Pallade Veneta - Linnemann nach NRW-Wahl: Die CDU ist "die Kommunalpartei Nummer eins"

Linnemann nach NRW-Wahl: Die CDU ist "die Kommunalpartei Nummer eins"


Linnemann nach NRW-Wahl: Die CDU ist "die Kommunalpartei Nummer eins"
Linnemann nach NRW-Wahl: Die CDU ist "die Kommunalpartei Nummer eins" / Foto: Tobias Schwarz - AFP/Archiv

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat sich angesichts des Wahlsiegs der CDU bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen erfreut gezeigt. "Wir sind die Kommunalpartei Nummer eins", sagte Linnemann am Montag im "Morgenmagazin" der ARD. Auf Ebene der Kommunen sei Politik "unmittelbar bei den Menschen, bei den Herausforderungen, deswegen freue ich mich", sagte der CDU-Politiker, der selbst aus Nordrhein-Westfalen stammt.

Textgröße ändern:

Wie aus dem am frühen Montagmorgen von der Landeswahlleiterin veröffentlichen vorläufigen landesweiten Wahlergebnis hervorging, entfielen 33,3 Prozent der Stimmen auf die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst. Im Vergleich zur Kommunalwahl vor fünf Jahren büßte die CDU laut den vorläufigen Ergebnissen 1,0 Prozentpunkte ein. Die SPD kam bei der Wahl auf 22,1 Prozent und verlor damit 2,2 Punkte. Die AfD konnte ihr Ergebnis deutlich um 9,4 Punkte auf 14,5 Prozent verbessern.

Die auf Landesebene in Nordrhein-Westfalen mit der CDU regierenden Grünen stürzten um 6,5 Punkte auf 13,5 Prozent ab. Die Linke erreichte 5,6 Prozent - ein Plus von 1,8 Punkten. Die FDP kam auf 3,7 Prozent und verlor damit 1,9 Punkte. Das BSW erreichte 1,1 Prozent.

Mit Blick auf das gute Abschneiden der AfD betonte Linnemann, er wolle "nichts schönreden". Die CDU sei jedoch weiterhin "mehr als doppelt so groß" wie die AfD. "Wir müssen schlicht und einfach die Probleme angehen", sagte der CDU-Generalsekretär. Den Bürgerinnen und Bürgern müsse "nicht nur objektiv sondern auch subjektiv" ein Gefühl von Sicherheit vermittelt werden, was insbesondere beim Thema Migration zum Tragen komme. Hier habe die CDU bereits durch eine Senkung der Zahlen illegaler Migration Erfolge verzeichnet.

Angesprochen auf das Thema Ungleichheit und eine von Unions-Fraktionschef Jens Spahn ins Gespräch gebrachte Reform der Erbschaftssteuer zeigte sich Linnemann zurückhaltend. "Ich würde nicht über eine Erhöhung der Erbschaftssteuer reden, weil es die Unternehmen verunsichert", sagte der CDU-Politiker. Viele familiengeführten Unternehmen hätten bereits jetzt "keine Luft mehr zum Atmen". Linnemann plädierte stattdessen für ein Unternehmenssteuerrecht. Damit könne bei der "Erbschaftssteuer mit größerer Flexibilität herangegangen werden, ohne Familienunternehmen zu treffen".

Rund 13,7 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner waren in Nordrhein-Westfalen dazu aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. Zur Wahl standen unter anderem auch die Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister in Köln und Düsseldorf, wo es wie in zahlreichen Städten in zwei Wochen Stichwahlen geben wird. In Köln entscheidet sich die Wahl dann zwischen Grünen und SPD, in Düsseldorf zwischen CDU und Grünen. In Gelsenkirchen, Duisburg und Hagen zogen AfD-Bewerber in die Stichwahlen ein.

Die Kommunalwahl im bevölkerungsreichsten Bundesland galt als erster großer Stimmungstest wenige Monate nach der Bundestagswahl. Landesweit entschieden die Bürgerinnen und Bürger über die Zusammensetzung von Stadträten, Kreistagen, Gemeinderäten sowie Regionsversammlungen. Zudem standen zahlreiche Bürgermeister und Landräte zur Wahl. Die Wahl fand in 427 Kommunen statt, darunter waren 396 Städte und Gemeinden sowie 31 Kreise.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Polizei: Siebter Castortransport durch Nordrhein-Westfalen ohne Zwischenfälle

Ein siebter Castortransport durch Nordrhein-Westfalen von Jülich bei Aachen nach Ahaus im Münsterland ist nach Polizeiangaben ohne Zwischenfälle verlaufen. Der von Einsatzkräften der Polizei zum Schutz der Atommüllbehälter abgesicherte Konvoi erreichte in der Nacht zum Mittwoch das Brennelementezwischenlager Ahaus, wie die Polizei in Münster mitteilte.

Digitalminister Wildberger: Arztüberweisung auf Papier wird bald Geschichte sein

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hat weitere Entlastungen durch Bürokratieabbau angekündigt. Zum Beispiel werde die Arztüberweisung digitalisiert und in Papierform abgeschafft, sagte der Minister, der auch für "Staatsmodernisierung" zuständig ist, am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Insgesamt würden die geplanten Maßnahmen Bürger und Wirtschaft um 600 Millionen Euro im Jahr entlasten.

Bundesregierung tagt als "Entlastungskabinett"

Das Bundeskabinett will bei seiner Sitzung am Mittwoch eine Reihe von Maßnahmen zum Bürokratieabbau auf den Weg bringen (Beginn 10.00 Uhr). Nach Angaben von Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) stehen beim sogenannten Entlastungskabinett mindestens zehn Maßnahmen aus verschiedenen Ministerien mit einer Entlastungswirkung von rund 600 Millionen Euro für Bürger und Unternehmen auf dem Programm.

EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen reist nach Kiew

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen reist am Mittwoch in die Ukraine. Von der Leyen werde in Kiew sein, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Dienstag in Brüssel. Aus Sicherheitsgründen wurden zunächst keine weiteren Details der Reise genannt.

Textgröße ändern: