Pallade Veneta - Hunderttausende Hindus beenden Pilgerreise im umkämpften Kaschmir

Hunderttausende Hindus beenden Pilgerreise im umkämpften Kaschmir


Hunderttausende Hindus beenden Pilgerreise im umkämpften Kaschmir
Hunderttausende Hindus beenden Pilgerreise im umkämpften Kaschmir / Foto: Tauseef MUSTAFA - AFP

Zwei Monate nach der bewaffneten Auseinandersetzung zwischen Indien und Pakistan ist in der Konfliktregion Kaschmir eine hinduistische Pilgerreise mit hunderttausenden Teilnehmenden beendet worden. 415.000 Gläubige nahmen seit dem Auftakt am 3. Juli an der jährlichen Pilgerfahrt Amarnath Yatra teil, erklärte Behördensprecher Vijay Kumar Bidhuri am Samstag (Ortszeit). Nach Angaben der Organisatoren musste die eigentlich bis zum kommenden Samstag geplante Wallfahrt aufgrund heftiger Regenfälle jedoch abgebrochen werden.

Textgröße ändern:

Die Pilgerreise, an der im vergangenen Jahr eine halbe Million Menschen teilgenommen hatte, führt zum Hindu-Heiligtum Amarnath. In der auf knapp 4000 Metern im Himalaya-Gebirge gelegenen Höhle befindet sich ein dem Gott Shiva gewidmeter Eispfeiler. Zahlreiche Gläubige beginnen die strapaziöse Wanderung zum Amarnath-Eispfeiler im Urlaubsort Pahalgam im indisch kontrollierten Teil von Kaschmir.

Dort waren am 22. April 26 mehrheitlich hinduistische Touristen getötet worden. Indien beschuldigte Pakistan, den Angriff unterstützt zu haben, was die Regierung in Islamabad bestreitet. Infolge des Anschlags war der seit Jahrzehnten andauernde Konflikt zwischen Indien und Pakistan um die Himalaya-Region wieder aufgeflammt. Indien bombardierte mehrere Ziele in Pakistan, Islamabad antwortete mit Gegenangriffen, 70 Menschen wurden bei der Auseinandersetzung getötet. Seit dem 10. Mai gilt eine Waffenruhe.

Trotz der angespannten Sicherheitslage hatten indische Behörden hinduistische Gläubige explizit dazu aufgerufen, die Pilgerreise zu unternehmen. Indien hatte die Sicherheitsvorkehrungen massiv verstärkt und rund 45.000 Soldaten mit modernen Überwachungsgeräten in der Region stationiert.

Vergangene Woche waren drei der mutmaßlichen Angreifer vom 22. April durch indische Sicherheitskräfte getötet worden. Zwei der getöteten Angreifer gehörten nach indischen Angaben der von der UNO als Terrororganisation eingestuften pakistanischen Islamistengruppe Lashkar-e-Taiba (LeT) an.

Die Region Kaschmir ist seit der Unabhängigkeit Indiens und Pakistans im Jahr 1947 geteilt. Beide Länder beanspruchen Kaschmir vollständig für sich.

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Streit um Aufnahmeprogramm: Afghanin erringt vor Bundesverfassungsgericht Erfolg

Niederlage für Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) im Rechtsstreit um die gestoppten Aufnahmeprogramme für afghanische Flüchtlinge: Eine afghanische Mutter und ihre zwei minderjährigen Söhne haben am Freitag vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe durchsetzen können, dass ihr Fall neu geprüft werden muss. Der Familie wurde ein ursprünglich zugesagtes Visum für Deutschland auf Grundlage von Vorgaben aus Dobrindts Ministerium verweigert. Das Bundesinnenministerium sieht sich indes durch die Entscheidung in seinem Kurs weitgehend bestätigt.

Streit um Rechtsruck: Ehemalige polnische Regierungspartei PiS spaltet sich auf

Wegen eines Richtungsstreits kehren in Polen rund 30 Abgeordnete der nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) den Rücken. "Rund 30 Abgeordnete haben unsere Partei verlassen", sagte der Vorsitzende Jaroslaw Kaczynski am Freitag. Er hatte den Abgeordneten für eine Loyalitätserklärung ein Ultimatum bis Donnerstagabend gestellt. Die Abgeordneten erklärten, sie seien ausgeschlossen worden. Im Zentrum der Auseinandersetzung steht eine mögliche Koalition der PiS mit Rechtsaußenparteien, um die Parlamentswahl im kommenden Jahr zu gewinnen.

15 Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine - Sechs Tote in Russland

Bei russischen Angriffen in der Ukraine sind am Freitag mindestens 15 Menschen getötet und mehr als hundert verletzt worden. Nach Angaben ukrainischer Behörden starben alleine zehn Menschen bei einem Raketenangriff auf eine Veranstaltung der Rüstungsbranche nahe Kiew und fünf weitere in Slowjansk. Bei ukrainischen Angriffen in Russland wurden laut dortigen Behörden sechs Menschen getötet und mindestens 26 verletzt.

Trump empfängt am Dienstag Selenskyj - und voraussichtlich Netanjahu

US-Präsident Donald Trump empfängt am Dienstag den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Washington. Das teilte ein Mitarbeiter des Weißen Hauses am Freitag mit. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu will ebenfalls am Dienstag mit Trump zusammenkommen, wie sein Büro in Jerusalem erklärte. Es wäre das siebte Treffen der beiden Politiker seit dem Wiedereinzug des US-Präsidenten ins Weiße Haus im Januar 2025.

Textgröße ändern: