Pallade Veneta - "Es war ein brutales Jahr": Klingbeil sah sich mehrmals an Grenze der Belastbarkeit

"Es war ein brutales Jahr": Klingbeil sah sich mehrmals an Grenze der Belastbarkeit


"Es war ein brutales Jahr": Klingbeil sah sich mehrmals an Grenze der Belastbarkeit
"Es war ein brutales Jahr": Klingbeil sah sich mehrmals an Grenze der Belastbarkeit / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Der Politikbetrieb hat Vizekanzler und SPD-Chef Lars Klingbeil im zurückliegenden Jahr mehrmals an die Grenzen seiner Belastbarkeit gebracht. "In den letzten Monaten gab es auch mal Momente, in denen ich am Limit war", sagte Klingbeil dem "Tagesspiegel" nach Angaben vom Dienstag. "Es war ein brutales Jahr. Der Bruch der 'Ampel', vorgezogene Neuwahlen, dann ein katastrophales Ergebnis für die SPD. Koalitionsverhandlungen, das Mitgliedervotum und dann der SPD-Bundesparteitag", sagte Klingbeil.

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Der SPD-Chef hatte vor einigen Monaten erstmals öffentlich über eine überstandene Zungenkrebs-Erkrankung im Jahr 2014 gesprochen. Die Erinnerung helfe ihm heute, "ruhig und gelassen zu bleiben", sagte Klingbeil nun. "Alles, was ich heute erlebe, ist ein Privileg und eine Art Verlängerung. Aber ich brauche Sport, Auszeiten, meine Musik, meine Familie, um den Job gut machen zu können."

Klingbeil ist im Kabinett von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Vizekanzler und Finanzminister und außerdem SPD-Vorsitzender und Bundestagsabgeordneter.

Die Tagespolitik sei heute viel schnelllebiger als früher, sagte Klingbeil weiter. Als er in die Politik gegangen sei, habe Deutschland monatelang "über zehn Euro Praxisgebühr gestritten". Heute dagegen "hast du an einem Tag Trump und Putin, dann zieht Frau Brosius-Gersdorf ihre Kandidatur zur Verfassungsrichterin zurück und der Kanzler entscheidet, keine Waffen an Israel zu liefern. Das ist eine enorme Taktung", sagte Klingbeil.

S.Urciuoli--PV

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