Pallade Veneta - Deutlich weniger Teilnehmer an Protest gegen G7-Gipfel als erwartet

Deutlich weniger Teilnehmer an Protest gegen G7-Gipfel als erwartet


Deutlich weniger Teilnehmer an Protest gegen G7-Gipfel als erwartet
Deutlich weniger Teilnehmer an Protest gegen G7-Gipfel als erwartet / Foto: CHRISTOF STACHE - AFP

Mehrere tausend Menschen haben am Samstag in München friedlich gegen die Politik des G7-Gipfels auf Schloss Elmau protestiert. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich etwa 4000 Menschen an einer Kundgebung und anschließenden Demonstration, nach Angaben der Organisatoren waren es etwa 6000 Menschen. Die Proteste standen unter dem Motto "Gerecht geht anders" und bildeten den Auftakt einer Reihe von Protestveranstaltungen gegen den G7-Gipfel.

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Die Polizei meldete keine Zwischenfälle. Mit den 4000 bis 6000 Menschen kamen deutlich weniger als von den Veranstaltern angemeldet - sie waren von bis zu 20.000 Teilnehmern ausgegangen. Damit fielen die Proteste auch deutlich geringer aus als beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau 2015, als zur zentralen Demonstration etwa 35.000 Menschen nach München gekommen waren.

Der zu den Mitorganisatoren zählende Uwe Hiksch von den Naturfreunden Deutschlands sagte, er sei "hochzufrieden" mit dem Verlauf der Demonstration. "Die Anzahl der Teilnehmenden war nur leider nicht so hoch, wie wir erhofft hatten." Hiksch erklärte dies damit, dass gerade im bürgerlichen Lager eine große Verunsicherung wegen des Ukraine-Kriegs zu spüren und auch an die Organisatoren zurückgemeldet worden sei. Viele würden sich fragen, ob angesichts des Kriegs Klima-Demonstrationen angebracht seien und seien deshalb verunsichert.

Ein Bündnis zahlreicher Organisationen hatte zu der Großkundgebung auf der Theresienwiese und zu einer anschließenden Demonstration durch die Münchner Innenstadt aufgerufen. Teilnehmer trugen Fahnen mit Aufschriften wie "Fossile stoppen - Klima retten". Eine Rednerin der Umweltschutzorganisation Greenpeace sagte vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine, "während uns der Krieg in Atem hält, spitzt sich die Klimakrise immer weiter zu. Wer Frieden will, muss raus aus den fossilen Energien."

Die Kritiker des am Sonntag auf Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen beginnenden G7-Gipfels fordern als Konsequenz aus dem Krieg Russlands gegen die Ukraine ein schnelles Ende der Abhängigkeit von Öl, Gas und Kohle. Außerdem verlangen sie einen konsequenten Kampf gegen Klimakrise und Artensterben sowie mehr Einsatz gegen Hunger, Armut und Ungleichheit. Zum Trägerkreis des Protestbündnisses zählen der WWF, Greenpeace, Attac, Campact und Brot für die Welt.

Die Proteste in München sind der Auftakt einer ganzen Reihe an Kundgebungen und Demonstrationen, die den von Sonntag bis Dienstag dauernden G7-Gipfel auf Schloss Elmau begleiten. Deutschland ist turnusgemäß Gastgeber des Treffens von Staats- und Regierungschefs. Erwartet auf Schloss Elmau werden unter anderem US-Präsident Joe Biden und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

A.Fallone--PV

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