Pallade Veneta - Xi betont bei Treffen mit Kim Bedeutung von Nordkorea für China

Xi betont bei Treffen mit Kim Bedeutung von Nordkorea für China


Xi betont bei Treffen mit Kim Bedeutung von Nordkorea für China
Xi betont bei Treffen mit Kim Bedeutung von Nordkorea für China / Foto: GREG BAKER - AFP

Demonstrative Nähe zwischen Peking und Pjöngjang: Bei einem Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un hat Chinas Staatschef Xi Jinping die Bedeutung Nordkoreas für sein Land hervorgehoben. An dieser Haltung Pekings werde sich "nichts ändern", sagte Xi am Donnerstag einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge. Am Tag zuvor hatte Kim an der Seite Xis und des russischen Präsidenten Wladimir Putin an der Militärparade anlässlich des 80. Jahrestages der Kapitulation Japans zum Ende des Zweiten Weltkriegs teilgenommen. Kritik an der Einladung Putins und Kims wies Peking zurück.

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Dem chinesischen Staatssender CCTV zufolge führte Xi die Gespräche mit Kim in der Großen Halle des Volkes. Die beiden Männer hätten gemeinsam Tee getrunken und zu Abend gegessen, berichtete Xinhua. Kurz nach Ende des Treffens sei Kims gepanzerter Zug beim Verlassen Pekings gesichtet worden, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

Bei dem Treffen mit Kim sagte Xi laut Xinhua, sein Land messe der "traditionellen Freundschaft" mit Nordkorea "große Bedeutung" bei. Peking sei "bereit, die bilateralen Beziehungen aufrechtzuerhalten, zu festigen und weiterzuentwickeln".

Xinhua zitierte Xi zudem mit den Worten: "Unabhängig davon, wie sich die internationale Lage verändert, wird sich an dieser Position nichts ändern."

Kim, der nur selten ins Ausland reist, war aus Pjöngjang mit dem Zug angereist, um an der Parade teilzunehmen. Pekings wachsendes militärisches Gewicht und ein atomar bewaffnetes Nordkorea werden von anderen Staaten der Region zunehmend als Bedrohung angesehen.

China ist Nordkoreas wichtigster Verbündeter, die engen Beziehungen beider Länder reichen bis zum Koreakrieg in den 1950er Jahren zurück, als chinesische Soldaten an der Seite der nordkoreanischen Streitkräfte kämpften. Peking unterstützt das international sanktionierte Land nach wie vor wirtschaftlich und politisch.

Doch auch Pjöngjang und Moskau haben zuletzt ihre Beziehungen vertieft – beide Staaten schlossen im vergangenen Jahr ein Abkommen über eine "umfassende strategische Partnerschaft", das auch eine Klausel zur gegenseitigen Verteidigung enthält. Zudem unterstützt Pjöngjang Moskau mit Soldaten und Waffen im Ukraine-Krieg.

Xi habe Kim am Donnerstag die Bereitschaft Chinas zugesichert, "den hochrangigen Austausch und die strategische Kommunikation mit der DVRK zu verstärken", berichtete Xinhua unter Verwendung der Abkürzung für die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK). Die beiden Länder sollten zudem die Koordinierung in internationalen Angelegenheiten verstärken und "ihre gemeinsamen Interessen wahren".

Kim schloss sich laut Xinhua den Äußerungen Xis über ihre anhaltende Freundschaft an und sicherte China seinerseits Unterstützung in Fragen wie Taiwan zu. Peking betrachtet die demokratische und selbstverwaltete Insel als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll - notfalls mit militärischer Gewalt.

Die Führung in Peking verteidigte am Donnerstag zudem ihre Entscheidung, die Staatschefs Russlands und Nordkoreas zu der Militärparade eingeladen zu haben. Es gehe darum, "gemeinsam mit friedliebenden Ländern und Völkern die Geschichte zu bewahren, das Andenken an die Märtyrer zu würdigen, Frieden wertzuschätzen und die Zukunft zu gestalten", sagte Außenamtssprecher Guo Jiakun. "Chinas Ausbau diplomatischer Beziehungen mit anderen Ländern richtet sich niemals gegen Dritte", fügte er hinzu.

Der Sprecher reagierte damit auf die Äußerung von US-Präsident Donald Trump, der Xi, Putin und Kim am Mittwoch vorgeworfen hatte, sich gegen die USA zu verschwören. An Xi gerichtet schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social: "Richten Sie Wladimir Putin und Kim Jong Un meine herzlichsten Grüße aus, während Sie gegen die Vereinigten Staaten von Amerika konspirieren." Kreml-Berater Juri Uschakow erklärte daraufhin, er gehe davon aus, dass dies ironisch gemeint gewesen sei.

Deutlich schärfere Worte fand Peking dagegen für die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas, die den Auftritt von Xi, Putin und Kim am Mittwoch als Versuch gewertet hatte, eine anti-westliche "neue Weltordnung" aufzubauen. Die Äußerungen der EU-Vertreterin seien "voller ideologischer Voreingenommenheit", sagte Guo. Sie ließen "grundlegende historische Kenntnisse vermissen und schüren unverhohlen Konfrontation und Konflikt."

L.Guglielmino--PV

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