Pallade Veneta - Guterres prangert die Lage im Gazastreifen als "entsetzlich" an

Guterres prangert die Lage im Gazastreifen als "entsetzlich" an


Guterres prangert die Lage im Gazastreifen als "entsetzlich" an
Guterres prangert die Lage im Gazastreifen als "entsetzlich" an / Foto: Eyad BABA - AFP

UN-Generalsekretär António Guterres hat die Lage im Gazastreifen als "entsetzlich" angeprangert. Dies sei "die schlimmste Stufe von Tod und Zerstörung", die er in seiner Zeit als Generalsekretär und wahrscheinlich in seinem Leben gesehen habe, sagte er am Freitag in einem Interview der Nachrichtenagentur AFP.

Textgröße ändern:

Das Leiden der palästinensischen Bevölkerung könne nicht beschrieben werden - "Hungersnot, völliger Mangel an wirksamer Gesundheitsversorgung, Menschen, die ohne angemessene Unterkünfte in riesigen Ballungsgebieten leben", betonte Guterres.

Israel hatte zu Beginn der Woche seine angekündigte Bodenoffensive in der Stadt Gaza begonnen. Am Freitag sperrte die israelische Armee einen Fluchtkorridor in der Stadt und rief die Bewohner zur Flucht in den Süden über eine Alternativroute auf. Dabei erklärte die Armee, dass sie im Zuge ihrer Offensive "beispiellose Gewalt" anwende. Israels Bodenoffensive löste international Kritik aus.

Bereits vor Beginn der Offensive in der Stadt Gaza hatten mehrere Staaten die Anerkennung eines palästinensischen Staats angekündigt. Israel hat Berichten zufolge mit der Annektion des Westjordanlands gedroht, sollten westliche Staaten ihre Pläne für die Anerkennung eines palästinensischen Staats umsetzen. Guterres betonte vor diesem Hintergrund: "Wir sollten uns nicht durch die Gefahr von Vergeltungsmaßnahmen eingeschüchtert fühlen."

Frankreich sowie neun weitere Länder wollen am Montag bei der UN-Generalversammlung in New York einen palästinensischen Staat anerkennen. Nach Angaben aus Paris haben neben Frankreich auch Großbritannien, Kanada, Belgien, Luxemburg, Australien, Portugal, Malta, Andorra und San Marino den Palästinensern einen solchen Schritt in Aussicht gestellt.

D.Bruno--PV

Empfohlen

Diplomatenkreise: USA übergeben zwei wichtige Nato-Kommandoposten an Europäer

Die USA übergeben Diplomatenkreisen zufolge zwei wichtige regionale Kommandoposten bei der Nato an europäische Staaten. Washington werde die Leitung des für den Süden zuständigen Nato-Kommandos in Neapel an Italien und die Leitung des für den Norden zuständigen Kommandos in Norfolk im US-Bundesstaat Virginia an Großbritannien abgeben, wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag aus Nato-Diplomatenkreisen erfuhr. Die USA werden demnach im Gegenzug das Kommando über die Nato-Seestreitkräfte mit Sitz in Großbritannien übernehmen.

Trotz Festnahme von Vertrautem: Nobelpreisträgerin Machado will nach Venezuela zurück

Trotz der erneuten Festnahme eines ihrer Vertrauten will die venezolanische Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado in ihre Heimat zurückkehren. Die Festnahme von Juan Pablo Guanipa nur wenige Stunden nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis werde sie nicht von ihrem Vorhaben abhalten, sagte die Oppositionspolitikerin am Montag in Washington der Nachrichtenagentur AFP. "Das beeinflusst meine Rückkehr absolut nicht. Im Gegenteil."

Epstein-Komplizin Maxwell verweigert Aussage und fordert Begnadigung durch Trump

Die Komplizin des verstorbenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, Ghislaine Maxwell, hat eine Anhörung im US-Repräsentantenhaus verweigert. Maxwell berief sich am Montag auf ihr Recht zu schweigen, wie der republikanische Vorsitzende des Aufsichtsausschusses, James Comer, mitteilte. Sie sei nach Angaben ihres Anwalts nur dann zu einer Aussage bereit, wenn US-Präsident Donald Trump sie begnadige.

US-Vizepräsident JD Vance besucht Armenien und Aserbaidschan

US-Vizepräsident JD Vance ist am Montag nach Armenien gereist. Nach Beratungen mit dem armenischen Regierungschef Nikol Paschinjan in der Hauptstadt Eriwan will er am Dienstag ins Nachbarland Aserbaidschan weiterreisen. US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, Vance werde die beiden Kaukasusstaaten besuchen, um die "Friedensbemühungen" der USA fortzusetzen.

Textgröße ändern: