Pallade Veneta - Hunderte Polizeianschlüsse blockiert: Durchsuchungen bei fünf jungen Verdächtigen

Hunderte Polizeianschlüsse blockiert: Durchsuchungen bei fünf jungen Verdächtigen


Hunderte Polizeianschlüsse blockiert: Durchsuchungen bei fünf jungen Verdächtigen
Hunderte Polizeianschlüsse blockiert: Durchsuchungen bei fünf jungen Verdächtigen / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Nach der Störung zahlreicher Telefonanschlüsse der Polizei sind Ermittler zu Durchsuchungen bei fünf teils noch minderjährigen Verdächtigen in mehreren Bundesländern ausgerückt. Wie die Polizei im niedersächsischen Osnabrück am Donnerstag berichtete, geht es um den Verdacht der Computersabotage. Die Beschuldigten sind 16 bis 19 Jahre alt, es geht um mehr als 800 Fälle. Anschlüsse der Polizei wurden demnach in Telefonkonferenzen umgeleitet und so kurzzeitig blockiert.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Beamten ereigneten sich die mutmaßlichen Taten über einen Zeitraum von mehreren Wochen seit Jahresanfang. Betroffen waren vor allem Polizeidienststellen in Deutschland sowie in Nachbarstaaten, darunter auch im Bereich der Polizeidirektion Osnabrück. Demnach wurden dienstliche Anschlüsse durch Anrufe in sogenannte Dial-Out-Telefonkonferenzen eingebunden. Sie waren dadurch für wenigen Sekunden bis hin zu etwas mehr als einer Minute besetzt.

Bereits Ende Juni wurden Objekte in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bremen durchsucht - darunter in Wentorf bei Hamburg, Mülheim an der Ruhr und Eppingen. Als Beweismittel für die Ermittlungen wurden dabei etwa Smartphones, Laptops und Netzwerktechnik beschlagnahmt.

Nach Angaben der Ermittler bedienten sich die jungen Verdächtigen mutmaßlich "technischer Manipulationen" bei der Tatausübung. Zu den möglichen Motiven lagen nach Angaben einer Polizeisprecherin zunächst keine Erkenntnisse vor.

"Gerade in Zeiten, in denen schnelle Erreichbarkeit entscheidend sein kann, wiegen solche Störungen besonders schwer", erklärte die Sprecherin der Beamten weiter. Sie beeinträchtigten den Arbeitsalltag der Polizei "massiv".

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Pahlavi bei Kundgebung in München: Möchte "Übergang" im Iran anführen

Bei einer Großkundgebung in München gegen die Führung in Teheran hat der Exil-Oppositionelle Reza Pahlavi angekündigt, den "Übergang" im Iran anführen zu wollen. Der in den USA lebende Sohn des 1979 gestürzten Schahs sprach am Samstag in der bayerischen Landeshauptstadt auf einer Kundgebung mit rund 200.000 Menschen. Er wolle den Iran in eine "demokratische Zukunft" führen, sagte Pahlavi.

Merz will Alkoholausschank auf CDU-Parteitag einschränken

CDU-Chef und Bundeskanzler Friedrich Merz will den Alkoholausschank auf dem CDU-Parteitag am kommenden Wochenende einschränken. "Aufgrund einer aktuellen Lagebeurteilung und auf Entscheidung des Parteivorsitzenden hin müssen wir den Zeitplan für den Ausschank alkoholischer Getränke am Freitagabend leider kurzfristig anpassen", zitierte der Berliner "Tagesspiegel" am Samstag aus einem Schreiben der Parteizentrale an die Aussteller während des Parteitages.

Pistorius wirft USA schädigendes Verhalten gegenüber der Nato vor

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz der US-Regierung von Präsident Donald Trump schädigendes Verhalten gegenüber der Nato vorgeworfen. "Die territoriale Integrität und Souveränität eines Nato-Mitgliedstaates in Frage stellen. Europäische Verbündete von Verhandlungen ausschließen, die für die Sicherheit auf dem Kontinent von entscheidender Bedeutung sind. All dies schadet unserem Bündnis und stärkt unsere Gegner", sagte Pistorius am Samstag unter Bezugnahme auf die von Washington geäußerten Ansprüche auf Grönland und auf die Verhandlungstaktik zur Beendigung des Ukraine-Krieges.

Schleswig-Holstein: Früherer Kieler Oberbürgermeister Kämpfer ist neuer SPD-Landeschef

Die SPD in Schleswig-Holstein hat den früheren Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer zu ihrem neuen Landeschef gewählt. Auf einem Parteitag in Büdelsdorf stimmten am Samstag laut Taguntspräsidium 93,9 Prozent der Delegierten für den 53-Jährigen, wie die Partei mitteilte. Kämpfer folgt auf die Landesvorsitzende Serpil Midyatli, die ihr Amt im Rahmen einer Neuaufstellung an der Parteispitze zur Verfügung stellte.

Textgröße ändern: