Pallade Veneta - Umbau von Militärflughafen Büchel für F-35-Jets wird deutlich teurer als geplant

Umbau von Militärflughafen Büchel für F-35-Jets wird deutlich teurer als geplant


Umbau von Militärflughafen Büchel für F-35-Jets wird deutlich teurer als geplant
Umbau von Militärflughafen Büchel für F-35-Jets wird deutlich teurer als geplant / Foto: JOHN THYS - AFP/Archiv

Die Kosten für den Umbau des Militärflughafens Büchel in Rheinland-Pfalz für neue US-Kampfjets werden voraussichtlich deutlich höher als ursprünglich geplant. Das Bundesverteidigungsministerium geht nach Angaben vom Sonntag von Mehrkosten von rund 800 Millionen Euro aus - dann würde der Umbau insgesamt etwa zwei Milliarden Euro kosten. In Büchel sollen ab 2027 Jets vom Typ F-35 stationiert werden, die im Verteidigungsfall US-Atomwaffen transportieren könnten.

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Grundlage ist das Konzept der "nuklearen Teilhabe" in der Nato. Es besagt, dass einige Nato-Mitglieder im Kriegsfall mit ihren Flugzeugen Atombomben des großen Bündnispartners USA abwerfen. Im Bundeswehr-Fliegerhorst bei Büchel sind einige Atomwaffen unter US-Hoheit gelagert.

"Nukleare Teilhabe" ist ein Nato-Konzept aus den 50er Jahren. Damals, im Kalten Krieg, richtete es sich vor allem gegen die Sowjetunion. Mit dem Konzept demonstrierten die USA ihre Bereitschaft, ihre atomar nicht bewaffneten Nato-Partner in Europa mit den eigenen Atomwaffen zu schützen.

Die F-35 gilt als eines der modernsten Kampfflugzeuge der Welt. Derzeit sind rund 890 Maschinen im Einsatz. Die Bundesregierung hatte 2022 den Kauf von 35 Exemplaren beschlossen.

Das Verteidigungsministerium erklärte nun, dass die Zeitlinie für die Stationierung nicht verschiebbar sei. Zu Beginn des Projekts sei nicht abschätzbar gewesen, "welche zusätzlichen Kosten die enormen Sicherheitsvorgaben, die die USA auch noch im Laufe des Prozesses für dieses außergewöhnliche Vorhaben gemacht haben", verursachen würden.

Bei der "fortlaufenden Präzisierung der Planungen" sei es zu weiteren Kostensteigerungen gekommen. Die Verhandlungen mit dem Generalunternehmer dazu seien weitestgehend abgeschlossen, der Vertrag solle im August unterzeichnet werden.

Weitere Preissteigerungen etwa durch mehr Personal "zur Einhaltung der extrem ambitionierten zeitlichen Vorgaben" wollte das Ministerium nicht ausschließen. Die Gesamtkosten würden nach Abschluss des Projekts 2027 ermittelt.

L.Guglielmino--PV

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