Pallade Veneta - Miersch mahnt bei Reformen soziale Gerechtigkeit an

Miersch mahnt bei Reformen soziale Gerechtigkeit an


Miersch mahnt bei Reformen soziale Gerechtigkeit an
Miersch mahnt bei Reformen soziale Gerechtigkeit an / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hat sich klar zu notwendigen Reformen bekannt, dabei aber soziale Gerechtigkeit angemahnt. "Wir stehen zu einem Sozialstaat, der dem Einzelnen Sicherheit gibt", sagte Miersch am Mittwoch in der Haushaltsdebatte des Bundestages. Zur Gerechtigkeit gehöre zudem auch eine angemessene Beteiligung "der ganz großen Vermögen" bekräftigte er das Ziel der SPD, Korrekturen bei der Erbschaftsteuer zu erreichen.

Textgröße ändern:

"Wir stehen zu den Reformen, wir brauchen Reformen", betonte Miersch. Er kritisierte beispielsweise, dass es im Gesundheitssystem trotz staatlicher Milliardenzahlungen weiterhin schwierig sei, Termine beim Facharzt zu bekommen. Die SPD werde aber weiter für Schutz im Alter oder bei Krankheit sorgen, "darauf können sich die Menschen verlassen".

Ebenso sei bei der Finanzierung staatlicher Leistungen wichtig, "dass alle sich beteiligen", betonte der SPD-Fraktionschef. Dies gelte besonders "für die großen breiten Schultern, die großen Vermögen", stellte er klar, denn "auch das gehört zur Gerechtigkeit dazu". Miersch mahnte dabei auch Maßnahmen gegen Steuerhinterziehung an, durch die "jährlich Milliarden verloren gehen". Umgekehrt sei es ebenso richtig, dann einzugreifen, "wenn es um den Missbrauch des Sozialsystems geht".

"Wir können und wollen Deutschland sicher und gerecht voranbringen", kündigte Miersch an. Das neue Sondervermögen für Investitionen in Infrastruktur und Klimaneutralität ermögliche "ein Update für mehr Bildung, Infrastruktur und Mobilität" und stütze damit zugleich Wirtschaft und Arbeitsplätze. Dazu habe die Regierung viele Maßnahmen angestoßen, etwa zur Senkung der Energiepreise. "Einiges braucht Zeit, bevor es wirkt", räumte der SPD-Politiker aber ein.

"Auch der Klimaschutz ist weiter auf der Tagesordnung", sagte Miersch. Es sei "ein wichtiges Signal", dass die Bundesregierung das neue EU-Klimaziel für 2040 unterstützen werde. Dieses sieht laut dem Vorschlag der EU-Kommission bis dahin eine Senkung der Treibhausgasemissionen um 90 Prozent verglichen mit dem Jahr 1990 vor. Allerdings "müssen wir uns auch die Frage stellen, wie wir Klimaschutz mit sozialer Gerechtigkeit verbinden", sagte Miersch weiter.

Y.Destro--PV

Empfohlen

Bundesregierung tagt als "Entlastungskabinett"

Das Bundeskabinett will bei seiner Sitzung am Mittwoch eine Reihe von Maßnahmen zum Bürokratieabbau auf den Weg bringen (Beginn 10.00 Uhr). Nach Angaben von Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) stehen beim sogenannten Entlastungskabinett mindestens zehn Maßnahmen aus verschiedenen Ministerien mit einer Entlastungswirkung von rund 600 Millionen Euro für Bürger und Unternehmen auf dem Programm.

EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen reist nach Kiew

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen reist am Mittwoch in die Ukraine. Von der Leyen werde in Kiew sein, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Dienstag in Brüssel. Aus Sicherheitsgründen wurden zunächst keine weiteren Details der Reise genannt.

Von Trump nominiert: US-Senat hört Justizminister und neuen Geheimdienstkoordinator an

Der US-Senat hört am Mittwoch Justizminister Todd Blanche und den designierten Geheimdienstkoordinator Jay Clayton an (ab 15.00 Uhr MESZ). US-Präsident Donald Trump hat die beiden Juristen als dauerhafte Amtsinhaber nominiert. Der Senat muss den Personalien zustimmen. Vor allem Blanche muss mit harten Fragen rechnen. Der 51-Jährige war bis zu Trumps erneutem Amtsantritt dessen persönlicher Anwalt.

Grenzkontrollen zwischen Spanien und Gibraltar aufgehoben

An der Grenze zwischen Spanien und dem britischen Gebiet Gibraltar sind in der Nacht zum Mittwoch die Regeln des Schengen-Raums in Kraft getreten. Kurz nach Mitternacht überquerten dutzende Passanten und Fahrzeuge zum ersten Mal ohne Kontrollen die Grenze, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Hunderte Menschen hatten sich für den historischen Moment mit spanischen Flaggen an der Grenze versammelt. "Europa ist zurück", sagte Gibraltars Regierungschef Fabian Picardo.

Textgröße ändern: