Pallade Veneta - Zahl der Waffenbesitzer in Brasilien unter Bolsonaro um fast 500 Prozent gestiegen

Zahl der Waffenbesitzer in Brasilien unter Bolsonaro um fast 500 Prozent gestiegen


Zahl der Waffenbesitzer in Brasilien unter Bolsonaro um fast 500 Prozent gestiegen
Zahl der Waffenbesitzer in Brasilien unter Bolsonaro um fast 500 Prozent gestiegen / Foto: EVARISTO SA - AFP

Die Zahl der Bürger, die in Brasilien als Waffenbesitzer registriert sind, hat sich seit Amtsantritt des rechtsradikalen Präsidenten Jair Bolsonaro nahezu versechsfacht. 2018 besaßen noch knapp 120.000 Brasilianer eine registrierte Waffe, im Juni 2022 waren es rund 675.000, wie die Organisation Brasilianisches Forum für öffentliche Sicherheit (FBSP) am Dienstag unter Berufung auf offizielle Daten erklärte. Das entspricht einem Anstieg von 474 Prozent.

Textgröße ändern:

"Seit dem Amtsantritt der Regierung Bolsonaro ist die Zahl der im Land im Umlauf befindlichen Schusswaffen stark gestiegen", sagte der FBSP-Präsident und Forscher Renato Sérgio de Lima der Nachrichtenagentur AFP. Seine Organisation schätzt, dass sich in Brasilien insgesamt etwa 4,4 Millionen Waffen in Privatbesitz befinden.

Bolsonaro, der 2018 gewählt und sein Amt 2019 angetreten hatte, hat seitdem per Dekret die Vorgaben für den Zugang zu Waffen stark gelockert. Die Bevölkerung rief er wiederholt auf, sich zu bewaffnen, denn "ein bewaffnetes Volk wird nie versklavt werden".

L.Bufalini--PV

Empfohlen

Starreporterin Christiane Amanpour hört bei CNN auf

Christiane Amanpour ist eine der profiliertesten Journalistinnen in den USA und wurde vielfach ausgezeichnet - nun verlässt die frühere Kriegsberichterstatterin ihren Haussender CNN nach rund 43 Jahren. Die 68-Jährige erklärte am Montag, sie habe nach "einigen schlaflosen Nächten" beschlossen, sich von CNN zu trennen. Ihre letzte Sendung soll im kommenden Juni ausgestrahlt werden.

SPD und Grüne in Berlin mit klaren Mehrheiten für Koalitionsverhandlungen mit Linken

Mit jeweils sehr großen Mehrheiten haben sich SPD und Grüne in Berlin für Koalitionsverhandlungen mit der Linken ausgesprochen. Trotz der anhaltenden Kritik auch aus ihren eigenen Bundesparteien stimmten die Gremien der Landesverbände am Montag für die Koalitionsverhandlungen. Bei der SPD entschied der Landesvorstand mit 26 Ja-Stimmen bei drei Nein-Stimmen dafür, bei den Grünen stimmten auf einem Landesausschuss 43 von 45 Delegierten für die Aufnahme von Koalitionsgesprächen.

Nach Ausschreitungen: US-Regierung rät bei Frankreich-Reisen zur Vorsicht

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Frankreich hat die US-Regierung eigene Staatsbürger zur Vorsicht bei Reisen in das europäische Land aufgerufen. "Meiden Sie die Bereiche der Demonstrationen", hieß es in einem aktualisierten Reisehinweis des Außenministeriums in Washington vom Montag, den die US-Botschaft in Paris veröffentlichte. Darin wird auch auf nächtliche Ausgangssperren in Städten wie Paris und Lille verwiesen.

Wähler in kanadischen Provinz Alberta entscheiden über Referendum zu Unabhängigkeit

In der westkanadischen Provinz Alberta haben die Wähler am Montag darüber abgestimmt, ob ein Referendum über die Unabhängigkeit der ölreichen Provinz abgehalten werden soll oder nicht. "Kanada ist es wert, dass wir dafür kämpfen", schrieb der kanadische Regierungschef Mark Carney im Onlinedienst X. "Gehen Sie heute zur Wahl, stimmen Sie für Kanada". Die Wahllokale sollten um 20.00 Uhr (Ortszeit, 04.00 MESZ am Dienstag) schließen.

Textgröße ändern: