Pallade Veneta - Europas Kunststoffhersteller bedauern Scheitern der Verhandlungen zu Plastikabkommen

Europas Kunststoffhersteller bedauern Scheitern der Verhandlungen zu Plastikabkommen


Europas Kunststoffhersteller bedauern Scheitern der Verhandlungen zu Plastikabkommen
Europas Kunststoffhersteller bedauern Scheitern der Verhandlungen zu Plastikabkommen / Foto: Fabrice COFFRINI - AFP

Die europäischen Kunststoffhersteller haben das Scheitern der Verhandlungen über ein UN-Plastikabkommen bedauert. "Wir sind enttäuscht, dass es in Genf nicht gelungen ist, ein rechtlich verbindliches globales Abkommen zur Kunststoffverschmutzung zu verabschieden", erklärte am Freitag die Geschäftsführerin des Herstellerverbandes Plastics Europe, Virginia Janssens. Umweltverschmutzung durch Kunststoffabfälle sei eine globale Herausforderung und könne nicht regional bewältigt werden.

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In Genf hatten bis Freitag Unterhändler von mehr als 180 Staaten über ein globales Abkommen zur Begrenzung von Kunstoffverschmutzung verhandelt, das schließlich aber nicht zustande kam. Zuletzt standen sich zwei Lager unversöhnlich gegenüber: auf der einen Seite vor allem erdölproduzierende Staaten wie Saudi-Arabien, Kuwait und Russland und auf der anderen Länder etwa aus der EU oder Lateinamerika, zusammen mit Umweltschützern.

Wie es weitergeht, war zunächst unklar. Die Bundesregierung forderte weitere Verhandlungen. "Wir begrüßen die Entscheidung und den politischen Willen, die Gespräche fortzuführen und einen globalen Konsens mit geeigneten Rahmenbedingungen zu schaffen", erklärte dazu Janssens von Plastic Europe.

Der europäische Herstellerverband verwies darauf, dass die EU-Gesetze beim Thema Plastik bereits "zu den fortschrittlichsten weltweit" zählten. Plastics Europe werde weiterhin mit EU-Vertretern "zusammenarbeiten". Dabei gehe es auch darum, "Europas Wettbewerbsfähigkeit zu stärken".

Plastikmüll sorgt weltweit für massive Umweltverschmutzungen. Mikropartikel des Kunststoffabfalls treten auch im menschlichen Körper auf. Derzeit werden jährlich mehr als 400 Millionen Tonnen Plastik produziert, die Hälfte davon für Einwegprodukte. Weniger als zehn Prozent des Plastikmülls wird recycelt. Bis 2060 könnte sich die Plastikproduktion Schätzungen zufolge verdreifachen.

N.Tartaglione--PV

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