Pallade Veneta - 120 Tote nach Flut in Texas: Trump am Freitag im Katastrophengebiet erwartet

120 Tote nach Flut in Texas: Trump am Freitag im Katastrophengebiet erwartet


120 Tote nach Flut in Texas: Trump am Freitag im Katastrophengebiet erwartet
120 Tote nach Flut in Texas: Trump am Freitag im Katastrophengebiet erwartet / Foto: RONALDO SCHEMIDT - AFP

Rund eine Woche nach der Flutkatastrophe im US-Bundesstaat Texas steigt die Zahl der Todesopfer weiter an: Die Behörden sprachen am Donnerstag in einer weiteren vorläufigen Bilanz von 120 Toten. Zudem wurden noch 170 Menschen vermisst. US-Präsident Donald Trump wird am Freitag mit seiner Frau Melania in dem Katastrophengebiet erwartet.

Textgröße ändern:

Alleine 96 Todesopfer wurden in dem am schwersten betroffenen Landkreis Kerr gefunden, darunter 36 Kinder, wie der örtliche Polizeichef Larry Leitha vor Journalisten sagte. Der texanische Gouverneur Greg Abbott betonte, die Liste der Opfer könne noch länger werden.

Nach heftigen Regenfällen war vergangene Woche in der Nacht zum Freitag der Wasserstand des Flusses Guadalupe meterhoch angestiegen. In der beliebten Ferienregion hatten am verlängerten Wochenende des US-Nationalfeiertags viele Menschen am Flussufer gecampt. Überschwemmt wurde auch ein christliches Sommerlager, in dem sich zum Zeitpunkt der Flut rund 750 Mädchen aufhielten. Viele wurden im Schlaf vom Hochwasser überrascht.

Mindestens 27 Teilnehmerinnen und Betreuer des Feriencamps Camp Mystic starben. Fünf Teilnehmerinnen und ein Betreuer wurden zuletzt noch vermisst, wie Leitha mitteilte.

An den Such- und Bergungsarbeiten sind mehr als 2000 Einsatzkräfte beteiligt. Auch Hubschrauber, Drohnen und Spürhunde kommen zum Einsatz. Schlamm, Trümmer und teils dichte Vegetation erschweren die Suche nach den Flutopfern.

Auch viele Privatleute suchten nach Vermissten. In der Stadt Hunt grub sich der 24-jährige Javier Torres auf der Suche nach seiner Großmutter durch den Schlamm. Wie er der Nachrichtenagentur AFP sagte, hatte er zuvor schon die Leichen seines Großvaters sowie zweier Mädchen entdeckt, die offenbar vom Fluss angespült worden waren.

Präsident Trump will am Freitag zusammen mit seiner Frau Melania das Katastrophengebiet in Texas besuchen, wie er diese Woche ankündigte. Er hatte von einer Jahrhundertkatastrophe gesprochen.

Nach der Flut geriet der US-Präsident wegen seiner Kürzungen beim Nationalen Wetterdienst (NWS) und der US-Klimaschutzbehörde NOAA in die Kritik. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, bezeichnete es als "widerwärtige Lüge", Trump für die Folgen der Überschwemmungen verantwortlich zu machen.

Viele Meteorologen sehen die Verantwortung bei örtlichen Behörden, die Warnungen des NWS nicht rechtzeitig weitergeleitet hätten. Polizeichef Leitha sagte, die offenen Fragen müssten "beantwortet werden". Eine Untersuchung werde es aber erst nach Abschluss des Katastropheneinsatzes geben.

Bei einer Sturzflut im Bundesstaat New Mexico westlich von Texas waren am Dienstag in dem Ort Ruidoso zudem ein Mann und zwei Kinder ums Leben gekommen. Wissenschaftlern zufolge führt der Klimawandel dazu, dass extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen und Überschwemmungen häufiger und heftiger werden.

H.Ercolani--PV

Empfohlen

Motto "Haltung ist hot": Hnderttausende ziehen bei CSD-Kundgebung durch Berlin

Hunderttausende Menschen haben am Samstag in Berlin an der diesjährigen Großkundgebung zum Christopher Street Day (CSD) teilgenommen. Unter dem Motto "Haltung ist hot" zogen die Teilnehmenden bei hochsommerlichem Wetter durch das Zentrum der Bundeshauptstadt. Eine Polizeisprecherin berichtete am Nachmittag von einem friedlichen Verlauf. Die Polizei war nach eigenen Angaben mit 2200 Einsatzkräften im Einsatz, um für ein "sicheres, buntes und friedliches Fest" zu sorgen.

USA und Iran verschärfen Seekonflikt - Huthis melden Angriff auf Saudi-Arabien

Der im Zuge des Iran-Kriegs entstandene Schifffahrts-Konflikt hat sich erneut verschärft. US-Streitkräfte beschossen nach eigenen Angaben einen Tanker in der Straße von Hormus, der ihre Blockade iranischer Häfen durchbrechen wollte. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten am Samstag, sie hätten vier Schiffe an der wichtigen Meerenge gestoppt. Derweil meldete die vom Iran unterstützte jemenitische Huthi-Miliz einen Angriff auf Ölanlagen in Saudi-Arabien.

Nach Rücktritt von Bildungsminister: Indische Kakerlaken-Bewegung beendet Proteste

Die sogenannte Kakerlaken-Bewegung (CJP) in Indien hat nach tagelangen Kundgebungen gegen die Missstände im Bildungssystem ihren Protest eingestellt. Die Regierung habe alle ihre Forderungen "akzeptiert", erklärte CJP-Sprecher Ashutosh Ranka am Samstag. "Wir fordern die Demonstranten auf, sich zurückzuziehen und friedlich nach Hause zu gehen", fügte er nach einem Treffen mit Regierungsvertretern hinzu.

Mindestens 16 Tote bei gegenseitigen Angriffen Russlands und der Ukraine

Bei ukrainischen und russischen Angriffen sind in beiden Ländern am Samstag insgesamt mindestens 16 Menschen getötet worden. Behörden des russisch besetzten Teils der ukrainischen Region Saporischschja meldeten acht Tote. In der Grenzregion Belgorod gab es russischen Angaben zufolge zwei Todesopfer, im russisch besetzten Teil der Region Cherson ein weiteres. Von ukrainischer Seite wurden insgesamt fünf Todesopfer bekanntgegeben. Die Ukraine griff zudem eine Ölraffinerie in Sibirien an.

Textgröße ändern: