Pallade Veneta - Nürnberger Tiergarten tötet Paviane - Tierschützer stürmen auf Gelände

Nürnberger Tiergarten tötet Paviane - Tierschützer stürmen auf Gelände


Nürnberger Tiergarten tötet Paviane - Tierschützer stürmen auf Gelände
Nürnberger Tiergarten tötet Paviane - Tierschützer stürmen auf Gelände / Foto: SEBASTIEN BOZON - AFP/Archiv

Der Tiergarten Nürnberg hat am Dienstag einen Teil seiner Paviane getötet. Die Gruppe sei verkleinert worden, teilte der Zoo in der bayerischen Stadt mit. Schon im Februar 2024 war angekündigt worden, dass einige Guinea-Paviane getötet werden müssten, da die Gruppe zu groß geworden sei und es keine andere Möglichkeit mehr gebe.

Textgröße ändern:

"Wir sind uns bewusst, dass diese Entscheidung für viele Menschen schwer zu verstehen ist, dass sie dadurch irritiert, betroffen oder wütend sind", schrieb der Tiergarten nun. Seit dem Morgen hatten etwa 25 Tierschutzaktivisten und -aktivistinnen vor dem Haupteingang demonstriert, nachdem der Zoo kurzfristig angekündigt hatte, dass er am Dienstag geschlossen bliebe.

Der Protest verlief nach Polizeiangaben friedlich, bis am Nachmittag etwa zehn Demonstrierende vorübergehend in den Tiergarten selbst gelangten. Eine Aktivistin habe sich dort offenbar festgeklebt, sagte eine Polizeisprecherin. Die zehn Menschen seien schnell festgenommen worden.

Die Tierschutzorganisationen Pro Wildlife und die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht stellten nach eigenen Angaben Strafanzeige gegen die Zooleitung. "Diese Tötung war vermeidbar und ist aus unserer Sicht rechtswidrig", erklärte Pro-Wildlife-Sprecherin Laura Zodrow.

Y.Destro--PV

Empfohlen

US-Regierung begrüßt Aus für IStGH-Chefankläger Khan

Die US-Regierung hat die Amtsenthebung des Chefanklägers am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH), Karim Khan, begrüßt. "Es ist gut, dass er weg ist, aber er ist nur ein kleines Rädchen in dieser unwiederbringlich korrupten Institution", erklärte der Sprecher des US-Außenministeriums, Tommy Pigott, am Freitag (Ortszeit) im Onlinedienst X mit Blick auf Khan. "Das heutige Ergebnis wird keinerlei Einfluss auf die Pläne der USA haben, den IStGH zu zerschlagen", fügte er hinzu.

Diplomaten: IStGH-Vertragsstaaten beschließen Aus für Chefankläger Khan

Der unter Druck geratene Chefankläger am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH), Karim Khan, muss gehen. Bei einer Sitzung der Vertragsstaaten in New York stimmte eine deutliche Mehrheit dafür, den britischen Juristen seines Postens zu entheben, wie Diplomaten am Freitag mitteilten. Der heute 56-jährige Khan hatte sein Amt wegen Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens bereits vor gut einem Jahr niedergelegt.

Rekordstrafe für Google: Trump droht EU mit höheren Zöllen

Wegen eines Rekordbußgelds der Europäischen Union für Google hat US-Präsident Donald Trump den Europäern mit höheren Zöllen gedroht. Die EU werde einen "sehr hohen Preis" für die Wettbewerbsstrafe von 890 Millionen Euro zahlen, erklärte Trump am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social. Er kündigte eine neue Zolluntersuchung gegen die EU an und begründete diese mit dem angeblichen "Ausrauben amerikanischer Unternehmen".

Streit um Aufnahmeprogramm: Afghanin erringt vor Bundesverfassungsgericht Erfolg

Niederlage für Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) im Rechtsstreit um die gestoppten Aufnahmeprogramme für afghanische Flüchtlinge: Eine afghanische Mutter und ihre zwei minderjährigen Söhne haben am Freitag vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe durchsetzen können, dass ihr Fall neu geprüft werden muss. Der Familie wurde ein ursprünglich zugesagtes Visum für Deutschland auf Grundlage von Vorgaben aus Dobrindts Ministerium verweigert. Das Bundesinnenministerium sieht sich indes durch die Entscheidung in seinem Kurs weitgehend bestätigt.

Textgröße ändern: