aufruf zu mehr Zusammenarbeit zu Ende / Foto: CRISTINA QUICLER - AFP

Im spanischen Sevilla ist die vierte UN-Konferenz für Entwicklungsfinanzierung (FfD4) mit einem Aufruf zu mehr Zusammenarbeit zwischen den Staaten zu Ende gegangen. "Lassen Sie uns dafür sorgen, dass die FfD4 als eine Konferenz in Erinnerung bleibt, auf der sich die Welt für Zusammenarbeit statt für Fragmentierung entschieden hat", sagte die stellvertretende UN-Generalsekretärin Amina Mohammed am Donnerstag zum Abschluss der viertägigen Konferenz. Sie äußerte zudem die Hoffnung, dass die USA künftig wieder eine zentrale Rolle in der Entwicklungshilfe einnehmen werden.

Textgröße ändern:

Insgesamt nahmen rund 50 Staats- und Regierungschefs an der Konferenz teil, es war die vierte dieser Art seit 2002. Die deutsche Delegation wurde von Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) geleitet.

Keine Delegation nach Spanien geschickt hatten die USA - was symbolisch für den Rückzug der Vereinigten Staaten aus der internationalen Entwicklungszusammenarbeit steht. Am Dienstag stellte die US-Entwicklungshilfebehörde USAID nach drastischen Kürzungen offiziell ihre Arbeit ein.

Mohammed sagte auf der Pressekonferenz, sie hätte sich die Anwesenheit von mehr Staatenlenkern gewünscht. "Das heißt aber nicht, dass wir sie nicht auf unserer Seite haben werden", sagte sie.

Die USA bezeichnete Mohammed als "wichtigen Akteur", der über die Jahre "Finanzmittel und Unterstützung für eine nachhaltige Entwicklung" bereitgestellt habe. "Wir freuen uns auf den Moment, an dem sie zurückkehren werden."

Mit 63 Milliarden Dollar (54 Milliarden Euro) öffentlicher Hilfe im Jahr 2024 waren die Vereinigten Staaten für viele Organisationen der wichtigste Geber. Einer in der Fachzeitschrift "Lancet" veröffentlichten Studie zufolge könnten bis 2030 mehr als 14 Millionen Menschen aufgrund der Kürzungen von US-Hilfen unter der Regierung von Präsident Donald Trump sterben.

Die Nichtregierungsorganisation Oxfam erklärte, die Konferenz in Sevilla habe gezeigt, dass noch "erhebliche Herausforderungen" bestünden, damit die Länder des Südens ihre "Ziele für nachhaltige Entwicklung" erreichen können. Die Organisation forderte angesichts der aktuellen "geopolitischen Unsicherheit" mehr "Multilateralismus".

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

"Keinerlei Scham": Obama äußert sich erstmals über Trumps Affen-Video

Der frühere US-Präsident Barack Obama hat sich erstmals über ein von Amtsinhaber Donald Trump veröffentlichtes Video geäußert, das ihn und seine Ehefrau Michelle als Affen verunglimpfte. Obama beklagte dabei am Samstag in einem Interview mit dem Politik-Podcaster Brian Tyler Cohen fehlende "Scham" und fehlenden "Anstand" in der Politik. Die meisten US-Bürger würden ein solches Verhalten als "zutiefst verstörend" empfinden.

Selenskyj nimmt in München stellvertretend für alle Ukrainer Kleist-Preis entgegen

Für ihren anhaltenden Widerstand gegen die russischen Invasionstruppen sind die Ukrainer mit dem Ewald-von-Kleist-Preis der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) geehrt worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nahm den Preis am Samstagabend stellvertretend für die ukrainische Bevölkerung in Empfang. Gastgeber der Zeremonie in München war Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Angehörige von politischen Gefangenen in Venezuela treten in den Hungerstreik

Angehörige von politischen Gefangenen in Venezuela sind in den Hungerstreik getreten, um die Freilassung der Inhaftierten zu erzwingen. Sie starteten ihre Aktion am Samstag vor einem Gefängnis in der Hauptstadt Caracas. Mit dem Hungerstreik wollen sie auch Druck auf das Parlament ausüben, wo sich die geplante Verabschiedung eines Amnestie-Gesetzes für politische Gefangene verzögert hat.

Dänische Regierungschefin Frederiksen: USA wollen Grönland weiterhin besitzen

Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sieht Grönland weiterhin durch US-Pläne zur Übernahme der Arktis-Insel bedroht. "Leider denke ich, dass der Wunsch derselbe ist", sagte sie am Samstag bei der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) auf die Frage, ob Trump ihrer Meinung nach die Insel immer noch besitzen wolle. Der Druck auf Grönland sei "völlig inakzeptabel", fügte Frederiksen hinzu.

Textgröße ändern: