Pallade Veneta - Schwester von Nordkoreas Machthaber: Kein Interesse an Annäherung an Seoul

Schwester von Nordkoreas Machthaber: Kein Interesse an Annäherung an Seoul


Schwester von Nordkoreas Machthaber: Kein Interesse an Annäherung an Seoul
Schwester von Nordkoreas Machthaber: Kein Interesse an Annäherung an Seoul / Foto: JORGE SILVA - POOL/AFP/Archiv

Die einflussreiche Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un, Kim Yo Jong, hat Gesprächsangeboten aus Südkorea eine Absage erteilt. "Wir stellen erneut die offizielle Haltung klar, dass unabhängig davon, welche Politik Seoul beschließt und welche Vorschläge es macht, wir kein Interesse daran haben", sagte Kim Yo Jong laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA vom Montag. Es gebe keinen Grund für ein Treffen und auch kein Thema, das besprochen werden müsste, fügte sie hinzu.

Textgröße ändern:

Südkoreas neuer Präsident Lee Jae Myung hatte sich offen für eine Annäherung an den Norden gezeigt und sich damit von seinem Vorgänger Yoon Suk Yeol abgegrenzt, der für einen harten Kurs gegenüber dem Nachbarn stand. Lee stellte die Verbreitung von Propaganda mit Lautsprechern an der Grenze ein. Auch Nordkorea stellte die Verbreitung störender Geräusche über die Grenze in den Norden ein.

Lee brauche nicht zu erwarten, dass seine Gesten etwas bewirken würden, sagte Kim Yo Jong laut KCNA weiter. Ein paar "sentimentale Worte" würden die Taten der Vergangenheit nicht ungeschehen machen. Die Äußerungen von Kim Jong Uns Schwester sind die erste Reaktion Pjöngjangs auf Lees Annäherungsversuche.

Die Regierung in Seoul erklärte, Kim Yo Jongs Reaktion sei eine Bestätigung für "das große Misstrauen" zwischen Nord- und Südkorea "nach Jahren der feindschaftlichen Politik". "Wir sehen dies als Zeichen dafür, dass der Norden die Nordkorea-Politik von Lees Regierung genau beobachtet", erklärte das Vereinigungsministerium in Seoul.

Nord- und Südkorea sind auch nach dem Ende des Korea-Kriegs im Jahre 1953 formell weiterhin im Kriegszustand. Die USA haben zehntausende Soldaten in Südkorea stationiert, unter anderem zum Schutz Südkoreas.

A.Fallone--PV

Empfohlen

Alabali Radovan begrüßt Forderung aus Union nach Stärkung der Entwicklungspolitik

Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) hat Forderungen aus der Union begrüßt, die Entwicklungspolitik wieder zu stärken. Dies sei "unsere gemeinsame Aufgabe in der Politik", sagte Alabali Radovan dem Magazin "stern" laut Mitteilung vom Freitag. Sie bezog sich dabei auf ein gemeinsames Papier von Ex-CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, des früheren Bundesentwicklungsministers Gerd Müller (CSU) und des Ökonomen Moritz Schularick anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz.

Bangladescher wählen mehrheitlich nationalistische BNP und stimmen für Reformen

Bei der ersten Parlamentswahl in Bangladesch seit dem Sturz der langjährigen Regierungschefin Scheich Hasina haben die Wähler der Bangladesh Nationalist Party (BNP) eine absolute Mehrheit beschert und zeitgleich in einem Referendum für demokratische Reformen gestimmt. Die BNP gewann 212 von 300 Parlamentssitzen, wie die Wahlkommission am Freitag mitteilte. Zudem stimmten 60 Prozent der Wähler für das wegweisende demokratische Reformprojekt "Juli-Charta". Neuer Premierminister wird BNP-Chef Tarique Rahman.

Merz: Europa muss Abhängigkeit von den USA beenden

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist bei der Münchner Sicherheitskonferenz auf Distanz zum langjährigen Verbündeten USA gegangen. Europa müsse sich aus seiner selbstverschuldeten Abhängigkeit von den USA befreien und "eine neue transatlantische Partnerschaft begründen", sagte Merz am Freitag zum Auftakt der Konferenz. Er sprach von einer wachsenden Entfremdung im Verhältnis zu den USA - und rief dazu auf, das "transatlantische Vertrauen zu reparieren und wiederzubeleben".

Bericht: Merz ließ Liste mit Druckmitteln gegen USA anfertigen

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bereitet sich laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" auf mögliche neue Konflikte mit den USA vor. Der Kanzler habe eine Liste geeigneter Druckmittel anfertigen lassen, etwa zu deutschen Waren, die für die US-Wirtschaft besonders wichtig sind, hieß es in der Zeitung am Freitag. Die Bundesregierung bestätigte die Existenz einer solchen Liste nicht - CDU-Vorstandsmitglied Philipp Amthor lobte jedoch ein solches Vorgehen.

Textgröße ändern: