Pallade Veneta - Teilnehmer: "Historisches" Abkommen über Zukunft von Neukaledonien erzielt

Teilnehmer: "Historisches" Abkommen über Zukunft von Neukaledonien erzielt


Teilnehmer: "Historisches" Abkommen über Zukunft von Neukaledonien erzielt
Teilnehmer: "Historisches" Abkommen über Zukunft von Neukaledonien erzielt / Foto: Ludovic MARIN - POOL/AFP/Archiv

Ein Jahr nach den schweren Unruhen in Neukaledonien ist bei Verhandlungen über die institutionelle Zukunft des französischen Überseegebiets im Südpazifik Teilnehmern zufolge eine "historische" Einigung erzielt worden. Vertreter Frankreichs und der politischen Lager Neukaledoniens unterzeichneten demnach am Samstag in Bougival westlich von Paris ein Abkommen, wie mehrere Teilnehmer sagten. Einzelheiten wurden zunächst nicht mitgeteilt.

Textgröße ändern:

"Ein historisches Abkommen wurde unterzeichnet", hieß es in einer Mitteilung der Befürworter eines Verbleibs Neukaledoniens bei Frankreich und der Präsidentenpartei Rassemblement. Ohne auf die Inhalte einzugehen, versicherten sie, das Abkommen ermögliche die "Öffnung der Wählerschaft für zahlreiche Kaledonier". Es "respektiert die souveräne Willenskraft", die von der Bevölkerung in drei Unabhängigkeitsreferenden in den Jahren 2018, 2020 und 2021 ausgedrückt worden sei, betonten sie.

Zugleich verwiesen sie auf "Zugeständnisse" in Form einer "Transformation der neukaledonischen Gemeinschaft in einen Staat, integriert in die nationale Einheit". "Es ist unterzeichnet. Ein Status innerhalb Frankreichs. Mit Neukaledoniern, die Franzosen bleiben", erklärte der Abgeordnete Nicolas Metzdorf, der eine Unabhängigkeit von Frankreich ablehnte.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP führt das Abkommen einen "Staat Neukaledonien" in die französische Verfassung ein. Es soll eine neukaledonische Staatsangehörigkeit geben und der Staat könnte von der internationalen Gemeinschaft anerkannt werden.

Im Mai vergangenen Jahres hatte es in dem französischen Überseegebiet massive Unruhen gegeben. Insgesamt wurden 14 Menschen getötet. Auslöser war eine geplante Wahlrechtsreform, nach der Festlandfranzosen, die sich in Neukaledonien niederlassen, früher als bisher an Wahlen teilnehmen sollten. Die Kanaken, die mehr als 40 Prozent der Bevölkerung ausmachen, befürchteten eine Verringerung ihres Einflusses.

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Linnemann weist Zweifel an Eignung als Gesundheitsminister zurück

Der designierte Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) hat Zweifel an seiner Eignung für das Amt zurückgewiesen. Gegenüber der "Bild"-Zeitung erklärte Linnemann am Samstag zudem, warum er sich vor einem Jahr noch öffentlich gegen das Gesundheitsminister-Amt ausgesprochen hatte. "Wenn die Uhr auf die Zeit kurz nach der Bundestagswahl zurückgedreht würde, würde ich wieder so antworten", sagte Linnemann der "Bild". "Die Ausgangslage war damals eine andere."

Indischer Bildungsminister tritt nach anhaltenden Protesten zurück

Nach anhaltenden Protesten der sogenannten Kakerlaken-Bewegung (CJP) gegen Missstände im indischen Bildungssystem hat Bildungsminister Dharmendra Pradhan seinen Rücktritt angekündigt. Er habe sein Rücktrittsschreiben an Premierminister Narendra Modi gesandt, teilte er am Samstag im Onlinedienst X mit. Damit kommt er einer Forderung der CJP nach.

Trump spottet bei Presse-Gala über Medien und kokettiert mit dritter Amtszeit

US-Präsident Donald Trump hat bei der nach einem Schusswaffenvorfall im April nachgeholten Gala der Hauptstadtpresse in Washington über die Medien gespottet und erneut mit einer weiteren Amtszeit kokettiert. In seiner rund einstündigen Rede wechselte der Republikaner am Freitagabend zwischen Scherzen, Kritik an Journalisten und versöhnlicheren Tönen.

Ex-Minister Altmaier "betroffen und wütend" über Merz' Umgang mit Schnieder

Der frühere CDU-Bundesminister Peter Altmaier hat den Umgang von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) scharf kritisiert. "Der Umgang mit ihm macht mich betroffen und wütend und wird weder seiner Person noch seiner Leistung gerecht", schrieb Altmaier am Samstag im Onlinedienst X. Er kenne und schätze Schnieder seit anderthalb Jahrzehnten, fügte Altmaier hinzu. "Er ist ein erfahrener Fachmann, harter Arbeiter und großartiger Mensch und Freund."

Textgröße ändern: