Pallade Veneta - Zehn Tote bei Protesten gegen Regierung in Kenia - Mehr als 500 Festnahmen

Zehn Tote bei Protesten gegen Regierung in Kenia - Mehr als 500 Festnahmen


Zehn Tote bei Protesten gegen Regierung in Kenia - Mehr als 500 Festnahmen
Zehn Tote bei Protesten gegen Regierung in Kenia - Mehr als 500 Festnahmen / Foto: SIMON MAINA - AFP

Bei Demonstrationen gegen die Regierung sind in Kenia nach Angaben der Kenianischen Menschenrechtskommission (KNCHR) zehn Menschen getötet worden. Weitere 29 Menschen seien in 17 Verwaltungsbezirken verletzt worden, teilte die Kommission am Montag mit. In der Hauptstadt Nairobi war ein schweres Polizeiaufgebot im Einsatz, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Nach Polizeiangaben wurden 567 Menschen festgenommen. Einige Menschen seien entschlossen gewesen, "illegale Handlungen" zu begehen, etwa Plünderungen oder Angriffe auf Beamte.

Textgröße ändern:

Die Polizei beschoss nach AFP-Angaben kleine Ansammlungen von Menschen mit Tränengas. Einige Demonstranten warfen demnach mit Steinen auf Sicherheitskräfte und plünderten Geschäfte.

Nach Angaben der KNCHR waren in mehreren Verwaltungsbezirken des Landes auch "kriminelle Gangs mit einfachen Waffen wie Peitschen, Holzknüppeln, Macheten, Speeren und Pfeil und Bogen" bei den Protesten anwesend. In Nairobi seien "diese vermummten Gangs Seite an Seite mit Polizisten" gesehen worden.

In einer Erklärung gegenüber AFP wies die kenianische Polizei die Vorwürfe der KNCHR zurück. Die Sicherheitskräfte würden niemals mit "kriminellen Elementen" zusammenarbeiten. Innenminister Kipchumba Murkomen erklärte im Onlinedienst X, die Demonstrationen seien "von Kriminellen infiltriert worden, die Chaos und Zerstörung verursachen wollen".

Am 7. Juli, dem "Saba-Saba-Tag" (Sieben-Sieben-Tag), erinnern Demonstrationen in Kenia an Proteste vom 7. Juli 1990, als Kenianerinnen und Kenianer nach Jahren der autokratischen Regierung des damaligen Präsidenten Daniel arap Moi eine Rückkehr zur Demokratie forderten.

Ende Juni war eine Demonstration in Nairobi gewaltsam niedergeschlagen worden, 19 Menschen wurden getötet und hunderte weitere verletzt. Die Regierung bezeichnete die Proteste als "versuchten Staatsstreich".

Im vergangenen Jahr waren in Kenia bei Demonstrationen gegen Korruption und ein umstrittenes Haushaltsgesetz mehr als 60 Menschen getötet und mehr als 80 weitere verschleppt worden, mehrere Menschen sind nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen bis heute verschwunden.

Unter anderem die schlechte wirtschaftliche Situation des ostafrikanischen Landes und geplante Steuererhöhungen sorgen außerdem für großen Unmut in Kenia. Der Ärger richtet sich gegen den seit 2022 amtierenden Präsidenten William Ruto, der schnellen wirtschaftlichen Fortschritt angekündigt hatte.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Hisbollah-Chef Kassem: Israel kann Miliz nicht "brechen"

Der Chef der pro-iranischen Hisbollah, Naim Kassem, hat in einer Rede vor Anhängern die Widerstandsfähigkeit der Miliz betont. Israel sei nicht in der Lage gewesen, "den Widerstand zu brechen", sagte Kassem am Sonntag bei einer Gedenkveranstaltung zum zweiten Todestag seines Vorgängers Hassan Nasrallah. "Angesichts der großen Opfer, die wir bis jetzt gebracht haben, können wir nur weitermachen, und wir können nicht besiegt werden", verkündete er.

Stichwahlen in Niedersachsen: Hannovers Oberbürgermeister Onay in Amt bestätigt

Der Grünen-Politiker Belit Onay bleibt für weitere acht Jahre Oberbürgermeister der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover. Er setzte sich am Sonntag in einer Stichwahl mit 61,5 Prozent der Stimmen klar gegen den SPD-Bewerber Axel von der Ohe durch, der nach Angaben der Stadt auf 38,5 Prozent kam.

Trump erwartet Fortsetzung der indirekten Gespräche mit dem Iran in nächsten Tagen

US-Präsident Donald Trump erwartet eine Fortsetzung der indirekten Gespräche mit dem Iran über ein Ende des Krieges für die nächsten Tage. Er sagte dem US-Nachrichtenportal "Axios" am Sonntag in einem Telefoninterview, dass er für die kommende Woche mit den Gesprächen rechne. "Sie wollen einen Deal machen, aber es ist nicht der Deal, den ich machen will", sagte er.

Serbischer Präsident Vucic erklärt seinen Rücktritt

Der serbische Präsident Aleksandar Vucic hat seinen Rücktritt erklärt und damit den Weg für seine Kandidatur als Regierungschef bei den vorgezogenen Neuwahlen am 25. Oktober freigemacht. "Ich trete als Präsident zurück", sagte Vucic am Sonntag vor Anhängern am Präsidentenpalast in Belgrad. "Morgen früh werde ich meine Amtsgeschäfte an den Parlamentspräsidenten übergeben", kündigte er an.

Textgröße ändern: