Pallade Veneta - Neues Finanzierungsmodell für Praxen soll hausärztliche Versorgung verbessern

Neues Finanzierungsmodell für Praxen soll hausärztliche Versorgung verbessern


Neues Finanzierungsmodell für Praxen soll hausärztliche Versorgung verbessern
Neues Finanzierungsmodell für Praxen soll hausärztliche Versorgung verbessern / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Mehr Hausbesuche, mehr Termine am Nachmittag und mehr Behandlungen: Mit einer geänderten Finanzierung von hausärztlichen Praxen soll sich die Versorgung für Patientinnen und Patienten in Deutschland verbessern. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband einigten sich einer Mitteilung vom Montag zufolge auf ein neues Modell zur Finanzierung, das von Praxen bestimmte Leistungen einfordert. Ab Januar 2026 soll dieses Modell mit einer so genannten Vorhaltepauschale gelten und das alte Finanzierungsverfahren ersetzen.

Textgröße ändern:

Rund ein Drittel des Geldes bekommen Praxen bisher über eine so genannte Strukturpauschale - also dafür, dass sie überhaupt Patienten versorgen. Rund drei Milliarden Euro fließen dafür, ohne dass die Praxen Bedingungen erfüllen müssen.

Das soll sich zum Jahreswechsel ändern. Dann bekommen Hausarztpraxen nur noch Geld, wenn sie bestimmte Leistungen anbieten, die Kernbestand der hausärztlichen Versorgung sind. Dazu gehören etwa Heim- und Hausbesuche, Impfungen, Ultraschalluntersuchungen sowie Videosprechstunden und mehr Termine am Mittwoch- und Freitagnachmittag. Je mehr Kriterien die Praxen erfüllen, desto mehr Geld erhalten sie über die Vorhaltepauschale.

"Wir haben gemeinsam mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung einen ersten Schritt hin zu mehr Patientenorientierung gemacht: Mehr Sprechstunden am Freitagnachmittag, mehr Praxen, die Hausbesuche durchführen und eine bessere hausärztliche Versorgung von Pflegeheimbewohnenden sind nur drei der zehn Punkte, die wir erreichen wollen", erklärte Stefanie Stoff-Ahnis, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes. Noch sei aber unklar, wie viele Praxen ihre Versorgungsangebote nun anpassen.

C.Grillo--PV

Empfohlen

Mindestens 14 Tote bei gegenseitigen Angriffen in der Ukraine und in Russland

Bei gegenseitigen Angriffen der Ukraine und Russlands sind am Montag mindestens 14 Menschen getötet worden. In der russischen Region Belgorod gab es sechs Todesopfer, in der Ukraine wurden mindestens acht Menschen durch mehrere russische Angriffe in verschiedenen Regionen getötet, wie die örtlichen Behörden mitteilten.

28-Jähriger wegen Mordes an britischer Ex-Ministerin Widdecombe angeklagt

Die britische Staatsanwaltschaft hat einen 28-Jährigen wegen des Mordes an der früheren Ministerin Ann Widdecombe angeklagt. "Die polizeilichen Ermittlungen zu den Motiven des Beschuldigten dauern an, einschließlich der Prüfung eines möglichen politischen oder terroristischen Hintergrunds", erklärte Staatsanwalt Frank Ferguson dazu am Montag. Eine zusätzliche Anklage wegen einer Terrortat gebe es derzeit nicht.

Trump: Iran wird für jeden getöteten US-Soldaten "ein Vielfaches bezahlen"

Im Krieg mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump Teheran mit Rache für getötete US-Soldaten gedroht. "Jedes Mal, wenn der Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er dafür ein Vielfaches bezahlen", erklärte Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. Er habe der Armeeführung entsprechende Anweisungen erteilt.

Neuer britischer Premier Burnham macht Ex-Verteidigungsminister Healey zum Finanzminister

Kurz nach seiner Ernennung hat der neue britische Premierminister Andy Burnham mehrere zentrale Personalentscheidungen bekannt gegeben. Nach Angaben von Downing Street vom Montag wird der frühere Verteidigungsminister John Healey neuer Finanzminister. Die Personalie ist eine Überraschung, weil viele Beobachter eine Besetzung des Postens mit der bisherigen Innenministerin Shabana Mahmood erwartet hatten. Mahmood behält aber ihr derzeitiges Amt.

Textgröße ändern: