Pallade Veneta - Demonstranten in Serbien attackieren Zentrale der Regierungspartei in Belgrad

Demonstranten in Serbien attackieren Zentrale der Regierungspartei in Belgrad


Demonstranten in Serbien attackieren Zentrale der Regierungspartei in Belgrad
Demonstranten in Serbien attackieren Zentrale der Regierungspartei in Belgrad / Foto: Andrej ISAKOVIC - AFP

Im Zuge der seit einigen Tagen in Gewalt ausartenden Proteste in Serbien haben regierungskritische Demonstranten am Montagabend erneut Büros der regierenden Fortschrittspartei (SNS) von Präsident Aleksandar Vucic angegriffen. In Belgrad wurden Demonstranten, die Steine und Blendgranaten auf die Parteizentrale warfen, von der Bereitschaftspolizei zurückgedrängt, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP beobachtete.

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Die seit November anhaltenden und bisher weitgehend friedlich verlaufenen Anti-Regierungs-Proteste in Serbien waren im Laufe der vergangenen Woche zunehmend gewalttätig geworden. Es kam mehrfach zu Zusammenstößen zwischen gegen Korruption und die Regierung protestierenden Demonstranten und Anhängern der Regierung von Vucic.

Proteste gab es unter anderem in Belgrad, Novi Sad und Valjevo. Zahlreiche Menschen wurden festgenommen und es gab Verletzte. Nach einem weitgehend ruhigen Sonntagabend gingen am Montag erneut tausende Menschen auf die Straße.

In Serbien gibt es seit Monaten regelmäßig heftige Proteste gegen die Regierung und die im Land herrschende Korruption. Auslöser war der Einsturz des Bahnhofsvordachs in der Stadt Novi Sad am 1. November 2024, bei dem 16 Menschen ums Leben kamen. Der Hauptbahnhof war erst im Juli 2024 nach dreijährigen Renovierungsarbeiten wieder voll in Betrieb gegangen.

Bei den durch das Unglück ausgelösten Protesten ging es zunächst um die Ursachen des Einsturzes, später richteten sich die vor allem von Studierenden getragenen Kundgebungen gegen die Regierung und die weit verbreitete Korruption im Land.

An der bisher größten Demonstration beteiligten sich Mitte März rund 300.000 Menschen. Zuletzt wurden regierungskritische Demonstranten immer wieder von teils vermummten Regierungsanhängern attackiert.

I.Saccomanno--PV

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