Pallade Veneta - Faeser wirbt für "Koalition der Willigen" zur Flüchtlingsaufnahme in EU

Faeser wirbt für "Koalition der Willigen" zur Flüchtlingsaufnahme in EU


Faeser wirbt für "Koalition der Willigen" zur Flüchtlingsaufnahme in EU
Faeser wirbt für "Koalition der Willigen" zur Flüchtlingsaufnahme in EU

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat bei einem Treffen mit ihren EU-Kollegen für eine "Koalition der Willigen" zur Flüchtlingsaufnahme geworben. "Deutschland steht nach wie vor für ein offenes, menschliches Europa", sagte Faeser am Donnerstag am Rande von Beratungen in der nordfranzösischen Stadt Lille unter Anspielung auf die mehr als eine Million Menschen, die in der Flüchtlingskrise 2015 nach Deutschland gekommen waren. Seitdem ist es der EU nicht gelungen, sich auf gemeinsame Asyl- und Aufnahmeregeln zu einigen.

Textgröße ändern:

Der österreichische Innenminister Gerhard Karner plädierte bei dem EU-Treffen dagegen für eine "Allianz der Vernunft". Er machte deutlich, dass es nicht um die Aufnahme von noch mehr Flüchtlingen in Europa gehen könne. Wichtig sei vielmehr ein besserer Schutz der Außengrenzen. Er verwies auf eine gemeinsame Erklärung von 16 EU-Ländern, die von der EU-Kommission Finanzhilfen etwa zum Bau von Zäunen und anderen Befestigungen an den Außengrenzen fordern. Zu dieser Mehrheit der EU-Länder gehören auch Litauen und Polen.

Für einen besseren Grenzschutz hatte sich am Mittwochabend auch der französische Präsident Emmanuel Macron stark gemacht. Er traf in der Stadt Tourcoing unweit von Lille mit den EU-Innenministern zusammen. Dabei drängte er auch auf eine Reform des Schengen-Raums.

Faeser sagte auf die Frage nach Partnern für die "Koalition der Willigen", Macron habe von zwölf Ländern in Europa gesprochen, die zur Aufnahme von Flüchtlingen bereit seien. Diese Zahl sei vermutlich "sehr optimistisch" und deshalb wolle sie sich nicht darauf festlegen. Sie sei aber nach wie vor hoffnungsvoll, zusammen mit Frankreich in der Migrationsfrage vorankommen zu können, betonte die SPD-Politikerin.

C.Grillo--PV

Empfohlen

Trump setzt neue US-Sanktionen gegen Russland in Kraft

US-Präsident Donald Trump hat das neue Sanktionspaket der USA gegen Russland in Kraft gesetzt. Er unterzeichnete am Freitag das nach langen Verhandlungen vom US-Kongress beschlossene Gesetz.

Angriff auf Polizeiwache in Pakistan: Zahl der Todesopfer auf 31 gestiegen

Die Zahl der Todesopfer bei einer Explosion und einem Angriff mit Schusswaffen auf eine Polizeiwache im Norden Pakistans ist nach Angaben eines ranghohen Polizeibeamten auf mindestens 31 gestiegen. "Mindestens 31 Menschen, darunter 16 Polizeikräfte, sind bei dem Angriff und Selbstmordanschlag getötet worden", sagte der Beamte am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Die pakistanischen Gesundheitsbehörden meldeten zudem mehr als hundert Verletzte, von denen mehrere sich in kritischem Zustand befänden.

Bund der Steuerzahler fordert neuen Straftatbestand "Haushaltsuntreue"

Vor dem Beginn der Hauptverhandlung gegen Ex-Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) wegen des Verdachts der uneidlichen Falschaussage hat der Bund der Steuerzahler einen neuen Straftatbestand gefordert. "Bei der Haftung von Bundesministern bestehen Regelungslücken, sowohl im Strafrecht als auch im Zivilrecht", sagte der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Samstagsausgaben).

Trump: Sohn hat russischem Geschäftsmann Geld für Hochzeitsfeier zurückgezahlt

US-Präsident Donald Trumps ältester Sohn hat einem russischen Geschäftsmann mit Verbindungen zum Kreml das Geld zurückgezahlt, das dieser für die Feierlichkeiten nach der Hochzeit des Präsidentensohnes ausgegeben hatte. Die Vorgänge seien zwar "völlig erlaubt" gewesen, "aber soweit ich weiß, hat er es ihm zurückgezahlt", sagte Trump mit Blick auf seinen Sohn am Freitag vor Journalisten im Oval Office.

Textgröße ändern: