Pallade Veneta - Klüssendorf wirbt für Umbau des Sozialstaats - Gegen pauschale Leistungskürzungen

Klüssendorf wirbt für Umbau des Sozialstaats - Gegen pauschale Leistungskürzungen


Klüssendorf wirbt für Umbau des Sozialstaats - Gegen pauschale Leistungskürzungen
Klüssendorf wirbt für Umbau des Sozialstaats - Gegen pauschale Leistungskürzungen / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf wirbt für einen weitgehenden Umbau des Sozialstaats. "Ich bin dafür, konsequent alle steuerfinanzierten Sozialleistungen für die Bürgerinnen und Bürger in einem einzigen System zusammenzuführen", sagte er dem Berliner "Tagesspiegel" vom Dienstag. Betroffen wären demnach beispielsweise Bürgergeld, Wohngeld und Kinderzuschlag. Zu Leistungskürzungen äußerte sich Klüssendorf skeptisch.

Textgröße ändern:

"Die ganze Infrastruktur, wer ist für was zuständig, wer ist antragsberechtigt, bei welchem Amt muss ich mich melden, auf welche Leistung habe ich Anspruch, das muss unbedingt zusammengeführt werden", sagte der SPD-Generalsekretär. "Das wäre endlich ein lang ersehnter Fortschritt und würde übrigens auch viel Geld sparen", begründete er seinen Vorstoß.

Seine Partei, die SPD, sei reformwillig, betonte Klüssendorf mit Blick auf die Debatten in der Koalition. Eine solche Reform müsse in einer Demokratie schaffbar sein. "Es wäre schon ein großer Schritt, wenn wir ein festes Ziel mit konkreten Meilensteinen vereinbaren, zum Beispiel das Jahr 2035", fügte der SPD-Politiker hinzu. "Wir sollten mutig und ambitioniert sein", rief er zu mehr Veränderungsbereitschaft auf.

Als Ziel nannte Klüssendorf, "das System einfacher und besser zu machen". Derzeit gebe es im Sozialsystem "zu viel Bürokratie und Zuständigkeiten-Wirrwarr". Vor allem müsse es darum gehen, Menschen nachhaltig zurück in Arbeit zu bringen. "Die pauschale Forderung nach Leistungskürzungen wird der Herausforderung nicht gerecht und engt die Debatte zu stark ein", wandte sich der SPD-Politiker jedoch gegen diesbezügliche Forderungen aus der Union und von Wirtschaftsverbänden.

D.Vanacore--PV

Empfohlen

Digitalminister Wildberger: Arztüberweisung auf Papier wird bald Geschichte sein

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hat weitere Entlastungen durch Bürokratieabbau angekündigt. Zum Beispiel werde die Arztüberweisung digitalisiert und in Papierform abgeschafft, sagte der Minister, der auch für "Staatsmodernisierung" zuständig ist, am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Insgesamt würden die geplanten Maßnahmen Bürger und Wirtschaft um 600 Millionen Euro im Jahr entlasten.

Bundesregierung tagt als "Entlastungskabinett"

Das Bundeskabinett will bei seiner Sitzung am Mittwoch eine Reihe von Maßnahmen zum Bürokratieabbau auf den Weg bringen (Beginn 10.00 Uhr). Nach Angaben von Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) stehen beim sogenannten Entlastungskabinett mindestens zehn Maßnahmen aus verschiedenen Ministerien mit einer Entlastungswirkung von rund 600 Millionen Euro für Bürger und Unternehmen auf dem Programm.

EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen reist nach Kiew

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen reist am Mittwoch in die Ukraine. Von der Leyen werde in Kiew sein, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Dienstag in Brüssel. Aus Sicherheitsgründen wurden zunächst keine weiteren Details der Reise genannt.

Von Trump nominiert: US-Senat hört Justizminister und neuen Geheimdienstkoordinator an

Der US-Senat hört am Mittwoch Justizminister Todd Blanche und den designierten Geheimdienstkoordinator Jay Clayton an (ab 15.00 Uhr MESZ). US-Präsident Donald Trump hat die beiden Juristen als dauerhafte Amtsinhaber nominiert. Der Senat muss den Personalien zustimmen. Vor allem Blanche muss mit harten Fragen rechnen. Der 51-Jährige war bis zu Trumps erneutem Amtsantritt dessen persönlicher Anwalt.

Textgröße ändern: