Pallade Veneta - Deutsch-französischer Kampfjet FCAS: Dassault-Chef schließt Alleingang nicht aus

Deutsch-französischer Kampfjet FCAS: Dassault-Chef schließt Alleingang nicht aus


Deutsch-französischer Kampfjet FCAS: Dassault-Chef schließt Alleingang nicht aus
Deutsch-französischer Kampfjet FCAS: Dassault-Chef schließt Alleingang nicht aus / Foto: Benoit Tessier - POOL/AFP/Archiv

Der Streit um die Entwicklung des künftigen deutsch-französischen Kampfjets FCAS dauert an. "Wenn sie es allein machen wollen, sollen sie es doch tun", sagte der Chef des französischen Rüstungsunternehmens Dassault Aviation, Eric Trappier, am Dienstag. Er zielte damit auf das deutsche Unternehmen Airbus ab, mit dem es seit langem Spannungen bei dem gemeinsamen Rüstungsvorhaben gibt.

Textgröße ändern:

"Die Deutschen können ruhig murren. Wir wissen hier, wie es geht", sagte Trappier mit Blick auf anhaltende Meinungsverschiedenheiten zwischen den beteiligten Unternehmen. Auf die Frage, ob Dassault einen Kampfjet der neuen Generation auch ganz allein bauen könnte, sagte er: "Die Antwort lautet Ja."

"Wir wissen von A bis Z, wie man das macht. Das stellen wir seit 70 Jahren unter Beweis. Wir haben die Kompetenzen", betonte Trappier. Dabei bleibe er offen für Kooperationen, "auch mit den Deutschen", fügte er hinzu.

Spitzenpolitiker aus Frankreich und Deutschland betonen immer wieder die Notwendigkeit eines gemeinsam gebauten Kampfjets der Zukunft. "Es gibt keinen Plan B", hieß es dazu kürzlich aus dem französischen Präsidialamt. Dennoch halten unter den beteiligten Unternehmen die Spannungen an. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte beim deutsch-französischen Ministerrat Ende August in Toulon betont, dass bis zum Ende des Jahres eine Lösung in dem Streit gefunden werden solle.

Im Kern geht es um Fragen des geistigen Eigentums und künftige Exportaussichten. Federführend in Frankreich ist Dassault Aviation, in Deutschland Airbus. Trappier hatte bereits mehrfach eine bedeutendere Rolle für sein Unternehmen bei dem Projekt gefordert. "Notwendig ist ein Anführer, ein Architekt", fordert er. Dabei gehe es auch darum, über die Zulieferer entscheiden zu können.

O.Merendino--PV

Empfohlen

Trump postete höchstwahrscheinlich KI-retuschiertes Bild von Xis Staatsbesuch

Ein von US-Präsident Donald Trump veröffentlichtes Foto vom Staatsbesuch seines chinesischen Kollegen Xi Jinping ist nach Ansicht von Fachleuten höchstwahrscheinlich mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz retuschiert worden, um einen unvorteilhaften Gesichtsausdruck zu verändern. Der Datenforensiker Matthew Stamm von der Drexel University sagte der Nachrichtenagentur AFP, das von Trump veröffentlichte Foto, auf dem der Präsident neben Xi während des Überflugs eines Jets salutiert, weise "mit hoher Sicherheit" Spuren auf, "die von generativer KI hinterlassen wurden."

Cambridge-Analytica-Skandal: Facebook-Mutter Meta unterliegt vor US-Gericht

Gut acht Jahre nach dem Cambridge-Analytica-Skandal um den Missbrauch von Facebook-Nutzerdaten hat der Mutterkonzern Meta einen Prozess in den USA verloren. Ein Geschworenengericht in Santa Fe im Bundesstaat New Mexico entschied am Freitag nach Angaben von US-Medien, Meta habe Nutzer über den Schutz ihrer Daten getäuscht. Dem Konzern droht nun eine Geldbuße in Milliardenhöhe.

Putin: Russland bereitet sich nicht auf "irgendeine Art von Kampf mit Europa" vor

Russlands Präsident Wladimir Putin hat beteuert, dass sich sein Land "nicht auf irgendeine Art von Kampf mit Europa" vorbereite. "Viele in Europa sagen, dass sie eine Aggression vonseiten der Russischen Föderation erwarten und dass sie sich deshalb selbst auf Kämpfe, auf einen Krieg mit Russland, vorbereiten müssen", sagte Putin am Freitag vor Journalisten in St. Petersburg. Er wolle jedoch nochmals unterstreichen, dass Russland keine Vorbereitungen für eine solche Aggression treffe.

UN-Sicherheitsrat verurteilt Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien "auf das Schärfste"

Die anhaltenden Angriffe der Huthi-Miliz aus dem Jemen auf Saudi-Arabien sind einstimmig vom UN-Sicherheitsrat verurteilt worden. Die Mitglieder des Sicherheitsrats verurteilten "aufs Schärfste die anhaltenden Angriffe (...), besonders jene, bei denen Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, verletzt wurden", hieß es am Freitag in einer Erklärung des mächtigsten Gremiums der Vereinten Nationen.

Textgröße ändern: