Pallade Veneta - Bilger sieht "großen Rückhalt" in Unionsfraktion für Richterkandidaten

Bilger sieht "großen Rückhalt" in Unionsfraktion für Richterkandidaten


Bilger sieht "großen Rückhalt" in Unionsfraktion für Richterkandidaten
Bilger sieht "großen Rückhalt" in Unionsfraktion für Richterkandidaten / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Der Parlamentsgeschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Steffen Bilger (CDU), rechnet mit der Zustimmung des Plenums zu den drei Nominierten für Richterposten am Bundesverfassungsgericht. In der Unionsfraktion gebe es "großen Rückhalt" für die Kandidaten, von denen zwei von der SPD und einer von der Union vorgeschlagen worden waren, sagte Bilger am Dienstag in Berlin. Er sei "zuversichtlich, dass wir dieses Paket am Donnerstag gut durch den Bundestag bekommen werden".

Textgröße ändern:

Nach dem gescheiterten Versuch vor der Sommerpause habe die Union nun "mit der SPD gemeinsam einen guten Weg gefunden", sagte der CDU-Politiker weiter. Als "konstruktiv" würdigte Bilger, dass die SPD die Juristin Sigrid Emmenegger als Ersatz für die umstrittene Frauke Brosius-Gersdorf benannt habe, die ihre Kandidatur wegen Vorhalten bei CDU/CSU zurückgezogen hatte. In der Sitzung der Unionsfraktion am Montag habe es keine Diskussion mehr über die Kandidaten gegeben.

Bilger zeigte sich zuversichtlich, dass die drei Richterkandidaten bei der Wahl am Donnerstag im Bundestag die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit erhalten. Die schwarz-rote Koalition verfügt nicht über eine solche Mehrheit; selbst wenn die oppositionellen Grünen mit der Koalition für die Kandidaten stimmten, würden rechnerisch noch sieben Stimmen fehlen - diese müssten von Linksfraktion oder AfD kommen.

Als hilfreich wertete es Bilger in diesem Zusammenhang, dass die Linksfraktion ihren Abgeordneten das Stimmverhalten bei der Wahl freistellte. Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek hatte am Dienstag erklärt, dass es sich bei der Wahl "um eine Gewissensentscheidung handelt und unsere Abgeordneten jeweils für sich entscheiden".

Reichinnek kritisierte erneut, dass die Union keine direkten Gespräche mit ihrer Partei führte. Die CDU verweist dabei auf ihren Unvereinbarkeitsbeschluss zur Linkspartei. Bilger bekräftigte die Gültigkeit dieses Beschlusses am Dienstag: Es habe in der Frage der Richterwahl keine Gespräche mit der Linken gegeben. Es sei auch nicht zu erwarten, dass die CDU den Unvereinbarkeitsbeschluss zur Linkspartei beim nächsten Bundesparteitag im kommenden Februar ändern werde.

Die drei neuen Richter fürs Bundesverfassungsgericht sollen am Donnerstag im Bundestag gewählt werden. Die geheime Wahl soll gegen 16.15 Uhr ohne Debatte starten. Laut Bilger sollen die Wahlurnen dann zwei Stunden geöffnet bleiben, so dass am Donnerstag gegen 18.30 Uhr ein Ergebnis zu erwarten sei.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

Trump postete höchstwahrscheinlich KI-retuschiertes Bild von Xis Staatsbesuch

Ein von US-Präsident Donald Trump veröffentlichtes Foto vom Staatsbesuch seines chinesischen Kollegen Xi Jinping ist nach Ansicht von Fachleuten höchstwahrscheinlich mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz retuschiert worden, um einen unvorteilhaften Gesichtsausdruck zu verändern. Der Datenforensiker Matthew Stamm von der Drexel University sagte der Nachrichtenagentur AFP, das von Trump veröffentlichte Foto, auf dem der Präsident neben Xi während des Überflugs eines Jets salutiert, weise "mit hoher Sicherheit" Spuren auf, "die von generativer KI hinterlassen wurden."

Cambridge-Analytica-Skandal: Facebook-Mutter Meta unterliegt vor US-Gericht

Gut acht Jahre nach dem Cambridge-Analytica-Skandal um den Missbrauch von Facebook-Nutzerdaten hat der Mutterkonzern Meta einen Prozess in den USA verloren. Ein Geschworenengericht in Santa Fe im Bundesstaat New Mexico entschied am Freitag nach Angaben von US-Medien, Meta habe Nutzer über den Schutz ihrer Daten getäuscht. Dem Konzern droht nun eine Geldbuße in Milliardenhöhe.

Putin: Russland bereitet sich nicht auf "irgendeine Art von Kampf mit Europa" vor

Russlands Präsident Wladimir Putin hat beteuert, dass sich sein Land "nicht auf irgendeine Art von Kampf mit Europa" vorbereite. "Viele in Europa sagen, dass sie eine Aggression vonseiten der Russischen Föderation erwarten und dass sie sich deshalb selbst auf Kämpfe, auf einen Krieg mit Russland, vorbereiten müssen", sagte Putin am Freitag vor Journalisten in St. Petersburg. Er wolle jedoch nochmals unterstreichen, dass Russland keine Vorbereitungen für eine solche Aggression treffe.

UN-Sicherheitsrat verurteilt Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien "auf das Schärfste"

Die anhaltenden Angriffe der Huthi-Miliz aus dem Jemen auf Saudi-Arabien sind einstimmig vom UN-Sicherheitsrat verurteilt worden. Die Mitglieder des Sicherheitsrats verurteilten "aufs Schärfste die anhaltenden Angriffe (...), besonders jene, bei denen Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, verletzt wurden", hieß es am Freitag in einer Erklärung des mächtigsten Gremiums der Vereinten Nationen.

Textgröße ändern: